Mittwoch, 30. September 2015

Vom zweibeinigen Nucki

Mein Kind bekommt, wenn er quengelt, nicht einfach den Nucki in den Mund geschoben.

Ich muss nachts nicht ständig aufstehen, um meinem Baby den Schnuller zurück zu geben.

Mein Kleiner nuckelt nicht einmal am Daumen.

Stattdessen nuckelt er genau dort, wo er auch trinkt und ich lasse ihn auch sein non-nutritives Saugbedürfnis an meiner Brust stillen.

Bekomme ich dafür jetzt die goldene Supermutti-Medaille am Band?

Naja, verdient wäre sie nicht. Ich versuche ja immer mal wieder, dem kleinen Rabe auch einen Schnuller schmackhaft zu machen. Dazu haben wir auch schon verschiedene gekauft, um unterschiedliche Formen auszuprobieren. Er finden zumindest den ganz runden auch spannend - kaut darauf herum, schiebt ihn im Mund umher um mal rechts und mal links kraftvoll zuzubeißen und spuckt ihn dann wieder aus. Die anderen werden sofort ausgespuckt.

Er hat auch schon an meinem Finger, meinem Oberarm oder Papas Brust(behaarung) genuckelt. Aber sobald er da merkt, dass nicht überall, wo man nuckeln kann, auch Milch heraus kommt, beschwert er sich lautstark über diese irreführende Werbung bis die Milchbar wieder eröffnet ist.

Ganz schön groß, so ein zweibeiniger Nucki. An dem kann man sich sogar festhalten.


Macht das aus dem Haus gehen nun auch nicht einfacher. Aber was will man machen.

So bleibt uns später wenigstens ein 
nervenaufreibender "Entzug" erspart. Und mich verliert man nicht so leicht. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich barbusig auf den Boden falle und mich mit Straßendreck, Katzenhaaren oder sonstwas einsaue ist relativ gering. Und ich finde mich auch im Dunkeln normalerweise ohne größere Schwierigkeiten.

Irgendwie bin ich ja auch gerne der Nucki. Der kleine Rabe wird noch viel zu schnell flügge werden. Bis dahin genieße ich diese besondere Nähe zwischen uns in vollen Zügen.

Also dann doch: Her mit meiner Medaille! ;-)

1 Kommentar:

  1. Die kleine Tochter meiner Freundin hat sich anfangs sogar an Papas Nase festgesaugt. Der "Nasentest" war eine Weile der Test, mit dem die Eltern feststellten, ob die Tochter wirklich hungrig war. Wenn sie losließ und schrie, dann hatte sie Hunger, wenn nein, wollte sie nur irgendwo nuckeln.

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