Freitag, 9. Oktober 2015

Schlaf Rabe, schlaf (doch bitte endlich)

Habe ich schonmal erwähnt, dass der kleine Rabe wenig schläft? Ja? Naja, dann kommt hier die Langform des Ganzen im müden Mama-Mimimi...

Wenn zum Beispiel die Frau Rabe davon erzählt, wie das Baby eine komplette Vorlesung im Tragetuch verschläft oder lareine erwähnt, dass 3 ihrer 4 Kinder mit 3-4 Monaten durchgeschlafen haben, dann habe ich drei Reaktionen: 1. Das kann doch gar nicht sein! 2. Verdammt, was mache ich denn dann falsch?! Und 3. Schade, dass mein kleiner Rabe da anders tickt.

1 und 2 sind so die unüberlegten Spontanreaktionen. Wobei ich bis vor vielleicht 3-4 Wochen tatsächlich überzeugt war, ich müsse irgendwas falsch machen, weil mein Kind so anders schläft. Also wer den Fehler findet, darf mir gerne Tips geben. Ich bin dafür ehrlich dankbar. Auch Klugscheißen ist erlaubt, wird dann aber freundlich lächelnd und nickend ignoriert. ;-)

Aber zurück zum Thema: Also, der kleine Rabe ist jetzt 14 Wochen alt. Laut verschiedener Ratgeber sollte ein Baby in seinem Alter etwa 15 Stunden täglich schlafen. 10 davon als Nachtschlaf und 5 verteilt auf 3 Nickerchen. Da hält er sich aber nicht dran...

Ich tracke seinen Schlaf inzwischen mit einer App und habe daher die "echten" Zahlen der letzten 30 Tage: Im Schnitt schläft er 12 1/2 Stunden. Davon ca. 10 1/2 in der Nacht und 2 verteilt auf ganze 3 bis sogar 4 Nickerchen. Aber jetzt soll man nicht glauben, er würde nachts dann wenigstens länger am Stück schlafen. Neihein! Der kleine Rabe Nimmersatt wacht im Schnitt alle 1 1/2 Stunden auf und will gestillt werden.

Ok, jetzt könnte man sagen 30 Tage sind ein zu langer Betrachtungszeitraum für ein doch noch so kleines Baby. Aber irgendwie machen mich die letzten 7 Tage auch nicht ausgeschlafener: 12 Stunden Durchschnitt, davon 10 in der Nacht, 2 verteilt auf 3 Nickerchen und nachts gestillt wird alle 1 1/2 Stunden.

Und es gibt ganz genau 2 Wege, wie er einschläft: Auf dem Arm schuckelnd (ENDLICH auch auf meinem!) oder an der Brust. Alles andere kann ich vergessen. Also auch, mich mit ihm auf dem Arm hinzusetzen. Oder stehen zu bleiben. Oder mit dem Schuckeln aufzuhören. Oder die Brust vorsichtig aus dem Mund klauen, wenn er noch nicht von selbst losgelassen hat, was auch mal 45 Minuten dauern kann (und dann isser wieder wach weil Nickerchen vorbei). Und abends dauert es halt gerne mit Bettfertig machen, Trinken, wegpennen, Bäuerchen, nochmal trinken, Bäuerchen, wegpennen, doch nochmal trinken und vielleicht noch ne Runde kacken auch mal 2 Stunden, bis er tatsächlich schläft.

Jetzt gibt es ja immer so viele Ratgeber und Tips. Da heißt es dann "Auf keinen Fall Einschlafstillen oder -Herumtragen! Dann gewöhnt sich das Kind daran und will es gar nicht mehr anders!". Ja Himmelherrgott, mein Kind WOLLTE es noch nie anders. Und stattdesse sollte man beim Kind sitzen bleiben, ihm gut zureden und übers Gesicht streicheln und so. Joar, klingt gut. Klappte auch prima. So von 19:00-23:00 Uhr. Dann fing er an, zu schreien, und ließ sich nicht mehr beruhigen. Klar wäre er da auch irgendwann eingeschlafen. Vor Erschöpfung. Aber ich kann mein Baby nicht schreien lassen und ihm gut zureden, wenn ich doch weiß, was er will - nämlich auf den Arm genommen und durch die Wohnung geschuggelt werden. Da blutet mir das Herz. Und die Ohren...

Mir graut es halt a Weng davor, wie das wird sobald ich nächstes Jahr wieder arbeiten muss... Aber noch sind das ja ungelegte Eier.

Also mache ich erstmal so weiter wie bisher und verziehe mein Kind zu einem kleinen Tyrannen. Ich bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, dass er bis zum Abi kein Einschlafstillen mehr braucht und ihn seine Frau später nicht auf dem Arm in den Schlaf schuckeln muss.

Und bis dahin geben mir das nicht endende Nickerchen-Nuckeln und das ewige Einschlafstillen ganz viel Zeit, um mit dem Handy mein Blog zu pflegen. ;-)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen