Montag, 14. Dezember 2015

Letzte Nacht

War so eine der Nächte, die mich darüber grübeln lassen, wie ich das in Zukunft schaffen will, morgens für die Arbeit aus dem Bett zu kommen...
 
Der kleine Rabe war recht schnell eingeschlafen und das Haselchen und ich schauten noch entspannt eine Serie. Zwischendrin musste ich schon zwei mal zum kleinen Raben, weil der wieder aufwachte. Ungewöhnlich, aber nicht so ungewöhnlich.
 
Kurz nach Mitternacht lag ich dann im Bett und wollte gerne schlafen. Ging aber nicht. Der kleine Rabe trat, gab im Schlaf Laute von sich und wollte ununterbrochen an die Brust.
 
Viertel vor zwei dann endlich: Pupsgeräusche. Ausdauernde. Also ab ins Bad und abhalten.
 
Fast genau um zwei wieder ins Bett. Klimaanlage einschalten, denn es ist echt kalt.
 
Der kleine Rabe starrte das Licht an der Klimaanlage an und ließ sich nicht zum Trinken überreden (wofür er auch den Kopf vom Licht hätte weggehen müssen). Er machte ein paar mal "agu" und dann auf einmal "örks" und kotze mit Schmackes einmal quer über das halbe Bett.
 
Ich wischte die halb geronnene Milch so gut es ging weg, während er mich jammernd und sichtlich müde anblinzelte.
 
Trinken wollte er seltsamerweise trotzdem nichts. Normalerweise hat er nach dem Spucken immer Durst. Stattdessen fing er an zu meckern und ein bisschen zu weinen.
 
Da kam mein Retter in Gestalt eines müden Haselchens herein. Der war eigentlich nur kurz aufgewacht um aufs Klo zu gehen und hatte dann aber das Licht bei uns gesehen.
 
Also trug das Haselchen den kleinen Raben eine Weile durch die Gegend, bis er eingeschlafen war. Also das Baby, nicht der Mann. Wieder im Bett strampelte der kleine Rabe aber unruhig im Schlaf weiter und gab auch immer wieder Laute von sich.
 
Das änderte sich dann leider den Rest der Nacht auch nicht mehr. Und wenn ich versuchte, ein kleines bisschen weg zu rücken, um nicht ständig getreten zu werden und besser schlafen zu können, quittierte er das natürlich mit Aufwachen und - für nachts total ungewöhnlich - weinen.
 
Aber immerhin scheint er gut geschlafen zu haben, war am Morgen bester Laune, ließ mich sogar noch ein bisschen dösen und lachte dann laut auf, als wir ins Bad flogen.

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