Samstag, 26. September 2015

2 Katzen und ein Baby

Wir haben 2 Katzen. Eine weiße Dame und ein rot getigertes Katerchen. Ihn haben wir als Kitten adoptiert, nachdem eine ehemalige Kollegin einenganzen Wurf auf der Straße gefunden und mit dem Fläschchen aufgezogen hat (ja, hier werden unliebsame Tierbabys einfach zum Verhungern ausgesetzt). Sie haben wir ein paar Monate später von einer Organisation, die Straßentiere vermittelt, adoptiert.

Nun war ich im Vorfeld sehr nervös, wie das wohl mit Baby werden würde. Wir versuchten, beiden anzugewöhnen, dass sie nichts auf den Babysachen verloren haben. Trotzdem war die Katze ständig im KiWa und der Kater im Beistellbett oder auf dem Wickeltisch. Meine Sorge war daher diese alt geschürte Angst, die Katzen könnten sich auf das Baby legen und es ersticken.

Dann kamen wir mit dem kleinen Raben nach Hause und wollten ihn den Katzen vorstellen. Die kamen auch gleich zu uns - rannten jedoch genauso schnell auch vor dem zappelnden Bündel wieder davon, als sei er ein kleiner, eingeschalteter Staubsauger.

Als der kleine Rabe zum ersten Mal zu Hause Hunger vermeldete und schrie, wurde unsere Katze schier verrückt. Der Kater rannte gleich weg, sie aber kam auf den Sessel, auf dem ich mit dem Baby saß, gesprungen und fing an, mich wie von Sinnen am Arm zu lecken und wollte sich immer wieder richtig hektisch dem Kopf des Bsbys nähern. Das Haselchen wollte sie ein wenig zur Seite bugsieren - was sie mit aggressivem Beißen nach seinen Händen qittierte. Kurzerhand schubste er sie dann mit ein wenig mehr Elan als sonst vom Sessel. Seitdem macht sie einen großen Bogen um den kleinen Raben.

Der Kater, der alte Angsthase, wich dem lauten und zappeligen Neuankömling von Anfang an aus. Inzwischen hat er begriffen, dass der Mini-Mensch nicht beißt und auch nicht immer so wild zappelt. Er kommt daher manchmal und schnüffelt and Händen, Füßen oder Po des kleinen Raben. Dann dreht er sich aber auch wieder weg und macht es sich in gebührendem Abstand bequem. Der Staubsauger könnte sich ja anschalten...

Ansonsten sind die Katzen beide fast wie immer. Sie rennt einem permanent zwischen die Füße und  will sich balgen aber keinesfalls gestreichelt werden. Sie ist so ne kleine Psychpopatin (was wohl daran dass sie, nachdem sie als Kitten halbtot im Park gefunden wurde, aufgrund einer ansteckenden Krankheit wochenlang keinerlei Kontakt zu anderen Tieren haben durfte) und mehr so die "Katze zum Anschauen" anstatt zum Anfassen.

Unsere hübsche Psychopatin


Er rennt einem genauso vor die Füße, fläzt sich a la " I'm sexy and I know it" breitbeinig sitzend in die Ecken, steht am liebsten AUF uns (Schoß, Bauch, Beine - egal) und ist total verschmust. Er kommt ständig, miaut in seinem eierlosen Ministimmchen und zieht sich unsere Hände mit der Pfote ins Gesicht, damit wir ihn kraulen. Halt außer, wenn der Staubdauger aka das Baby dabei ist.

Seltene Zweisamkeit


Mein erklärtes Ziel ist es daher jetzt, den Kater und den kleinen Raben aneinander zu gewöhnen. Denn davon, die beiden strickt zu tren en, halte ich nichts. Wenn die Katzen Angst vor dem Baby haben, könnten sie panisch werden, wenn er sich später mehr für sie interessiert und ihn zum Beispiel böse kratzen, wenn er ihnen irgendwann hinterher rennt. Und auch der kleine Rabe soll von Anfang an lernen, wie er mit den Katzen umgehen sollte.

Unser größtes Problem jedoch sind die Katzenhaare. Das ist aber nichts neues, jetzt saugen wir halt etwas öfter...

Gilt grundsätzlich auch für Grufties...

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