Freitag, 8. Januar 2016

Weihnachten 2015

So, jetzt ist schon lange Januar... Aber nachdem ich diesen Text zu unserem Weihnachten schon fast fertig hatte, will ich ihn jetzt nicht in der Versenkung verschwinden lassen, nur, weil ich mit Besuch und Wiedereinstieg ins Berufsleben zwischendrin keine Zeit gefunden habe...
 
Aber ich fange mal einfach am Anfang an.
 
An Heiligabend sind meine Eltern und mein kleiner Bruder (wobei klein ist gut - der ist 3 Jahre jünger und 11cm größer als ich... Aber er wohnt noch zu Hause und macht derzeit wieder Schule, was aber so seine Gründe hat, für die er nichts kann, aber ich schweife schon wieder ab) aus Deutschland angekommen.
 
Das Haselchen holte sie vom Flughafen ab, während ich es zu Hause gerade noch rechtzeitig schaffte, mich aus dem Schlafanzug zu schälen und mir normale Klamotten über zu werfen. Wäre aber auch wurscht gewesen. Meine Familie kennt mich ja und bei uns war es nie so "etepetete auf Teufel komm raus". Und nach 12 Stunden Nachtflug sahen die drei nun ja auch nicht aus, wie frisch aus dem Ei gepellt. War ihnen aber auch egal.
 
Der kleine Rabe hatte kurz vorher noch ein Nickerchen gehalten und war gut gelaunt und fand die neuen Gesichter ganz spannend. Nur halten lassen wollte er sich von Oma und Opa erstmal nicht, was ja aber auch nicht so verwunderlich war und von den beiden auch anstandslos akzeptiert wurde.
 
Also gab es erstmal ganz viel für uns. Schuhe, die wir bestellt hatten. Meine neue Milchpumpe, Käse, Wurst und selbst gebackene Plätzchen wurde aus den Koffern geholt, bis einer leer war. Außerdem entdeckte ich meine ganzen alten Kindheitsschätze wieder - meine Mama hatte unser ganzes Haus abgesucht und all meine liebsten alten Bilderbücher eingesammelt. Und sogar mein Rasselpüppchen. Mein allererstes Spielzeug, das mir meine Oma zur Geburt geschenkt hatte und das mich meine ganze Kindheit über begleitete. Sogar das hatte sie gefunden und gewaschen und jetzt gehört es dem kleinen Raben. Nur die Seite muss ich nähen, da habe ich als Tennie nämlich den Schlüssel zu meinem Tagebuch drin versteckt. Da mussten mein Papa und ich beide ein kleines Tränchen verdrücken. Der ist nämlich genauso nah am Wasser gebaut, wie ich...
 
Irgendwann war es dann Zeit für das Nachmittag-Nickerchen und während der kleine Rabe schlief, aßen wir eine Art russischen Eintopf aus dem Kasan. Den hatte das Haselchen schon am Vortag gekocht. So Gans oder Karpfen oder so war bei uns daheim an Weihnachten nie. In meiner Kindheit hieß Heiligabend heiße Würstchen mit Kartoffelsalat oder Tintenfischringe mit Pommes... ;)
 
Nachdem der kleine Rabe wieder wach war, wurde er von Oma und Opa noch ein wenig mehr bespaßt und geknuddelt.
 
Um 18:00 gab es dann Bescherung. Für Oma warme Hausschuhe mit heizenden Sohlen, für Opa eine Tasse mit Fotos des kleinen Raben darauf und für den Onkel ein T-Shirt und ein Hemd. Letzte leider beide zu klein. -_-
 
Und für den kleinen Raben hatten sie ein Holzpferd, einen Plüsch-Raben und ein selbst gestrickten Set aus Hose und Jacke. Das Haselchen bekam eine Strickjacke und ich einen Pullover, ein Kleid, einen gehäkelten Rock und noch einen Pullover. Alles von Hand gestrickt.
 
Der größte GAU des ganzen Tages war dann eigentlich, als der kleine Rabe sich Opas neue Tasse mit ein wenig zu viel Schmackes an die Stirn dotzte und für ein paar Minuten untröstlich war.
 
Als er dann schlief, saßen wir noch bis recht spät in die Nacht bei Rotwein und Roquefort zusammen und redeten und redeten und redeten.
 
Etwas doof war dann die Nacht. Operation Beistellbett scheiterte natürlich wieder kläglich. Also war bei mir an Schlaf nicht so recht zu denken.
 
Der erste Feiertag war genauso entspannt und ereignislos. Da die Luftwerte schlecht waren, blieben wir daheim. Aber so recht langweilig kann es einem mit Baby ja gar nicht werden.
 
Nach dem Desaster in der Nacht zuvor boten meine Eltern dann an, dass das Haselchen auf der Luftmatratze im Büro schlafen könnte, die wir für meinen Bruder aufgepumpt hatten, und meine Eltern würden sich das Bett im Gästezimmer mit meinem Bruder teilen.
 
Das stellte sich auch nicht als optimal heraus. Da er die ganze Nacht an der kalten Wand gelegen hatte, tat meinem Papa am Morgen der Rücken weh. Und müde war er auch. Dass der kleine Rabe sich heute auch von Oma und Opa tragen ließ, entschädigte dann aber für alles. Als die Luft am Nachmittag besser wurde, gingen wir ein wenig spazieren und abends bestellten wir Wontons, weil alle anderen Restaurants zu beschäftigt waren, um Essen auszuliefern.
 
Und so ging auch der zweite Feiertag ereignislos und entspannt vorüber.
 
Am Abend bestand ich dann darauf, dass meine Mama mit dem kleinen Raben und mir ins Bett kommen sollte. Das Haselchen blieb im Büro und mein Papa und mein Bruder teilten sich das zweite Schlafzimmer. Und jetzt werden wir für den Rest des Besuches unser drei Generationen Bett beibehalten. Meine Mama findet das nämlich auch so schön, morgens von einem Baby angelächelt zu werden. Und sie hat das niedlichste Schnarchen, das ich je in meinem Leben gehört habe. :)
 
So. Das war also des kleinen Raben erstes Weihnachten. Unspektakulär, gemütlich und - entgegen der normalen Tradition im Hause Fleder - auch ohne Nightmare before Christmas.
 
Der Worte sind genug gewechselt. Lass uns doch endlich Bilder sehen:

Unser Bäumchen 

Selbst unser Todesengel weihnachtet sehr 

Genau wie die Lautsprecher 

Und die Gitarren 

 Das Haselchen hatte aber auch Spaß am Dekorieren 

Meine neuen Schuhe. Spitz sind sie ja (O-Ton mein Papa "Aber tret' damit niemandem in den Hintern, die bleiben sonst stecken."). Ich frage mich, ob die schon als Pikes 'durchgehen'... 

Viele viele bunte Bücher (" Eine kleine Dickmadame" fehlt auf dem Bild noch...) 

 Und auch ein paar neue Bücher 

Alles Handarbeit 

Und gekaufte Handarbeit aus dem Odenwald 

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