Donnerstag, 28. Januar 2016

Der kleine Rabe als gute Laune Garant

Ja, seit der kleine Rabe mich nachts auf Trab hält, ausgiebig duschen ein Luxus geworden ist und warmes Essen eine Seltenheit bin ich manchmal ein wenig dünnhäutig und genervt. Das Leben mit einem Baby ist nicht so einfach, wie ich mir das erhofft hatte. Und trotzdem hatte ich in den vergangenen Monaten die beste Zeit meines bisherigen Lebens. Ich sage das nicht nur so, sondern ich meine das absolut ernst. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt jemals so glücklich gewesen zu sein. Und das liegt nicht nur daran, dass ich es allgemein und "abstrakt" so wunderbar finde, Mama zu sein.

Ganz egal, wie anstrengend ich manchmal alles finde, ist mein kleiner Rabe doch immer ein Garant für gute Laune.

Besonders deutlich spüre ich das morgens beim Aufwachen.

Früher war mein erster Gedanke am Morgen IMMER "Och nee, ich will nicht...". Ich wollte nicht aufwachen, ich wollte nicht aufstehen, ich wollte mich nicht durch den Tag schleppen. Egal, wie viel Uhr es war, wie lange oder wie gut ich geschlafen hatte oder was anstand. Vom Fliegen oder Ähnlichem zu träumen oder zumindest den ganzen Tag lang die Welt zu ignorieren und faul herumzulümmeln erschien mir grundsätzlich IMMER die bessere Wahl. Ich musste mir dann immer erst einmal etwas suchen, für das sich das Aufstehen lohnen würde.

Heute ist zugegebenermaßen der erste Gedanken noch immer "Och nee...", allerdings gefolgt von "noch ne halbe Stunde, bitte!", weil ich einfach noch müde bin. Aber dann schlage ich doch die Augen auf und der kleine Rabe schaut mich an. Meist lächelt oder lacht er (in den Momenten frage ich mich ja, ob das wirklich MEIN Kind sein kann, was so früh am Morgen ohne Kaffee schon derart gut gelaunt ist...). Manchmal sieht er mich auch nur erwartungsvoll an (entweder mit "Spiel mit mir!" oder "Hol mich aus der nassen Windel raus!" befasst). Aber in jedem Fall macht mein Herz einen kleinen Sprung und ich muss einfach bis über beide Ohren wie ein Vollidiot zu strahlen beginnen.

Und sogar auf der Arbeit sorgt mein Kind dafür, dass es mir besser geht. Wenn ich mal wieder so ein richtiges Arschloch am Telefon habe, regt mich das natürlich immer noch auf. Aber nicht mehr so schlimm, wie zuvor, wenn ich daran denke, dass ich dann zu Hause wieder mein Baby in den Arm nehmen kann. Dann ist es mir ein bisschen mehr egal.

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