Sonntag, 8. November 2015

Eiswasser und Kuchen

Ich bin mir nicht sicher, ob es mir nicht nur so vorkommt, aber seit der Ice bucket challenge werden ja ständig irgendwelche Sachen gestartet, bei denen Leute hin und her nominiert werden, um mitzumachen. Erinnert mich irgendwie immer so ein wenig an den Hermann - Kuchen, den ich irgendwann in der Schule bekam... Den musste man ja glaube ich auch immer irgendwie weiter geben... Wie dem auch sei. Auf Facebook sind da ja derzeit Fotos, die schon über 15 Jahre alt sein müssen der Brüller. Ja, und bei den Bloggern eben scheinbar 11 Fragen. Das nennt sich dann Liebster Award und ist fast so gut wie Kuchen. Und definitiv besser als ein Eimer Eiswasser!
 
So, und wo ich sonst zu nichts nominiert werde, darf ich auf einmal diesen Orden einfügen:
 

 Denn die wunderbare Frau Rabe vom Rabensalat hat mich tatsächlich nominiert. Ich bin noch ganz baff davon. Aber endlich darf ich auch mal bei was mitspielen! Yeah! Vielen Dank! :)
 
So, und nun darf ich Fragen beantworten.
 
 
1. Als Sie 20 waren, was war da Ihr Lebensplan?
 
- Ganz zu Anfang des Lebensjahres noch: Psychologie studieren, Therapeutin werden, anderen Menschen helfen. Dann kam ein freiwilliges Praktikum in einer Tagesklinik und die Erkenntnis, dass moderne Psychologie in der Praxis oft auf die Frage reduziert wird, welcher Patient wie viel von welcher Droge braucht. Und, dass ich selbst viel zu kaputt für den Job wäre. Ab dann wollte ich mein letztendlich gewähltes Studium "Internationales Management" möglichst schnell und erfolgreich abschließen, mit meinem damaligen Freund zusammen ziehen, Karriere machen, nebenbei ein paar Kinder bekommen, aber weiter Karriere machen und die Kinder zu Hause bei ihrem Papa (der sowieso keinen Job finden würde, vor allem weil er sich nichts zutraute und sich schämte, einen Behindertenausweis zu beantragen) lassen.
 
 
2. Fühlt sich das komisch an, das heute aufzuschreiben?
 
- Nicht wirklich. Es kam alles dann ein wenig anders. Aber so ist das nun einmal im Leben.
 
 
3. Wo möchten Sie mal wohnen?
 
- Das Schlimme daran, an verschiedenen Orten gewohnt zu haben ist ja, dass man immer irgendwas vermisst... Daher wäre der Wunschtraum, zwischen Shanghai, Madrid und Deutschland (am liebsten in der Nähe meines Elternhauses) hin und her zu wechseln und überall ein Zuhause zu haben. Wenn das nicht geht, wäre die erste Wahl Madrid.
 
 
4. Welches Wort hassen Sie am meisten?
 
- Wirklich hassen kann ich kein Wort. Am nervigsten finde ich derzeit "Hurry!".
 
 
5. Welches Wort lieben Sie am meisten?
 
- Aktuell sage ich am liebsten "Meckermännchen", weil sich daraus ein Singsang machen lässt, der den kleinen Raben immer wieder zum Lachen bringt. Hören mag ich derzeit am liebsten "Agu".
 
 
6. Wenn Sie heute ihren ersten Schwarm treffen, was geht Ihnen als erstes durch den Kopf?
 
- Ach du Schei ... benkleister! Direkt gefolgt von "Krass, wie Geschmäcker sich ändern..."
 
 
7. Ist es ok, im Vorstellungsgespräch die Kinder zu verschweigen (vorausgesetzt, man wird nicht direkt danach gefragt)?
 
- Aus einem moralischen Gesichtspunkt finde ich es nicht per se verwerflich. Trotzdem würde ich selbst es niemals tun. Denn meine Familie gehört zu mir und das ich Mutter bin ist für mich so sehr Teil meiner selbst, wie die Tatsache, das ich eine Frau bin. Ich trage auch zu einem Vorstellungsgespräch schwarz und habe meinen derzeitigen Job mit lilanen Haaren bekommen. Wenn in einem Unternehmen Mütter unerwünscht sind, dann bin ich dort unerwünscht und dann werde ich dort mit Sicherheit nicht glücklich. Ich sehe Mutterschaft zudem auch in einem beruflichen Kontext nicht nur als "Problem", sondern ganz klar auch als Stärke. Wer die Wutausbrüche eines Kleinkinds meistert, für den stellt ein infantiler Kunde mit Wutausbruch kein so großes Problem mehr da. Wer eine wilde Horde Kinder rechtzeitig in den Kindergarten bringt, Ausflüge wohlbehalten übersteht, Urlaube organisiert etc, der beweist schon im privaten Alltag mehr Organisationstalent und Multitaskingfähigkeit im kleinen Finger als so manch anderer im ganzen Arm hat. Wer ein Kleinkind dazu bekommt, sich die Zähne zu putzen und den Schlafanzug anzuziehen, der hat ein gutes Verhandlungsgeschick. Und was, wenn nicht Führungsqualitäten und das Talent, andere zu motivieren, braucht es denn in großem Maße, um ein Kind erfolgreich durch die Schullaufbahn zu begleiten?! Kurzum: Mütter sind Meister der soft skills. Und wenn ich daran denke, wie oft ich schon Kollegen erlebt habe, die total verkatert und übernächtigt mit genug Restalkohol im Blut, um fahruntüchtig zu sein, im Büro aufgeschlagen sind... Sowas passiert einem mit einer Mutter auch eher selten.
 
 
8. Wenn sie eins der folgenden Dinge opfern müssten, was wäre es? Ihr Blog, Ihr Handy, alle Bücher in Ihrem Haushalt, alle Musik in Ihrem Haushalt?
 
- Bis zur Ankunft meiner Schwiegermutter wären es die Bücher gewesen. Da hatten wir nämlich nur ein paar Wörterbücher, ein Kochbuch und ein Buch zur Numerologie von Namen im Haus. Da diese spärliche Auswahl nun jedoch durch schöne Bilderbücher ergänzt wurde, die so alt sind wie das Haselchen, will ich diese Erbstücke nicht mehr missen. Daher jetzt: Der Blog.
 
 
9. Kaffee oder Wein?
 
- Würde ich nicht stillen, dann auf jeden Fall Wein. Die Drogen meiner Wahl (inklusive Dingen wie Düfte etc.) haben immer eher sedierende denn aufputschende Wirkung. Und geschmacklich kann auch kein Kaffee der Welt für mich mit einem schönen Glas Ribera del Duero mithalten...
 
 
10. Wenn Sie einen kinderfreien Tag hätten (mit oder ohne Partner), was würden Sie machen?
 
- Wäre es warm und unter der Woche: Ab in den Aquapark mit einer Kühltasche voll Bier und einem Rucksack voll Snacks. Andernfalls: Ein fauler Sofatag mit mindestens einer ganzen Staffel einer interessanten Serie, ein paar Flaschen Rotwein und bestellter Pizza.
 
 
11. Sie fahren in den Urlaub: was ist das letzte, was Sie denken, bevor Sie die Haustür hinter sich schließen?
 
- Hmmmm, das aller letzte ist schwer zu sagen... Normalerweise "Pässe? Hier. Handy? Hier. Schlüssel? Hier. Dokumente (Flugtickets etc.)? Hier. Handy Ladegerät? Hier. Alles hier. Ok. Pässe? Immernoch hier. Dokumente vollständig? Ja, Immernoch. Ok." (das Spiel wiederhole ich dann nochmal im Aufzug, vor der Haustür unter und im Taxi) Beim Zuziehen der Tür sagen (und denken) wir jedoch immer "Paka kissi" ("Tschüß Katzen").
 
 
So. Und jetzt kommt der schwierigere Teil. Jetzt muss ich nämlich jemanden finden, der mir einen Ableger vom Kuchen abnimmt und noch keinen hat. Also nominieren. Ich lese halt, um ehrlich zu sein, keine 50 Tausend Blogs... Daher fällt mir das so ein bisschen schwer... Aber ich versuche es mal:

Mareike von "Von 0211 zu 021"
 
Trippmadame von "Geschichten und Meer"
 
Drachenmädchen
 
So, jetzt "traue" ich mich auch an einen ganz großen Blog, denn mehr als nicht mitmachen kann sie ja nun auch nicht ;) Und das war nun einmal der erste Blog, den ich überhaupt gelesen habe.
 
Daily Pia
 
Und nu bin ich mit meinem Latein schon fast am Ende... Mir fällt tatsächlich nur noch ein Blog ein, der ja eigentlich nicht richtig privat ist. Ist das dann ein Regelbruch und ich habe 7 Jahre schlechten Sex? Ich weiß es nicht. Aber ich lasse es mal drauf ankommen:
 
Die liebe Julia (ich freue mich auf unser Wiedersehen zu Pfingsten!) mit dem Blog zu ihrem veganen und nachhaltigen Label mit Babymode für die schwarze Szene "Infantium Victoria"
 
Und dies sind die Fragen:
And these are the questions:
 
1. Welche irrationalen Ängste (z. B. Vor Monstern unter dem Bett, bloody Mary im Spiegel o. Ä.) hast du?
What irrational fears (e.g. the Boogeyman, bloody Mary in your mirror etc) do you have?
 
2. Glaubst du an Geister, Aliens oder andere unerklärliche Phänomene?
Do you believe in ghosts, aliens or other inexplicable phenomenon?
 
3. Katze oder Hund?
Cat or dog?
 
4. In welcher Epoche würdest du am liebsten leben?
In which epoque would you most like to live in?
 
5. Wenn du ein Jahr lang nur eine Sorte Obst und eine Sorte Gemüse essen könntest, welche würdest du wählen?
If you could eat only one type of fruit and one type of vegetable for a whole year, which types would you choose?
 
6. Welche Serien schaust du regelmäßig?
Which series are you watching?
 
7. Süßigkeiten oder salzige Snacks?
Sweets or salty snacks?
 
8. Wie sieht für dich ein perfekter Urlaub aus?
What would a perfect holiday be like for you?
 
9. Was wolltest du später einmal werden, als du ein Kind warst?
When you were a child, what did you want to become?
 
10. Wann warst du zum ersten Mal beschwipst?
When have you been tipsy for the first time?
 
11. Wie trinkst du deinen Kaffee?
How do you take your coffee?
 
So, und damit alle wissen, wie es nun weiter geht, hier die Regeln:
So that you know what to do, here are the rules:
 
1. Danke dem Blogger, der dich nominiert hat
Thank the blogger who has nominated you
 
2. Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
Link to the blogger who has nominated you
 
3. Füge einen der Liebster-Blog-Award Buttons in deinen Post ein
Paste the Liebster Award into your blog post
 
4. Beantworte die dir gestellten Fragen
Answer the questions
 
5. Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst
Make up 11 new questions for the bloggers you want to nominate
 
6. Nominiere 5-11 Blogs
Nominate 5-11 blogs
 
7. Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast
und verlinke von dort aus auf deinen eigenen Liebster Award Artikel
Write a comment to the bloggers you wish to nominate and link to your own Liebster Award post
 
Viel Spaß! :)

Kommentare:

  1. Hallo liebe Fledermama, vielen Dank fürs Nominieren. Darf ich mich trotzdem ausklinken? Ich fühle mich gerade nicht so gut, bin unleidlich und faul. Ich möchte wirklich nicht unhöflich sein, aber mir ist gerade nicht nach Fragen beantworten. Sorry, vielleicht beim nächsten Mal.

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    1. Klar, kein Problem! Eine Einladung, die nicht ausgeschlagen werden darf, wäre ja keine Einladung mehr, sondern ein Befehl. Und hier Befehle zu erteilen liegt mir fern! :)

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