Samstag, 30. Januar 2016

Bullshit Bingo Büroedition

Nun bin ich seit fast einem Monat wieder 5 Tage die Woche im Büro. Zeit für eine neue Runde Bullshit Bingo. Also nehmt euch die Bingokarten und auf geht's:

1. Schläft er denn schon durch?
(Hahaha haha ha... Ach du meinst die Frage ERNST? Nein, tut er nicht.)¹

2. Meine Schwiegermutter sagt, man soll die einfach schreien lassen. Die wollen nur Aufmerksamkeit.
(Die Schwiegermütter? Ja, das kann sein. Die kann man ruhig mal schreien lassen.)

3. Wer passt denn jetzt auf das Baby auf? - Mein Mann. - Ja, kann der das denn?
(Nee, der verliert das Baby ständig, lässt es fallen und vergisst, es zu füttern.)

4. Er isst auch schon gedünstetes Gemüse, Obst und ab und zu Nudeln oder Brot. - Ja, wie geht das denn ohne Zähne?!
(Gar nicht, ich veräppel dich nur. Bis zum vollständigen Gebiss wird flüssig ernährt.)

5. Du trinkst Kaffee?! Ich dachte du stillst noch...
(Ja und ja, das eine schließt das andere nicht aus. Himmelhergottsakrament!)

6. Du hast dir die Haare gefärbt?! In China sagen ja die Ärzte, dass man das in der Stillzeit nicht darf...
(Neeiiin, wo denkst du hin? Das ist meine Naturhaarfarbe!)

7. Ooohhh, der Bauch ist weg. *streicht mit der Hand über meinen Bauch* So flach! Der war ja sooo groß!
(*findet sich damit ab auf Lebzeiten der Streichelzoo im Büro zu sein*)

8. *spült Milchpumpe im Waschbecken der Kaffeeküche* - Oh, was ist das denn? - Eine Milchpumpe. - Ah. Is that for baby use?
(No, that is for boobie use!)

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¹ Meist dann sowas wie "Ach, ich dachte mit einem halben Jahr machen die das..." Meine ehemalige Teamleiterin hingegen dann so "Hihi, ja, das dauert. Bei uns 2 Jahre, aber jetzt schläft sie durch..."

Donnerstag, 28. Januar 2016

Mama!

Der kleine Rabe leidet die Tage leider mit seinem Bäuchlein. Dank seines großen Appetits auf Obst und Gemüse in Verbindung mit seiner Abneigung dagegen, aus der Flasche zu trinken, flutscht es nicht so recht. Gestern war schon der dritte Tag ohne Stuhlgang. Abends als ich nach Hause kam schlief er schon. Wachte dann aber wieder auf, wollte stillen und blieb unruhig.

Wir versuchten es mal mit abhalten. Scheinbar wollte er auch gerne, aber es klappte einfach nicht. Und tat dann augenscheinlich auch weh. Also begann der Kleine, ganz herzzerreißend zu schreien und zu weinen.

Ich nahm ihn also wieder auf den Arm. Er kuschelte sich ganz fest an mich, jammerte noch ein wenig und gab dann plötzlich die beiden schönsten Silben der Welt von sich: Ma-Ma.

Laut Haselchen macht er das schon seit Tagen, wenn er weint oder jammert. Aber ich hatte es noch nicht gehört. Und auch, wenn ich weiß, dass er das Wort wohl kaum schon richtig zuordnen kann, ist mir in dem Moment fast das Herz übergelaufen vor lauter unbändiger Liebe und Glück.

Schön wäre auch noch eine volle Windel gewesen, aber die lässt leider noch immer auf sich warten und wir gehen dann wohl zum ersten Mal zum Kinderarzt...

Der kleine Rabe als gute Laune Garant

Ja, seit der kleine Rabe mich nachts auf Trab hält, ausgiebig duschen ein Luxus geworden ist und warmes Essen eine Seltenheit bin ich manchmal ein wenig dünnhäutig und genervt. Das Leben mit einem Baby ist nicht so einfach, wie ich mir das erhofft hatte. Und trotzdem hatte ich in den vergangenen Monaten die beste Zeit meines bisherigen Lebens. Ich sage das nicht nur so, sondern ich meine das absolut ernst. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt jemals so glücklich gewesen zu sein. Und das liegt nicht nur daran, dass ich es allgemein und "abstrakt" so wunderbar finde, Mama zu sein.

Ganz egal, wie anstrengend ich manchmal alles finde, ist mein kleiner Rabe doch immer ein Garant für gute Laune.

Besonders deutlich spüre ich das morgens beim Aufwachen.

Früher war mein erster Gedanke am Morgen IMMER "Och nee, ich will nicht...". Ich wollte nicht aufwachen, ich wollte nicht aufstehen, ich wollte mich nicht durch den Tag schleppen. Egal, wie viel Uhr es war, wie lange oder wie gut ich geschlafen hatte oder was anstand. Vom Fliegen oder Ähnlichem zu träumen oder zumindest den ganzen Tag lang die Welt zu ignorieren und faul herumzulümmeln erschien mir grundsätzlich IMMER die bessere Wahl. Ich musste mir dann immer erst einmal etwas suchen, für das sich das Aufstehen lohnen würde.

Heute ist zugegebenermaßen der erste Gedanken noch immer "Och nee...", allerdings gefolgt von "noch ne halbe Stunde, bitte!", weil ich einfach noch müde bin. Aber dann schlage ich doch die Augen auf und der kleine Rabe schaut mich an. Meist lächelt oder lacht er (in den Momenten frage ich mich ja, ob das wirklich MEIN Kind sein kann, was so früh am Morgen ohne Kaffee schon derart gut gelaunt ist...). Manchmal sieht er mich auch nur erwartungsvoll an (entweder mit "Spiel mit mir!" oder "Hol mich aus der nassen Windel raus!" befasst). Aber in jedem Fall macht mein Herz einen kleinen Sprung und ich muss einfach bis über beide Ohren wie ein Vollidiot zu strahlen beginnen.

Und sogar auf der Arbeit sorgt mein Kind dafür, dass es mir besser geht. Wenn ich mal wieder so ein richtiges Arschloch am Telefon habe, regt mich das natürlich immer noch auf. Aber nicht mehr so schlimm, wie zuvor, wenn ich daran denke, dass ich dann zu Hause wieder mein Baby in den Arm nehmen kann. Dann ist es mir ein bisschen mehr egal.

Sonntag, 24. Januar 2016

Von Vorstellungsgesprächen

Ich habe nächste Woche mein Vorstellungsgespräch für die intern ausgeschriebene Stelle als Teamleiter. Ich bin gut vorbereitet und alles. Nichtsdestotrotz bin ich nervös...

Beim letzten Mal, als ich mich für die gleiche Stelle beworben habe, wurde mir im Feedbackgespräch erklärt, dass ich sowohl im Test, als auch im Gespräch, einen guten Eindruck gemacht hätte. Man könne die richtigen Skills bei mir sehen usw. Nichtsdestotrotz bekam ich die Stelle nicht. Weil: Ich spreche kein Mandarin und das Team bestünde hauptsächlich aus Chinesen. Und wieder nichtsdestotrotz habe ich mich bei der jetzigen Ausschreibung wieder beworben. Weil das Büro inzwischen unter einer anderen Leitung steht. Und weil wir inzwischen auch schon ein "Ausländer" - Team haben und mein aktueller Teamleiter selbst Spanier ist und kein Chinesisch spricht. Inzwischen geht es also.

Auch schön ist, dass ich mich hier nicht verstellen und verkleiden muss. Es gibt in China so gut wie keine Gothics und da das niemand kennt, hat auch niemand die typischen Klischees im Kopf. Damals, nach meinem ersten Vorstellungsgespräch, nach dem ich für meine jetzige Stelle eingestellt worden war, erzählte mir der Teamleiter, der das Interview geführt hatte, mein außergewöhnliches Aussehen hätte ihn beeindruckt. Ich bin mit violetten Haaren zum Interview gekommen und der Eindruck, der hängen blieb - sagte er mir später - war "Such a bright young woman with such a bright hair color".

Das letzte mal in Deutschland, als ich viele Vorstellungsgespräche hatte, habe ich mich äußerlich viel mehr angepasst. Nichtsdestotrotz hat mich keiner genommen. Damals ging es um Stellen für ein duales Studium.

Bei der einen Firma kreuzte ich im mintgrünen Hosenanzug auf. Während des Gesprächs schaute man dann kritisch auf meine schwarz-roten Haare (ganz ohne Sidecut oder dergleichen) und fragte, ob ich denn damit klarkommen werden würde, dass das Unternehmen sehr traditionell eingestellt sei. Joar, scheinbar so traditionell, dass gefärbte Haare ein rotes Tuch sind. Vielleicht hätte ich mal erklären sollen, dass so ein durchschnittlicher Wald- und Wiesen Goth eigentlich im Kern meist ein richtiger Spießer ist und die ewige "Früher war alles besser" - Leier der meisten "traditionellen" Mitmenschen schon ab Anfang 20 bestens beherrscht. Schließlich war ja in der Szene in den 80ern alles besser und heute ist die Szene kaputt und viel zu kommerziell und dann auch noch diese bunten Cyber und die ganze Fetisch-Leute und überhaupt. Hätte ich mal erklären sollen. Und sei es nur, um die verdutzten Gesichter zu sehen. Hab ich aber natürlich nicht...

Und dann war da auch noch das Vorstellungsgespräch, bei dem mir offenbar die Tatsache, dass ich einen Uterus habe, im Weg stand. Mind you, ich war gerade 18 Jahre alt geworden und steckte mitten im Abi. Nichtsdestotrotz war dann eine der Fragen, ob ich nicht später eine Familie gründen wollen würde. Und wie ich das dann mit der Karriere machen wollen würde. Die Frage ist ja unzulässig. Nichtsdestotrotz wurde sie gestellt. Denn Gott bewahren, dass man jemanden einstellt, der vielleicht in 10-15 Jahren mal länger ausfallen könnte, ne?!

Und nun bin ich Mama und gehe am Donnerstag wieder ganz in schwarz, mit lilanen Haaren und Sidecut und voraussichtlich frisch tätowiert zu einem Vorstellungsgespräch und bin mir sicher, dass nichts davon ein Problem darstellen wird. Und bin froh darum, bei den anderen Gesprächen keine Stelle bekommen zu haben. Denn ehrlich: Wie glücklich will ich denn mit einem Job werden, für den ich mich verkleiden, verbiegen und verstecken muss oder bei dem allein das Potenzial, eine Familie gründen zu können, unerwünscht ist? Eben. Nichtsdestotrotz bin ich aufgeregt. Also bitte feste Daumen drücken! :)

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[*txt] ist ein Projekt von Dominik Leitner. Jeden Monat gibt es ein neues Wort, zu dem jeder, der mitmachen möchte, einen Text verfasst. Die anderen Texte und alles bisherigen Wörter findet ihr auf seinem Blog.

Freitag, 22. Januar 2016

Ayi, Kiga und preschool - von der Kinderbetreuung

In der Villa Schaukelpferd tagt der Elternrat und gibt mir den Anstoß, über Kinderbetreuung nachzudenken. Ich entschuldige mich gleich vorneweg mal dafür, dass das ein langer Text werden wird. Aber da die Situation hier in China einfach eine andere ist, als in Deutschland, muss ich ein wenig ausholen.

Die Norm in China - ab der Geburt

Der erste Monat nach der Geburt ist für das Wochenbett reserviert und die frischgebackene Mama sollte die Wohnung gar nicht verlassen. Auf die sinnigen und unsinnigen Regeln für diese Zeit gehe ich irgendwann nochmal en Detail ein. Aber für den ersten Monat sollte die Mama hier nur Mama sein. Sogar den Haushalt und alles sonstige übernimmt jemand anderes. Traditionell die Familie (meist zieht eine der Omas bei der frischgebackenen Familie mit ein), aber es gibt auch spezielle "Hotels" oder man stellt eine Ayi ein.

Bei uns ab der Geburt

Ich habe die ersten Wochen mit dem kleinen Raben auch hauptsächlich im Bett und auf dem Sofa verbracht. Er wollte fast ständig stillen und zum Spazierengehen war es zu heiß und schwül. Da ich das große Glück habe, dass mein Mann von zu Hause aus arbeitet, ging das ohne Probleme. Außerdem hatten wir auch schon vorher eine Ayi, die einmal pro Woche zum Putzen kommt.

Die Norm in China - nach dem 1. Monat

Auch, wenn Frau wieder auf den Beinen ist, bleibt die Ayi oder die Oma im Haus und hilft mit. Manche Chinesen schwören gar darauf, dass eine Ayi für die Nacht, die dann das Füttern und Wickeln übernimmt, absolut unverzichtbar sei, damit man genug Schlaf bekommt.

Bei uns nach dem 1. Monat

Bei uns änderte sich nach dem 1. Monat erstmal nichts. Die Vorstellung, jemanden einzustellen, der mir das Baby nachts gegen Bezahlung komplett "abnimmt" fände ich aber auch schrecklich. Also sorry, wem sein Baby schon nach einem Monat nachts zu viel ist, der hätte kein Baby bekommen sollen. Hilfe im Haushalt, ok, das verstehe ich. Mal eine Entlastung, kein Thema. Aber sowas... Nee, da ist bei mir auch mit "jedem das seine" Ende. Geht gar nicht!

Die Norm in China - nach dem 4. Monat

Hier hat Frau 98 Tage Mutterschaftsurlaub. Bis zu 2 Wochen kann man vor dem ET nehmen, den Rest danach. Mehr ist nicht. Also gesetzlich nicht und ich habe bis jetzt nur von Firmen gehört, die sich selbst darum drücken wollten und noch nie von welchen, die mehr bieten würden. Also muss die neue Mama nach 4 Monaten wieder arbeiten gehen. Oder unbezahlten Urlaub nehmen, falls der genehmigt wird. Oder komplett kündigen. Letzteres muss man sich aber natürlich auch erst einmal leisten können. Kindergeld, Betreuungsgeld oder sonstwas gibt es hier nicht. Also bleibt das Baby dann meist bei der Oma (die ja eh mit eingezogen ist und sowieso darüber entscheidet, wie das Kind erzogen wird). Alternativ kommt jetzt auch bei Expat-Familien die Ayi ins Spiel.

Bei uns nach dem 6. Monat

Dank eines netten Arbeitgebers konnte ich nach dem Mutterschaftsurlaub noch 2 Monate unbezahlten Urlaub anhängen und war für meinen kleinen Raben 6 Monate voll da. Und konnte unseren kleinen Flaschenverweigerer auch 6 Monate fast voll stillen (fast, weil er einfach schon vorher auf sein erstes Fingerfood bestand). Wie bereits erwähnt sind wir in der glücklichen Situation, dass das Haselchen nicht das Haus verlassen muss, um seine Firma zu führen. Und so ist er nun tagsüber zu allererst Papa und dann Hausmann und dann erst selbstständig.

Aber etwas anderes wäre für uns auch nie in Frage gekommen.

Unsere Familien leben ein paar Flugstunden entfernt und können uns müssen doch jetzt nicht alle Zelte abbrechen, ihre Arbeit kündigen und zu uns ziehen. Ginge auch alleine aus Visa-Fragen nicht.

Und bei aller Liebe: Einer Ayi würde ich mein Baby nicht anvertrauen. Nicht 9-10 Stunden pro Tag. Das ist ein wildfremder Mensch mit einem vollkommen anderen kulturellen Hintergrund, anderen Ansichten zum richtigen Umgang mit Babies und zumindest einer gewissen Spachbarriere. Und die Ideen, die ein Gros der Chinesen zum Umgang mit Babies hat... Nein, das geht einfach gar nicht. Das fängt bei Basics wie Hygiene an (nicht, dass ich da super penibel wäre, aber für mich muss sowas wie Hände waschen nach der Toilette schon sein - für viele Chinesen nicht), geht über ergonomisch sinnvolles Verhalten (z.B. kleine Babies, die noch lange nicht sitzen können, nach vorne schauend sitzend im Buggy rumschieben) und Ernährung bis zu schreien lassen. Klar kann man versuchen, das alles zu besprechen und Interviews führen und so weiter. Aber trotzdem könnte ich es nicht, mein Baby den ganzen Tag einer Fremden anzuvertrauen. Dann hätte ich lieber gekündigt und wäre wieder nach Deutschland gegangen. Ja, zur Not dann auch ohne Job. Einen neuen Job finden kann man. Eine einmal verletzte Kinderseele aber wird niemals wieder so, wie sie einmal war.

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Warum für uns in China kein Kindergarten in Frage kommt

So weit sind wir heute. Natürlich haben wir aber auch schon ein wenig in die Zukunft geplant und uns schlau gemacht, was es hier so an Möglichkeiten gibt.

Die Kurzform ist: Der kleine Rabe wird so lange von seinem Papa zu Hause betreut, bis wir wieder in Europa leben.

Ja, es gibt hier gute Kindergärten und - Krippen. Aber die sind so sauteuer, dass wir uns das nicht leisten können. Wir gehen finanziell nicht auf dem Zahnfleisch, aber mal eben 1000-2000 Euro können wir uns nicht für einen Kindergarten aus dem Ärmel schütteln. Nicht jeden Monat. So teuer ist der Spaß, weil das alles internationale, private Einrichtungen sind. Wir kennen sogar eine Deutsche, die hier in einer deutschen Kita arbeitet. Das ist eine nonprofit Elterninitiative. Kostet rund 1500 Euro im Monat. Jup. Nope, das Kleingeld haben wir leider nicht mal eben über.

Dazu kommt außerdem auch noch: Viele Kindergärten hier, auch die internationalen, sind eher preschools. Beim Schuleintritt in die internationalen Schulen müssen die Kids schon Tests absolvieren. Das heißt sie müssen bereits lesen und schreiben und rechnen können, um in der Grundschule aufgenommen zu werden. Und weil solche Kenntnisse nicht vom Himmel fallen, fallen für uns auch preschools, in denen Kleinkinder schon keine Kinder mehr sein dürfen, sondern einem rigorosen Lehrplan folgen, aus dem Raster.

Dann gibt es natürlich auch noch günstigere Kindergärten. So die zweisprachigen Zweige der chinesischen Kindergärten. Aber genau da ist das Problem. Es sind Chinesische Einrichtungen. Und hier hat man mehr den Gedanken an preschool, an Zucht und Ordnung, die die Kinder lernen müssen und an Lernstoff, denn den Gedanken an Förderung, Spiel, Spaß und Bewegung. Das gesamte Chinesische Bildungssystem ist darauf ausgerichtet, aus Kindern funktionierende Bürger zu machen, die wie blinde Roboter funktionieren, ohne jemals zu hinterfragen und die möglichst viel Faktenwissen abrufen können (am besten auswendig gelernt ohne die Zusammenhänge tatsächlich zu überblicken). Und damit fängt man natürlich am besten gleich mit den Kleinsten an.

Nun will ich mein Kind aber nicht zu blindem Gehorsam erziehen und ich glaube auch nicht, dass ein Kleinkind Disziplin lernen muss. Oder mit Zwang Lesen und Schreiben. So sollte KEIN Kind, egal welchen Alters, lernen müssen for that matter...

Zudem gab es in Chinesischen Kindergärten eine ganze Reihe von Skandalen, die mir jedes Vertrauen in dieses System genommen haben. Da gab es zum Beispiel die Kindergärtnerin, die Videos von sich in sozialen Netzwerken postete. Unter anderem, wie sie einen Jungen, der nicht das getan hatte, was sie ihm gesagt hatte, an den Ohren hoch hob. Während der Kleine vor Schmerzen brüllte, lachte sie und fand das total witzig. Der Frau wurde nicht wegen der Misshandlungen an sich gekündigt, sondern nur, weil sie die Videos online geposted hatte und die Eltern dem Kindergarten Druck machten. Oder es gab die Vorfälle in einem anderen Kindergarten, bei dem kleine Jungs als Bestrafung für Fehlverhalten mit Nadeln in den Penis gestochen wurde. Und dann war da natürlich auch noch das Kind, das ins Koma fiel und wohl dauerhafte Hirnschäden erlitten hat. Mit irgendwas um die 2 Jahren saß dieses Kind im Unterricht nicht still, zappelte herum und redete dazwischen. Als Bestrafung hob die Kindergärtnerin es an den Füßen hoch und ließ es auf den Kopf fallen. Mehr als Fassungslosigkeit bleibt nicht, wenn man von solchen Begebenheiten hört...

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Ein kleiner Blick in die Zukunft

Nun wollen wir ja in nicht all zu ferner Zukunft wieder nach Deutschland ziehen. Und einer der Gründe ist in der Tat die Kindergarten-Frage. Nicht, dass das Haselchen nicht gerne Zeit mit seinem Kind verbringen würde. Aber wir sind der Meinung, ab etwa 3 Jahren ist ein Kindergarten einfach sinnvoll. Für die Struktur und die sozialen Kontakte genauso, wie für das Spielen (bei dem ein Kiga einfach mehr Angebot haben kann, als zu Hause) und den Umgang mit einer neuen Situation. Für das langsame Lösen von den Eltern und das Schaffen neuer Bindungen. Soweit unsere Theorie.

Mein Traum ist es ja, in Deutschland wenigstens beim letzten Kind dann selbst mindestens 3 Jahre pausieren zu können. Und dann vielleicht erst mal halbtags zu arbeiten, sodass wir als Familie ab dem Mittagessen zusammen sein können.

Nicht, dass ich meinem Mann die Kinderbetreuung bei mehr Kids nicht zutrauen würde. Er ist eine ganz tolle zweite Mama und wäre das sicherlich auch mit einem ganzen Stall voller Kinder. Auch nicht, weil ich in Deutschland einer Kita nicht trauen würde. Sondern zum einen, weil mein Haselchen ja schon auch mal Zeit zum Arbeiten braucht (auch, wenn er sie sich frei einteilen kann) und ganz schlicht und ergreifend, weil ich mehr Zeit mit meinem Kind (bzw für die Zukunft mit meinen Kindern) verbringen möchte.

Jetzt ist der kleine Rabe 6 1/2 Monate alt und ich arbeite vollzeit. Ich sehe ihn je nach Schicht nur noch morgens zum Fertigmachen oder abends beim ins Bett gehen. Und er fehlt mir. Jeden Tag. Tierisch! Ich muss mich praktisch täglich zusammen reißen, um nicht zwischendrin doch zu heulen, weil ich ihn so schmerzlich vermisse.

Natürlich könnte sich das ändern und in zwei Jahren, wenn er seine eigene Autonomie entdeckt, bin ich vielleicht froh, mich gut begründet 'aus dem Staub machen' zu können. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

Vielleicht finden wir auch in Deutschland keinen Kindergarten, in dem der kleine Rabe sich wohl fühlt. Oder vielleicht doch.

Wir planen zwar ein wenig und machen uns so unsere Gedanken, aber letztendlich kann man mit Kindern das Leben nicht durchplanen...

Mittwoch, 20. Januar 2016

Ein Stöckchen!

Nachdem ich ja schonmal beim Liebster Award mitmachen durfte, habe ich inzwischen gelernt, dass es dafür keinen Kuchen gibt. Stattdessen bewirft man sich gegenseitig mit Stöcken. Kuchen fände ich ja besser, aber was will man machen. Und obwohl ich normalerweise mit Augen zukneifen und wegducken reagiere, wenn etwas auf mich zu fliegt (gut für Völkerball, schlecht für alle anderen Ballspiele) und nur fallen lassen statt fangen kann, hat McMaren von "Irgendwas ist immer" mit so einem virtuellen Stöckchen nach mir geworfen und ich habe es tatsächlich gefangen, ohne es ins Auge zu bekommen. ;)
 

Kochen: Rezeptsklave oder Improvisationstalent?
 
Definitiv Improvisation. Beim Backen halte ich mich grob an Rezepte, einfach weil ich das sonst nicht so gut hinbekomme. Also mit dem Teig aufgehen, richtige Konsistenz usw. Aber wenn ich mal koche - was selten genug vorkommt, da bei uns der Mann am Herd steht - dann sehe ich Rezepte wenn überhaupt denn als allgemeine Tipps. So a la "Guck mal, das passt auch zusammen! Hätste gar nicht dran gedacht, ne?". Das Haselchen ist da genau so, bzw. noch kreativer (es hat schon seine Gründe, dass er kocht...). Einzige Ausnahme ist, wenn wir irgend etwas ganz "typisches" machen wollen, aber es noch nie selbst gekocht haben. Mir fällt da zum Beispiel mein erster Sauerbraten ein. Oder des Haselchens erstes Kung Pao Chicken.
 
 
Fernsehen oder streamen?
 
Torrent. XD
 
 
Was beschäftigt Dich zur Zeit am meisten? Positiv und negativ!
 
Positiv: Meine positiven Gedanken kreisen in letzter Zeit immer wieder darum, wie glücklich ich mit meiner Familie bin. Wie sehr ich meinen kleinen Raben liebe, wie froh ich um meine Ehe bin und wie sehr mich das alles erfüllt. Dass ich nichts vermisse und dass ich immer wieder den gleichen Weg einschlagen würde.
 
Negativ: Leider viel mehr. Ist bei mir immer so. Hauptächlich die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. Eigentlich wollen wir ja in rund 3 Jahren zurückkehren. Aber jedes mal, wenn ich die Nachrichten lese, zweifle ich an diesem Plan. Was ein wenig doof ist, da wir uns wohl eine internationale Schule für den kleinen Raben hier nicht werden leisten können (so schnell hat man rund 2000 Euro im Monat nicht über...) und ich meinem Kind das chinesische Schulsystem nicht antun werde.
 
Außerdem macht es mir Sorgen, dass der kleine Rabe tagsüber bei Weitem nicht genug Milch trinkt. Er mag keine Flaschen und trinkt daher mit Mühe und Not so um die 200 ml (ich pumpe in der gleichen Zeit mehr als das Doppelte ab), während ich auf der Arbeit bin. Sobald ich nach Hause komme ist er dann immer ganz hungrig und will gar nicht mehr von der Brust weg.
 
 
Was wünschst Du Dir von 2016?
 
Dass meine üblen Vorahnungen sich nicht bewahrheiten. Ich habe aber leider das Gefühl, dass dieses Jahr zu viele schlimme Dinge passieren werden...
 
Wünschen würde ich mir, dass meine Familie gesund bleibt und ich bei der internen Bewerbung zum Teamleiter erfolgreich bin.
 
 
Hast Du schon mal irgendwelche Dorgen konsumiert? Würdest Du es wieder tun?
 
Alkohol natürlich, wie wohl so gut wie jeder.
 
Geraucht habe ich seit ich von der Schwangerschaft wusste nicht mehr und würde auch nie wieder an einer Zigarette ziehen wollen.
 
Ich bin sehr für die Legalisierung von Marihuana, weil es einfach Sinn macht.

Ansonsten lasse ich da die Füße draußen und die Finger weg und glaube nicht, dass mir dadurch irgend etwas entgeht.
 
 
Piercing, Tattoo oder anderen permanenten Körperschmuck?
 
3 Ohrlöcher in jedem Ohrläppchen, was mir an Piercings auch reicht.
 
Zwei Feen mit "Carpe diem" auf dem Bauch, zwei Fledermäuse mit "Carpe noctem" auf dem Rücken, ein Ankh umrahmt von Hörnern (der Hathor) die in Flügel übergehen auf den Schultern und unser Hochzeitstattoo: eine Triskele (das Symbol wie aus Charmed ;-D) mit den Worten "Lubov Vernest Uvashenye" auf Russisch (bedeutet "Liebe Treue Respekt") am linken Handgelenk. Das Haselchen hat das gleiche, nur rechts und auf Deutsch. Und dann ist da noch ganz viel geplant. Voraussichtlich nächste Woche fangen wir mit meinem Sleeve an. Und auf dem Sidecut hätte ich auch gerne was. Aber da motzt das Haselchen noch, dass das eine doofe Idee sei...
 
 
Was macht die Vorstellung mit Dir, Deinen jetztigen Job bis zur Rente zu machen?
 
"Neeeiiiiin!" schreiend im Kreis rennen zu wollen. Kundenservice als Feld ist sogar ok, aber genau in der Position, in der ich bin?! Im Leben nicht bis zur Rente! Nein, nein, nein!
 
 
Frühstückst Du süß oder herzhaft oder und?
 
Und. Früher nur süß, heute eher herzhaft oder beides.
 
 
Welche Jahreszeit hast Du am liebsten?
 
In Deutschland: Sommer.
In Shanghai: Frühling.
 
 
Welche wichtige Person der Geschichte würdest Du gerne mal treffen? Und warum?
 
DaVinci um ihn zu fragen, warum die Mona Lisa keine Augenbrauen hat. ;)  Nee, Spaß beiseite. Jesus würde ich gerne treffen, um herauszufinden, wie viel stille Post sein Fanclub nun wirklich gespielt hat und wie er das alles sieht.
 
 
Magst du Blogstöckchen?

Nee, ganz furchtbar schrecklich. Gehört verboten sowas. Würde ich niiiee mitmachen.
 
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So, und wie sich das für ein Stöckchen gehört, muss ich es jetzt weiter werfen.

Meine 11 Fragen:

1. Was ist deine Geheimwaffe bei Erkältungen?
2. Reis oder Nudeln?
3. Wie trinkst du deinen Kaffee?
4. Popcorn: Süß oder salzig?
5. Wann warst du das letzte Mal in der Kirche?
6. Was ist dein Lieblingsobst?
7. Wenn du tun und lassen könntest, was du wolltest - wie sähe dein Schlafrythmus aus?
8. Welche Superkraft hättest du gerne und warum?
9. Welche Staffel von American Horror Story findest du am besten? Alternativ, falls du AHS noch nicht geschaut hast: Warum hast du AHS noch nicht gesehen?! ;)
10. Wo würdest du am liebsten leben und warum?
11. Wo würdest du gerne mal Urlaub machen und warum?
 
Ich bewerfe (Achtung, ich werfe noch schlechter als ich fange, aber vielleicht fängt ja doch jemand das Stöckchen):

Frau Rabe vom Rabensalat (auf dass sie Mikado spielen kann) und Frau Federschwarz. Mehr potentielle Fänger fallen mir derzeit nicht ein.

Samstag, 16. Januar 2016

Besuch meiner Familie

Jetzt ist meine Familie schon wieder vor fast zwei Wochen abgereist. Zwei Wochen waren die drei hier. Von Heiligabend bis zum 5.Januar. Meinem ersten Arbeitstag nach der Babypause. Einen ganz ausführlichen 'Bericht' schreib ich jetzt nicht mehr, aber ein wenig festhalten will ich den Besuch doch.

Wir haben letztendlich im 3 Generationen Bett geschlafen. Das Haselchen auf der Luftmatratze im Büro, mein Papa und mein Bruder im zweiten Schlafzimmer und meine Mama, der kleine Rabe und ich im Masterbedroom. So hatten alle die besten Chancen auf genügend Schlaf.

Der kleine Rabe war zwischenzeitlich nachts ein wenig verwirrt und hat das eine oder andere mal bei seiner Oma nach Milch gesucht. Wir fanden es total süß, er total frustrierend.

Die Luft war die meiste Zeit ziemlich scheiße, sodass wir nicht oft draußen waren.

Wir wurden alle fünf krank und hielten einander immer wieder mit Hustenanfällen abwechselnd wach.

Wir gingen alle zusammen zum SWFC, dem Flaschenöffner-Wolkenkratzer. Da hat es unten die genialsten Stillräume, die ich je gesehen habe. Wir gingen zu Fuß hin, daher musste der kleine Rabe dann erstmal trinken. Dann war die Aussichtsplattform bis 15:00 an dem Tag gesperrt und wir gingen erstmal in den Luijiazui Park. In der Warteschlange vor der Eingang zum Turm wurde der kleine Rabe motzig und ich musste "eine Insel mit zwei Bergen" in Dauerschleife singen, bis wir drin waren und es uns allen aus den Ohren kam.

Im 97. Stock auf 410 m Höhe hatte der kleine Rabe dann Hunger. Und keine Geduld mehr. Also setze ich mich auf den Boden an einem der Fenster und stillte ihn mit der besten Aussicht.

Am Ende hatte ich an dem Tag den kleinen Raben insgesamt etwa 6 Stunden lang in der Manduca. Erstaunlicherweise blieben sowohl die Rückenschmerzen als auch seine Motztiraden, die ich beide erwartet hatte, aus. Stattdessen wurde ich abends sowas wie seekrank, wenn ich still stehen blieb und bekam ordentlich Muskelkater in den Beinen.

Meine drei Hübschen waren ansonsten noch alleine im Ocean Aquarium und gemeinsam waren wir spazieren und im Teppanyaki (da allerdings ohne kleinen Raben). Mein Papa hat dort gelernt, mit Stäbchen zu essen. Und meine Mama, die eher in die Kategorie "verschnäkelt" fällt, hat ALLES zumindest mal probiert.

Mein Papa hat den kleinen Raben so zum Lachen gebracht wie sonst nix (oder kaum was).

Wir haben neue alte Fingerspiele entdeckt und der kleine Rabe steht total drauf.

Wir hatten an Silvester viel zu viel zu essen - ganz nach russischer Tradition. Russischer Salat, koreanischer Salat, marinierte Zunge, gebratener Reis, Schweinebraten, Lachs, Käse und Brot. Getrunken hat keiner so richtig viel. Um Mitternacht haben wir eine Flasche Krim-Sekt geöffnet, vergebens auf Feuerwerk gewartet (wir hatten keines, weil man auf Taobao plötzlich keines mehr kaufen kann) und "Happy new year" sowie "Xinnian kuaile" aus dem Fenster gebrüllt. Dazu haben wir in Ermangelung von Blei einfach Wachs gegossen und mein Eichhörnchen mit der Deutung "der Teufel ist ein Eichhörnchen" machte mir nicht gerade Mut. Außerdem hat der kleine Rabe genau an Silvester beschlossen, von nun an plötzlich länger zu schlafen (fast 5 Stunden!). Das war nett und scheint sich zumindest als Trend durchzusetzen. Yeah!

Meine Familie, respektive meine Mama, hat mehrmals unsere ganze Wohnung geputzt. Zum einen, weil es zwischendrin schon wüst aussah (5 statt 2 Erwachsene machen halt auch mehr Schmutz). Und zum anderen, weil uns unsere Ayi an Silvester mal wieder in letzter Minute versetzt hat (worauf hin wir sie gefeuert haben, weil das jetzt so oft passiert ist, dass wir echt keine Lust mehr hatten, schließlich richtet man sich ja auch danach ein). So ein wenig peinlich war mir das ja schon. Zu meiner Verteidigung möchte ich aber zu Protokoll geben, dass meine Mama mich diesbezüglich halt auch ein wenig verwöhnt hat. Also Memo an mich: Der kleine Rabe muss später mehr bei der Hausarbeit helfen, als ich als Kind, damit er es - im Gegensatz zu mir - gewohnt ist. XD Aber mit 3-4 Leuten putzen (während einer nach dem Baby schaut und einer kocht) geht auch viel schneller und angenehmer, als das mit 2 Leuten zu machen.

Und an einem Morgen kam ich in aller Herrgottsfrühe müde aus dem Schlafzimmer, wo ich gerade den kleinen Raben gestillt hatte, und fand meinen Papa auf dem Sessel. Er hatte so blöden Husten, dass er meinen Bruder wach gehalten hatte und bekam im Liegen kaum Luft, weshalb er dann auf den Sessel umgezogen war. Also verarztete ich noch meinen Papa, suchte ihm Medikamente raus und holte ihm ein Spray. Dabei schoss mir durch den Kopf, dass wir uns jetzt in diesem Lebensabschnitt befinden, in dem man wohl die meiste Verantwortung trägt. Jetzt sind wir so richtig erwachsen. Das ist so richtig seltsam...

Dienstag, 12. Januar 2016

12 von 12 Januar 2016

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf Draußen nur Kännchen.

Frühstück: Brot und Kaffee für Mama, Hafer-Apfel Sticks und angebotenes aber verschmähtes Wasser für den kleinen Raben 

Das Haselchen rasiert mir den Sidecut nach (ausnahmsweise mal ohne Nassrasur) und ich wasche mir die Haare 

Mit nassen Haaren unter der Katzenohrenmütze gehen der kleine Rabe und ich endlich mal wieder im Compound spazieren - das erste mal in diesem Jahr! 

Selbstgemachte Sülze mit Brot für Mama und gedünstete Gurke für den kleinen Raben zum Lunch 

Morgen muss ich wieder zur Arbeit und pumpen, also muss die ganze Batterie an Flaschen und die Pumpe gewaschen und sterilisiert werden 

Derweil sitzt das Haselchen im Wohnzimmer und wird tätowiert. Nen Tattoo artist, der Hausbesuche macht, muss man sonst ja auch erstmal finden... 

Leicht chaotisches Abendessen 

Der kleine Rabe übt fleißig das Drehen, statt sich bettfertig machen zu lassen 

Der Sleeve ist gewachsen 

Der Dämon ist richtig gut gelungen 

Und dabei betont der Artist die ganze Zeit, dass er noch lange nicht fertig ist und alles nach dem Abheilen nochmal überarbeiten und verbessern wird, mit mehr Details und Schatten usw. 

Wir schauen noch einen Film zu Ende und die Katze erschreckt mich zu Tode. Scheinbar riechen meine Haare gut. 

Samstag, 9. Januar 2016

Papa!

Heute wäre ich beinahe im Büro in Tränen ausgebrochen. Ich habe einen ganz besonderen Moment mit dem kleinen Raben verpasst. Das Haselchen stand in der Küche und spülte. Der kleine Rabe beobachtete ihn vom Hochstuhl aus. Und sagte auf einmal "Papa". Und nochmal "Papa" und nochmal "Papa". Und freute sich dann wie bolle, als das Haselchen die Teller Teller sein ließ und ihm umgehend seine gesamte Aufmerksamkeit widmete. Und ich saß auf der Arbeit und hab's verpasst.

Aber wenigstens war ich dabei, als er unbewusst seine ersten Worte vor sich hin brabbelte. Das fing schon vor Wochen an. So mit "agu agu gu k k aaaa Cookie" und "agu gu de guo ['Deutschland' auf Chinesisch]". Dann etwas später "agu ge gu ok Google" und dann nochmal "ch chh gu okrcg ich will".

Aber ja, jetzt nicht mehr lange, bis er uns die Ohren voll quatsch.

Da scheint er doch ganz nach seiner Mama zu kommen. Mich brachte meine Mama damals ganz nervös zum Entwicklungstest, weil ich absolut nicht krabbeln wollte, sondern nur herum saß und redete wie ein Wasserfall... ;)

Und wenn doch nicht, dann ist es ja auch kein Beinbruch.

Aber ja, mein kleines Baby wird groß und größer...

Freitag, 8. Januar 2016

Weihnachten 2015

So, jetzt ist schon lange Januar... Aber nachdem ich diesen Text zu unserem Weihnachten schon fast fertig hatte, will ich ihn jetzt nicht in der Versenkung verschwinden lassen, nur, weil ich mit Besuch und Wiedereinstieg ins Berufsleben zwischendrin keine Zeit gefunden habe...
 
Aber ich fange mal einfach am Anfang an.
 
An Heiligabend sind meine Eltern und mein kleiner Bruder (wobei klein ist gut - der ist 3 Jahre jünger und 11cm größer als ich... Aber er wohnt noch zu Hause und macht derzeit wieder Schule, was aber so seine Gründe hat, für die er nichts kann, aber ich schweife schon wieder ab) aus Deutschland angekommen.
 
Das Haselchen holte sie vom Flughafen ab, während ich es zu Hause gerade noch rechtzeitig schaffte, mich aus dem Schlafanzug zu schälen und mir normale Klamotten über zu werfen. Wäre aber auch wurscht gewesen. Meine Familie kennt mich ja und bei uns war es nie so "etepetete auf Teufel komm raus". Und nach 12 Stunden Nachtflug sahen die drei nun ja auch nicht aus, wie frisch aus dem Ei gepellt. War ihnen aber auch egal.
 
Der kleine Rabe hatte kurz vorher noch ein Nickerchen gehalten und war gut gelaunt und fand die neuen Gesichter ganz spannend. Nur halten lassen wollte er sich von Oma und Opa erstmal nicht, was ja aber auch nicht so verwunderlich war und von den beiden auch anstandslos akzeptiert wurde.
 
Also gab es erstmal ganz viel für uns. Schuhe, die wir bestellt hatten. Meine neue Milchpumpe, Käse, Wurst und selbst gebackene Plätzchen wurde aus den Koffern geholt, bis einer leer war. Außerdem entdeckte ich meine ganzen alten Kindheitsschätze wieder - meine Mama hatte unser ganzes Haus abgesucht und all meine liebsten alten Bilderbücher eingesammelt. Und sogar mein Rasselpüppchen. Mein allererstes Spielzeug, das mir meine Oma zur Geburt geschenkt hatte und das mich meine ganze Kindheit über begleitete. Sogar das hatte sie gefunden und gewaschen und jetzt gehört es dem kleinen Raben. Nur die Seite muss ich nähen, da habe ich als Tennie nämlich den Schlüssel zu meinem Tagebuch drin versteckt. Da mussten mein Papa und ich beide ein kleines Tränchen verdrücken. Der ist nämlich genauso nah am Wasser gebaut, wie ich...
 
Irgendwann war es dann Zeit für das Nachmittag-Nickerchen und während der kleine Rabe schlief, aßen wir eine Art russischen Eintopf aus dem Kasan. Den hatte das Haselchen schon am Vortag gekocht. So Gans oder Karpfen oder so war bei uns daheim an Weihnachten nie. In meiner Kindheit hieß Heiligabend heiße Würstchen mit Kartoffelsalat oder Tintenfischringe mit Pommes... ;)
 
Nachdem der kleine Rabe wieder wach war, wurde er von Oma und Opa noch ein wenig mehr bespaßt und geknuddelt.
 
Um 18:00 gab es dann Bescherung. Für Oma warme Hausschuhe mit heizenden Sohlen, für Opa eine Tasse mit Fotos des kleinen Raben darauf und für den Onkel ein T-Shirt und ein Hemd. Letzte leider beide zu klein. -_-
 
Und für den kleinen Raben hatten sie ein Holzpferd, einen Plüsch-Raben und ein selbst gestrickten Set aus Hose und Jacke. Das Haselchen bekam eine Strickjacke und ich einen Pullover, ein Kleid, einen gehäkelten Rock und noch einen Pullover. Alles von Hand gestrickt.
 
Der größte GAU des ganzen Tages war dann eigentlich, als der kleine Rabe sich Opas neue Tasse mit ein wenig zu viel Schmackes an die Stirn dotzte und für ein paar Minuten untröstlich war.
 
Als er dann schlief, saßen wir noch bis recht spät in die Nacht bei Rotwein und Roquefort zusammen und redeten und redeten und redeten.
 
Etwas doof war dann die Nacht. Operation Beistellbett scheiterte natürlich wieder kläglich. Also war bei mir an Schlaf nicht so recht zu denken.
 
Der erste Feiertag war genauso entspannt und ereignislos. Da die Luftwerte schlecht waren, blieben wir daheim. Aber so recht langweilig kann es einem mit Baby ja gar nicht werden.
 
Nach dem Desaster in der Nacht zuvor boten meine Eltern dann an, dass das Haselchen auf der Luftmatratze im Büro schlafen könnte, die wir für meinen Bruder aufgepumpt hatten, und meine Eltern würden sich das Bett im Gästezimmer mit meinem Bruder teilen.
 
Das stellte sich auch nicht als optimal heraus. Da er die ganze Nacht an der kalten Wand gelegen hatte, tat meinem Papa am Morgen der Rücken weh. Und müde war er auch. Dass der kleine Rabe sich heute auch von Oma und Opa tragen ließ, entschädigte dann aber für alles. Als die Luft am Nachmittag besser wurde, gingen wir ein wenig spazieren und abends bestellten wir Wontons, weil alle anderen Restaurants zu beschäftigt waren, um Essen auszuliefern.
 
Und so ging auch der zweite Feiertag ereignislos und entspannt vorüber.
 
Am Abend bestand ich dann darauf, dass meine Mama mit dem kleinen Raben und mir ins Bett kommen sollte. Das Haselchen blieb im Büro und mein Papa und mein Bruder teilten sich das zweite Schlafzimmer. Und jetzt werden wir für den Rest des Besuches unser drei Generationen Bett beibehalten. Meine Mama findet das nämlich auch so schön, morgens von einem Baby angelächelt zu werden. Und sie hat das niedlichste Schnarchen, das ich je in meinem Leben gehört habe. :)
 
So. Das war also des kleinen Raben erstes Weihnachten. Unspektakulär, gemütlich und - entgegen der normalen Tradition im Hause Fleder - auch ohne Nightmare before Christmas.
 
Der Worte sind genug gewechselt. Lass uns doch endlich Bilder sehen:

Unser Bäumchen 

Selbst unser Todesengel weihnachtet sehr 

Genau wie die Lautsprecher 

Und die Gitarren 

 Das Haselchen hatte aber auch Spaß am Dekorieren 

Meine neuen Schuhe. Spitz sind sie ja (O-Ton mein Papa "Aber tret' damit niemandem in den Hintern, die bleiben sonst stecken."). Ich frage mich, ob die schon als Pikes 'durchgehen'... 

Viele viele bunte Bücher (" Eine kleine Dickmadame" fehlt auf dem Bild noch...) 

 Und auch ein paar neue Bücher 

Alles Handarbeit 

Und gekaufte Handarbeit aus dem Odenwald 

Dienstag, 5. Januar 2016

Tagebuchbloggen Januar 2016

An jedem 5. des Monats fragt Frau Brüllen "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" - hier ist meine heutige Antwort:

Kurzform: Seit genau heute wieder arbeiten gehen und mein Baby bei seinem Papa zu Hause lassen. Nicht gerne, aber muss halt...

Langform:

00:05 Der kleine Rabe nuckelt sich endlich an der Brust wieder zurück in den Schlaf und ich mache auch das Licht aus

3:39 Stillen

5:57 Stillen. Dabei schnell den Wecker ausschalten, damit der kleine Rabe weiterschlafen kann und zeitgleich meine neben mir liegende Mama wecken. Der kleine Rabe füllt geräuschvoll die Windel. Ok, etwas Zeit habe ich noch...

6:24 Ich habe den kleinen Raben nochmal abgehalten und das Haselchen geweckt. Während meine beiden Männer im Bett kuscheln, gehe ich mich in Rekordgeschwindigkeit duschen.

6:40 Ich bin fertig, aber der kleine Rabe will an die Brust. Also nochmal stillen.

7:00 Der kleine Rabe will weiter nuckeln, aber ich muss los. Also packe ich mich wieder ein und das Haselchen übernimmt das Kuscheln.

7:05 Während ich den Kaffee trinke, den meine Mama gekocht hat und das Brot esse, das sie mir geschmiert hat, klingelt mein "Los jetzt!" Wecker. Ich trinke schnell die Tasse aus und verabschiede mich von meiner Familie. Die drei haben heute Vormittag ihren Flug zurück nach Deutschland. Daher werden wir uns erst wieder im Mai sehen.

7:18 Ich hetze durch den Regen zur Metrostation.

7:48 Ich treffe im Zug auf eine Kollegin, wir quatschen, als sei ich nie weg gewesen.

7:55 Mein Teamleiter zeigt mir unser neues Büro. Also die Kaffeemaschine und meinen Spint. Unterwegs spricht er mich auf die offenen Teamleiterstelle an und meint, ich sollte mich bewerben. Das hatte ich sowieso vor. Ich habe noch 30 Minuten, logge mich aber schon mal ein.

8:10 Ich suche den maternity room, um meine Eispacks ins Gefrierfach zu legen. Unsere Ayi zeigt mir alles und streicht strahlend über meinen nicht mehr so runden Bauch. Ob sie ab jetzt immer meinen Bauch streicheln wird?

8:25 Ich beginne, mich durch 6 Monate Emails und Updates zu lesen.

10:00 Meine erste Pause für heute. Ich gehe zum Abpumpen. Erst habe ich ein Problem mit der Pumpe, aber dann klappt es doch. Eine Kollegin, die 2 Monate vor mir entbunden hat, kommt dazu und wir quatschen. Sie ist ganz erstaunt, als ich 2x 130 ml in den Kühlschrank stelle. Sie hat etwas über die Hälfte davon. Ich bin halt eine alte Milchkuh, ganz wie meine Mama... XD

10:37 Mit den Problemen mit der Pumpe und dem Spülen selbiger habe ich meine Pause um 10 Minuten überschritten. Ich hoffe, dass ich die Zeit noch optimieren kann, damit ich auch weiterhin 30 Minuten früher heim gehen kann. Mein Bruder hat mir derweil eine SMS geschickt, dass sie gut am Flughafen angekommen sind und alles ok ist.

12:00 Mittagspause. Erstmal gehe ich abpumpen.

12:43 Aaaahhh, Stress. Ich habe jetzt noch rund 15 Minuten, um mein Essen in mich rein zu schaufeln. Ich hasse sowas...

13:01 Eine Minute zu spät (ja, unser System registriert das minutengenau) wieder am Platz und der PC war abgestürzt. Tolle Wurst...

13:10 Mein erster eingehender Anruf in über einem halben Jahr. Ich bin tierisch nervös (erwähnte ich schon, dass ich eine Art Telefon-Phobie habe und das für mich Folter ist?), aber alles gut.

13:15 Telefon erstmal für 2 Stunden aus. Puh. Dann kann ich mich weiter darüber informieren, was ich alles an Neuerungen verpasst habe und jetzt können muss.

15:20 Mir raucht der Kopf. Aber endlich Pause. Also ab zum Pumpen. Call me Betsy, your local diary cow... Wo hab ich das gelesen? Ich weiß es nicht mehr. Stilldemenz... Ich könnte ja auch mal pinkeln, aber dazu muss ich mir personal time nehmen. Da reicht die Pause nicht mehr.

15:50 Personal time genommen und ab ans Telefon. Wenigstens brüllt mich keiner an und ein Herr gratuliert mir sogar (nachdem ich seine Wartezeit und meine Unwissenheit mit "Tut mir Leid, ich komme gerade frisch aus der Babypause" entschuldigt habe). Aber Spaß ist halt doch anders.

17:00 Feierabend! Dank "hot seat" sammle ich meinen Kram vom Tisch (was sich immer so ein wenig anfühlt, wie wenn jemand in einem Film gefeuert wurde) und schmeiße ihn in mein Schließfach, packe meine Milch aus dem maternity Kühlschrank ein und bin weg. Die Metro ist nicht zu voll und der Zug kommt sofort.

17:27 Seit rund einem dreiviertel Jahr bin ich die "schier endlose" Treppe in der Station nicht mehr hoch gelaufen. Heute klappt es nicht nur, ohne wie eine Dampflock zu prusten und zwischendurch Pause zu machen, sondern ich überhole auch noch zwei Menschen. Und so ganz ohne Baby im oder vorm Bauch schaffe ich es danach sogar, noch schnell über die grüne Ampel zu huschen. Krass. SO fit zu Fuß war ich seit rund einem Jahr nicht mehr.

17:50 Zu Hause! Das Haselchen beginnt zu kochen und der kleine Rabe mag die Brust am liebsten gar nicht mehr loslassen. Wir stillen und kuscheln und er frisst mich fast auf. Er scheint wieder Probleme von den wachsenden Zähnchen zu haben. Und kleine Finger scheinen gute Beißringe abzugeben. Aua!

19:02 Ich beginne so ganz langsam, den kleine Raben bettfertig zu machen.

20:08 Der kleine Rabe schläft ein

20:38 Wir beginnen gerade mit dem Essen (Hühnerbrust mit Gemüse und Walnüssen und georgischen Kräutern und dazu Bratkartoffeln), als der kleine Rabe wieder aufwacht.

20:50 Baby schläft wieder, wir essen weiter und fangen an, The Marsian zu schauen.

21:29 Der kleine Rabe weint wieder im Halbschlaf los. Ich hatte mir schon gedacht, dass er jetzt einen ganzen Tag Stillen nachholen will bzw muss und daher wohl etwas häufiger kommen würde.

21:50 Der kleine Rabe schläft wieder und ich mache mich daran, die Milchpumpe und - Flaschen zu spülen und zu sterilisieren. Außerdem bereite ich mein Frühstück vor. Schließlich habe ich Morgen keine Mama mehr im Haus, die mir meine Brote schmiert.

23:15 Wir gehen ins Bett. Also Zähne putzen, Gesicht waschen und cremen und so.

23:57 Meine Familie ist sicher und heile wieder in Deutschland gelandet. Sagt zumindest die SMS von meinem Bruder. Der glaube ich jetzt mal. Erstaunlicherweise schläft der kleine Rabe einfach weiter, obwohl ich ins Bett komme.

00:00 Licht aus und gute Nacht!

Samstag, 2. Januar 2016

6 Monate kleiner Rabe

Oh Gott, wie die Zeit vergeht! Jetzt bist du schon ein ganzes halbes Jahr alt. Und ja, du bist groß (ca. 69cm) und schwer (ca. 8200gr) geworden und du hast ganz viel gelernt.

Du suchst ganz bewusst nach der Quelle von Geräuschen und Sprache und drehst dich dazu auch schon mal in die verqueersten Positionen.

Alles, was in deiner Reichweite ist, wird zielsicher gegriffen und in den Mund gesteckt.

Du wechselst Gegenstände mühelos von einer in die andere Hand und mehrere Dinge greifst du sowieso, ohne etwas fallen zu lassen. Schließlich willst du ja ALLES in den Mund stecken.

Du übst das Drehen noch ganz fleißig und versuchst auf dem Bauch manchmal schon, irgendwie nach vorne zu kommen. Da ist dann nämlich kein doofer Arm im Weg.

Du kannst ganz viele Geräusche machen und Worte sagen. Zum Beispiel "Uwe" (oder Uwäää), "Cookie", "OK Google", "De Guo" oder "Ich will". Und irgendwann wirst du auch verstehen, was du da so von dir gibst.

Aber du verstehst auch schon ganz viel.

Du weißt genau, wann Tag und wann Nacht ist.

Du verstehst es sogar, wenn du morgens oder abends beim Umziehen mit etwas spielst und ich dich bitte, mir eine Hand zu geben. Dann lässt du das Spielzeug mit einer Hand los und hilfst meist dabei, diese in den oder aus dem Ärmel zu bekommen. Und auf meine Bitte wechselst du danach das Spielzeug in die jeweils andere Hand.

Du weißt auch genau, wo die Milch herkommt und kannst dich manchmal nachts ganz alleine bedienen.

Du kannst auf die Trommel deines Tambourine hauen und weißt, dass das Krach macht (du machst nämlich immer schon kurz vorher die Augen zu).

Aber das aller beste und schönste ist: Du lachst ganz viel. Viel mehr, als du motzt oder weinst. Manchmal war es sogar schon so, dass du weinen musstes, weil dir etwas weh tat - zum Beispiel deine wachsenden Zähne oder dein Bauch. Und während einer von uns dich herum trug, sahst du den anderen an und lächeltest zwischen zwei Schluchzen.

Du bist einfach so aufgeweckt und so bezaubernd und so voller Liebe, dass man gar nicht anders kann, als dich lieb zu haben.

Es bricht mir fast das Herz, dass ich in nur drei Tagen wieder arbeiten muss und dich nur noch morgens und abends sehen kann. Denn jede Minute mit dir, selbst die, die du mir ins Ohr brüllst oder mich ins Auge piekst, ist einfach nur pures Glück. Und dann werden wir dich auch zwingen müssen, aus einem künstlichen Plastikteil zu trinken. Denn leider kann ich dir meine Brust nicht zu Hause lassen. Könnte ich sie abschneiden und dir geben, dann würde ich das von mir aus auch jeden Morgen für dich tun. Aber leider gibt es Dinge, die wir dir als Eltern nicht abnehmen können. Egal, wie sehr wir es uns wünschen.

Aber ich bin guter Dinge, dass du diese Veränderungen meistert. Immerhin bist du dann halt bei deinem Papa und ich denke ganz viel an dich und komme jeden Tag so schnell wie möglich zu dir zurück.

Ach mein kleines Engelchen, es ist einfach so schön, dass es dich gibt. Ich könnte dich ständig nur drücken...