Montag, 27. Juni 2016

Wie die Mutter, so der Sohn

Normalerweise heißt es ja "Wie der Vater, so der Sohn". Und in gewissem Maße stimmt das auch bei uns. Beispielsweise spricht der kleine Rabe mehr Russisch als Deutsch, sieht seinem Papa sehr, sehr ähnlich, ist groß, hat riesige Füße und bekommt Locken (leider auch "lockige" Nägel, die an den Zehen schon einen Tendenz zum Einwachsen zeigen - das Haselchen musste genau deswegen bereits mehrfach operiert werden). Er mag Brüste und hat einen Penis. Und auch sonst hat er natürlich viel von seinem Papa. 50% seiner Gene. Aber 50% sind von mir. Und das merkt man eben auch.

Wir sind beide faul

Ich habe als Baby auch vor meinem ersten Geburtstag nicht mit dem Krabbeln angefangen, was meine Mama damals dazu brachte, mit mir einen Entwicklungstest zu machen. Der kleine Rabe krabbelt auch noch immer nicht, macht überhaupt keine Anstalten dazu. Aber da ich ja aus der Erfahrung meiner eigenen Mama weiß, dass das erstmal nix zu bedeuten hat, mache ich mir da gar keine Gedanken.

Quasselstrippen

Dafür war ich als Baby mit den Sprechen nicht nur schnell, sondern auch schnell weit. Der kleine Rabe ebenfalls. (Im Übrigen auch das Haselchen)

Wir haben beide mit 6 Monaten unser erstes Wort gesagt.

 Noch nicht ganz ein Jahr alt sagt er die folgenden Wörter schon recht zielsicher (manchmal wird alles auch einfach Äta, vor allem wenn er müde oder genervt ist):

Mama(mamamamama)

Baba (nicht sicher sind wir noch, ob das Papa oder Barada, also Bart, heißen soll oder vielleicht synonym verwendet wird)

ecker (lecker - für alles Essbare und den Vorgang des Essens an sich)

atze (Katze)

Ea (Fea - Fee)

Kaka (vor allem für kleine Sachen, bei denen das Haselchen ihn mit einem "Kaka, nicht essen" davon abzuhalten versuchte, sie sich in den Mund zu stecken - seitem ist jeder lose Faden und jeder Krümel ein "Kaka", manchmal plappert er es aber auch einfach vor sich hin - wohl, weil wir dann immer zu grinsen anfangen)

Äta (das da)

Und dann versucht er immer wieder auch, nachzuplappern, was wir so sagen und damit dann auch Dinge zu bennen. Beispielsweise "Schank" für Schrank. Oder Gestern hat er gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd als wir ihm auf seine Aufforderung "Eis!" hin eine Reiswaffel gegeben haben.

Verfressen

Er isst. Viel. Und alles, was er bekommen kann. Meine Eltern erzählen mir immer wieder, wie ich mit rund 1 1/2 Jahren im Urlaub zwei Stunden lang auf meinem Stuhlk kniete, um Olive und Feta und Zaziki zu probieren und wie selbst der Koch aus der Küche kam um sich das Kind, das alles isst, anzuschauen.

Aktuelle sieht es ganz danach aus, als käme der kleine Rabe auch hier ganz nach mir. Was auch immer er zu fassen bekommt - es wird gegessen. Ganz besonders dann, wenn wir es auch essen. Er verzieht dann zwar manchmal das Gesicht, aber will trotzdem nochmal probieren. Und nochmal. Und nochmal. Bis es ihm schmeckt. Einen Faible hat er - wie wohl alle Kiner - für Süßkram. Allem voran Eiscreme, von der ich ihn immer mal wieder naschen lasse, wenn ich ein Eis esse (und mir dabei recht sicher bin, dass er dadurch weder krank, noch fettleibig, noch verwöhnt noch sonstwas wird). Er futtert Suppen und Gemüse und Frikadellen mit ordentlichem Knobigeschmack weg wie nix. Ja sogar scharfes Essen hat er schon versucht - und für gut befunden. Er saß dann zwar minutenlang mit offenem Mund herum, wollte dann aber mehr. Sehr gerne mag er aber auch Saures. Ganz beeindruckend war da uner Versuch "Wir geben dem Babz Zintrone und filmen das lustige Gesicht". Nun ja. Wir gaben dem Babz Zitrone. Und er schmatze und schmatze mit großen Augen und wollte mehr.

Dickschädel

Sowohl körüerlich, als auch im übertragenen Sinne, sind wir ganz schöne Dickschädel. Ich hatte schon immer einen großen Kopf und der kleine Rabe fällt dabei ebenfalls - sofern ch nicht komplett falsch gemessen habe - aus der Kurve. Aber da er sich sonst gut entwickelt, machen wir uns da erstmal keine Sorgen und werden es in aller Ruhe beim nächsten Baby-TÜV ansprechen. Und ja, stur sind wir.

Biorythmus

Ich bin ein Langschläfer und eine Nachteule. Und bis jetzt tut der kleine Rabe es mir gleich. Seine Schlaenszeit am Abend ist meist nicht vor 21:00 Uhr (ok, ein bisschen liegt das auch daran, dass ich ihn halt gerne selbst ins Bett bringe und er dann auch besser einschläft und ich einfach je nach meiner Schicht erst am Abend nach Hause komme). 

Dafür beschweren sich viele Eltern, dass ihr Kids morgens so früh wach sind. Damit haben wir bis jetzt kein Problem. Wenn wir beide zusammen liegen bleiben, stillt und pennt und kuschelt er manchmal sogar bis 9 Uhr, bevor es Zeit zum Aufstehen wird. Normalerweise bis 8. Und selbst unter der Woche, wenn ich mich um 6 Uhr aus dem Bett schleiche, schläft er immer mindestens bis um 7 Uhr weiter, manchmal sogar noch länger.

Und auch in Sachen Durchschlafen sind wir uns sehr ähnlich. Ich habe als Kind satte 3 Jahr gebraucht, bevor ich richtig durchgeschlafen habe. Und auch beim kleinen Rabe ist das absolute Maximum, das wir bis jetzt hatte, ca. 4 Stunden. Danach muss er stillen. Sonst hilft nix. Aber es stört mich nicht und da ich ja tagsüber nicht da bin, lasse ich ihn gerne nachts ganz viel Mama tanken. Und, wie eine ganz ausgesprochen liebe Twitterin neulich feststellte: "Man bekommt keine Kinder, um besser zu schlafen.".

Donnerstag, 23. Juni 2016

Vom Walross, das auszog um die Mama schlafen zu lassen

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, eine Noch-Nicht-Mama. Die fand es total seltsam, wenn Paare in getrennten Schlafzimmern schliefen. Das roch immer nach Streit oder Entfremdung, auf jeden Fall aber Vorbote einer Trennung. Die Noch-Nicht-Mama teilte sich ihr Ehebett mit dem Haselchen. Dann begann das Haselchen erst ab und an, dann immer öfter und immer lauter, zu schnarchen. Bis er sich nachts wie durch zauberhand in ein verschnupftes Walross verwandelte. Die Noch-Nicht-Mama lag ihrem liebsten Walross täglich damit in den Ohren, ein Gegenmittel zu diesem bösen Zauber zu finden. Aber da das Haselchen seine eigene Verwandlung gar nicht mitbekam und so ein Walross nun einmal faul ist, und dieses auch noch sehr stur war, tat sich nicht viel. Und so begann die Noch-Nicht-Mama damit, mit Ohrstöpseln zu schlafen. Das half auch gegen den Krach von nachts um vier wie bekloppt durch die Gegend rennenden Katzen. Ab und an wurde das Walross dann noch geschüttelt, gepiekst oder getreten, wenn es gar zu laut wurde (und sich umdrehen sollte) und das lief mehr oder minder.

Dann kam der kleine Rabe.

Und die Mama konnte keine Ohrstöpsel mehr verwenden. Denn zum einen wollte sie nachts nicht erst dann aufwachen, wenn der kleine Rabe bereits erbittert schreien musste und zum anderen schlief sie auf einmal gar nicht mehr gut, wenn sie nichts hören konnte. Also blieben die Ohrstöpsel draußen. Und die Nächte der Mama wurden zu einer Endlosschleife aus Einschlafen – Aufwachen – Stillen – dem Walross wach beim Schnarchen zuhören – das Walross wachrütteln damit das Schnarchen aufhört und dabei auch das Baby wieder halb wecken – Baby in den schlaf stillen – dem Walross beim Schnarchen zuhören – das Walross treten, damit das Schnarchen aufhört – einschlafen. Irgendwann ging die Mama auf dem Zahlfleisch und hatte keinen Bock mehr. Genauso wenig das Haselchen, dem es jetzt auch nicht sooo viel Spaß machte, jede Nacht in seiner Form als Walross geschüttelt, geschlagen, getreten und angeflüsterbrüllt zu werden.

Und so kam es, dass das Walross auszog, um die Mama schlafen zu lassen.

Und wenn das Haselchen sich heute des nachts in ein Walross verwandelt, dann tut es das im zweiten Schlafzimmer. Und die Mama und der kleine Rabe schlafen im Masterbedroom in aller Ruhe. Bis auf die Katzen. Die rennen noch immer gerne nachts im vier wie bekloppt durch die Gegend.

Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann lieben sie sich noch heute.

Die Moral von der Geschicht: Zieh voreilige Schlüsse nicht!

Dienstag, 21. Juni 2016

Gothic Friday: Jahresurlaub in Leipzig

Hier ist es immernoch alles sehr WGT lastig irgendwie, ne? Aber das Treffen nimmt halt einmal für uns einen besonderen Stellenwert ein. Insbesondere jetzt, da wir in China leben und verrückt genug sind, dafür mit Baby 12 Stunden Flug anzutreten (ok, auch für Besuch bei der Familie, aber trotzdem). Ich meine, ich habe ganze 15 Tage Urlaub im Jahr. Und wir verbringen davon 5 in Leipzig. Das ist ein Drittel meines Jahresurlaubs. Mit An- und Abreise noch mehr.
 
Und nun geht es auch beim diesmonatigen Gothic Friday der Spontis um das Wave Gotik Treffen. Und ein bisschen um andere Festivals noch.
 

Warum fährst du zum WGT?
 
Ursprünglich mal, weil man das als Gothic halt so macht. Beziehungsweise aus den selben Gründen, aus denen man auf andere Festivals fährt. Um Konzerte zu sehen, Lesungen zu besuchen und, im Falle des WGT wohl besonders wichtig, zum „sehen und gesehen werden“.

Heute hat sich das minimal geändert. Oder besser gesagt kann ih es heute noch genauer definieren, warum „ausgerechnet“ das WGT und eben derzeit kein anderes Festival.
 
Wegen der Musik. Denn DIESE Auswahl, die man in Leipzig geboten bekommt, findet man auf keinem anderen Festival. Große Namen und unbekannte Bands und alle Genre, die die schwarze Szene zu bieten hat. Besonders wichtig ist mir dabei heute, dass ich – normalerweise – immer zu Bands gehe, die ich bis dato noch nicht kannte oder die ich noch nie live gesehen habe. Zum dröfzigsten mal VNV Nation oder ASP oder Welle:Erdball oder Suicide Commando oder In Extremo oder was auch immer brauche ich dabei nicht. Einerseits, weil die großen Hallen mir meist zu voll sind, andererseits, weil man diese Bands auch sonst immer mal wieder sehen kann – sei es auf Einzelkonzerten das ganze Jahr über oder auf anderen Festivals.

Und dann ist da natürlich auch noch der "T" - Aspekt. Also das Treffen. Wir haben viele Freunde und Bekannte, die in alle Himmelsrichtungen verstreut sind. Margo und Tim, die wir aus Shanghai kennen und die in Holland wohnen. Russische Freunde aus Russland, Deutschland und den USA. Chinesische Freunde, die jetzt in England wohnen. Ganz "normal" Deutsche aus Deutschland. Freunde aus Spanien. All diese Menschen unter einen Hut zu bekommen, ist praktisch unmöglich. Zum WGT aber sehen wir sie alle.
 
Und letztlich müssen wir jetzt halt auch an die Familienfreundlichkeit denken. Camping und Betrunkene, Gruppenduschen und Waschtröge, und nicht zuletzt ein Fokus auf lauten Open-Air Konzerten, also insgesamt das, was man typischerweise mit Festivals verbindet, ist nichts für Kinder. Wir sind jetzt aber nun einmal Eltern. Und das WGT ist kein Festival. Zumindest kein typisches. Auf dem WGT kann tatsächlich die gesamte Familie Spaß haben.
  
Familienurlaub in Leipzig 

Wie war dein letztes WGT?
 
Wie unser letztes WGT genau war, könnt ihr hier auf dem Blog ja en Detail nachlesen (Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag, Montag). Zu kurz war es. Und ein klitzekleines Bisschen enttäuschend war es. Weil mit Baby vieles halt einfach ganz anders ist, als man das so kennt. Und wie man sich das so vorstellt. Aber, so habe ich mir sagen lassen, beim nächsten mal wird das schon besser. Vielleicht weil der Rabe dann größer ist, vielleicht weil wir uns dann schon etwas mehr dran gewöhnt haben.
 
Aber schön war es trotzdem. Allein schon wegen Margo. Meiner einzigen wirklichen Freundin, die ich seit 2 Jahren nicht gesehen hatte und mit der es doch sofort wieder so war, als wären wir erst am Vorabend auseinander gegangen.
 
 
Wie dein erstes?
 
Mein erstes WGT war extrem anstrengend. 2007 war das. Ich hatte mein Abi in der Tasche und wartete auf den Studienbeginn im Oktober.
 
Ein bisschen saß ich zwischen zwei Welten. Räumlich wie auch gedanklich. Vor allem jedoch fühlte ich mich, mit dem Ende der Schulzeit, so frei wie noch nie. Was für mich auch und gerade auch in meinem Besuch beim WGT Ausdruck fand. Schließlich konnte ich ja endlich fahren, was mir noch in den Jahren zuvor wegen fehlender Schulferien verwehrt geblieben war.
 
Aber es soll ja ums WGT gehen und da kann ich nur sagen: Viele Anfängerfehler!
 
Dummerweise machten mein damaliger Freund und ich den Fehler, einer Anfrage für eine Doku zuzusagen. Also dackelte uns das gesamte Wochenende über ein Kamerateam hinterher. Nun ja. Wenigstens wurde nicht ein Mal erwähnt, wie würden „Kostüme“ tragen und wir wurden nicht als Kinder fressende Satanisten dargestellt.
 
Noch dümmer war es im Nachhinein eigentlich nur, freiwillig gezeltet zu haben. Ich weiß, es gibt viele Leute, die lieben das Zelten auf dem WGT und finden, alles andere sei Frevel. Ich gehöre efinitiv nicht dazu. Dazu ist mein Schlafbedürfnis dann doch zu ausgeprägt. Ich war nämlich in diesem Jahr dann bereits Samstag Mittag so platt, dass ich mich nur noch mit Mühe und Not dazu zwingen konnte, den Zeltplatz überhaupt zu verlassen. Richtig Spaß machte das alles dann auch nicht mehr, was auch dadurch nicht besser wurde, dass es ein Unwetter gabe. Das war ja noch ganz nett, mit Freunden aus der Zeltbhurg unter der plane, in einer Hand das duct tape, in der anderen was zutrinken und dazwischen Witzchen vom Himmel, der uns jetzt auf den Kopf fällt. Doof war dann allerdings, später ins eigene Zelt zu krabbeln und dort festzustellen, dass das Zelt nicht mehr dicht war und es reingeregnet hatte...
 
Ach ja, und eine sehr doofe Idee war es auch, nur ein einziges Paar Schuhe mitzunehmen. Und das auch noch billige Demonias mit hohen Absätzen. Meine Füße konnte ich damit nämlich auch so ab Freitag Abend eigentlich wegschmeißen. Ich musste mich auf ihnen aber ja noch das rechtliche lange Wochenende herumschleppen und so sah ich dann auch fast alle Konzerte nur noch vom Boden aus, auf den ich mich bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit setzen musste.
 
  
Was ist dein schönstes Festivalerlebnis?
 
Das war dann wohl der Moment, als das Haselchen und ich 2010 in Leipzig während des WGTs unsere Ringe kauften. Eigentlich „nur“ als Verlobungsringe gedacht (und die Frage gestellt seinerseits und beantwortet meinerseits hatten wir zu dem Zeitpunkt schon ein paar Tage zuvor). Seitdem nicht mehr abgelegt. Und auch zur Hochzeit keine neuen gekauft (statt neuer Ringe haben wir Tatoos stechen lassen – die halten länger und die kann man nicht mal eben verlieren).
  
Unsere Ringe 

Was war dein eindrücklichstes Konzert?
 
Das war Lustmord auf dem WGT 2011 (?). Ich hatte zuvor noch nie Dark Ambient gehört und war eigentlich nur mitgegangen, weil das Haselchen ihn unbedingt sehen wollte und meinte, das dürfe ich keinesfalls verpassen. Ich hatte also eigentlich gar keine Erwartungen. Dann jedoch wurde ich von diesem Klangteppich so in den Bann gezogen, dass ich richtiggehen geflasht war. Die Musik versetzte mich tatsächlich in einen fast schon meditativen Zustand, den ich so noch nie zuvor erlebt hatte. Nach dem Konzert verließen wir die Kuppelhalle. Und aus baffem Erstaunen heraus, weil ich wirklich Stein und Bein hätte schwören können, dass es tiefe Nacht sein müsste (wobei es erst später Nachmittag war), rief ich laut aus "Es ist ja noch hell?!". Ein anderer Besucher sah mich mit einem Augenzwinkern an und stellte fest: "Ah, hat er dich auch gekriegt!".
 
 
Welche Festivals sind noch Teil deines schwarzen Planeten?
 

Unglaublich viel Spaß hatte ich immer auf dem Mera Luna. Da ist die Musikauswahl deutlich begrenzter, aber dafür kann man auch einfach bequem vorm Zelt sitzen bleiben und hört die Main Stage trotzdem noch. Die Wege sind kurz und ich muss mir keinen Stress darum machen, wann ich wo hinfahren muss und was ich sehen will. Ich kann mich einfach spontan treiben lassen, ohne jemals das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Das hat auch etwas für sich.
 
Außerdem gehört beim Mera das Zelten einfach dazu. Bis jetzt war es IMMER so, dass meine Begleitung und ich in der Einlass-Schlange mit anderen Leuten ins Gespräch kamen, spontan beschlossen, unsere Zelte zusammen zu stellen und dann ein Wochenende gemeinsam Spaß hatten.
 
Diese spontanen Kurzzeit-WGs gehören für mich genauso zum Mera, wie Calimocho zum Frühstück und Trommeln zum Abschluss.
 
Es mag sein, dass meine Begeisterung für das Mera auch der Tatsache geschuldet ist, dass das damals mein erstes Festival überhaupt war. Und dass wir total verplant waren (Salatschüsselset, aber keinen funktionierenden Campingkocher) und das Wetter scheiße war (das war das Sintflut-Mera 2005) und wir trotzdem Dank wunderbarer Zeltnachbarn überlebt haben und obendrauf noch eine tolle Zeit hatten. Aber das Mera vermisse ich schon.
 
Andere schwarze Festivals habe ich bis dato noch nicht besucht.

Sonntag, 19. Juni 2016

One night in Huangpu river oder: Die schlechteste Party ever

Eigentlich hatte ich ja nicht vor, darüber hier groß zu schreiben. Aber nachem das ganze jetzt sogar noch Nachwehen hat und ich merke, wie nachhaltig ich gefrustet bin, muss das mal raus. Außerdem gibt es schöne Fotos! XD

Also, am Freitag war das Sommerfest hier vom Büro. Das erste, das ich besuchte. Die anderen Laowei-Kollegen hatten mir schonmal so nebenbei erzählt, also sich unter Hand tierisch darüber aufgeregt, wie schlecht die Sommerparties immer waren. Ich habe iuch davon in meiner Vorfreude aber nicht abbringen lassen. Zum einen, weil vielleicht würde es ja diesmal gut und zum anderen weil es gibt halt Leute, die regen sich gerne über vieles auf, was ich selbst gar nicht immer ganz so nachvollziehen kann.

Also freute ich mich vor auf „One night in Huangpu river“ (yep, in statt on – richtige Präpositionen sind wohl nicht jedermanns Sache, aber wir mussten wenigstens nicht schwimmen...).

Der Dresscode sollte „Vintage“ sein und es wurde ein „best dressed team award“ angekündigt. Also brainstormten wir im Team und ich schlug Steampunk als Thema für unser Team vor. Das fand Anklang . Aber niemand hatte etwas passendes. Also durchwühlte ich meinen Schrank und den des Haselchens und stellte für jeweils drei Kolleginnen und Kollegen Outfits zusammen. Dazu bestellte ich ein paar Accessoires und Deko auf Taobao und verbrachte einen KOMPLETTEN Abend von 20Ö30 bis 0:30 damit, bronzefarbene Zahnräder auf Hüren, Halsbändern und Handschuhen festzunähen.

Das Haselchen war schon recht genervt und meckerte die ganze Zeit über diese Zeuitverschwendung, aber ich ließ mich nicht von meiner Vorfreude abbringen.

Ich brachte alles mit ins Büro.

Am Freitag hatte ich den Tag frei und genoss die Zeit zu Hause. Bis ich um 15:40 merkte, dass es schon 15:40 war. Ich wollte bzw. musste nämlich um 16:00 los, weil ich für den Bus um 17:15 eingeteilt war und noch Accessoires mitbringen und den Kolleginnen beim Anziehen helfen musste.

Also sprang ich in Windeseile in Reifrock und Korsett, schminkte mich in Rekordgeschwindigkeit und sputete mit Zyliner auf dem Kopf und in „voller Montur“ zur Metro. Ich half den Kolleginnen, die noch nie in ihrem Leben ein Korsett angehabt hatten, und saß auch schon im Bus.

Soweit, so gut.

Trotz ein wenig Verwirrung seitens des Fahrers kamen wir rechtzeitig am Hafen an und die Busladung Leute watschelte im Gäsemarsch durch den Security check zum Boot.

Dort angekommen war ich erstmal sehr positiv überrascht. Der River cruiser war groß (ok, das jmusste er für 200-300 Leute, die wohl kommen würden, auch sein) und chick. Vier Stockwerke, inklusive dem offenen Deck ganz oben. Das sah vielversprechend aus. Ich blieb zunächst in der ersten Etage, dem „Ballsaal“. Dort standen Getränke bereit. Hauptsächlich jedoch wartete ich noch auf eine weitere Kollegin, die die Anfahrt selbst organisiert hate und für die ich noch einen Reifrock dabei hatte. Die kam dann auch, zog sich den Reisrock drunter und alles war gut.

Viele Kollegen wollten Fotos von uns und von mir machen. Denn kaum jemand hatte sich auch noch ansatzweise an einen Dresscode gehalten und mit meinem 4-Meter Reifrock war ich halt noch auffälliger als sonst ja schon. Damit hatte ich ja gerechnet und bei Kollegen stört mich das auch nicht.

Dann kamen die Leute aus der zweiten Busladung (also aus den 3 oder 4 Bussen) zusammen reis. Die Türen wurden geschlossen, das Licht gedimmt und die Musik fing an.

Und ich wollte am liebsten von Bord springen! Hätte ich das mal besser gemacht – die paar Meter zurück zum Uer hätte ich auch noch schwimmen können.

Musikalisch wurden wir von „Mystery DJ“ (hätten sie mal besser „mysery“ angekündigt...) verwöhnt. Mit Rap. Mit CHINESISCHEM Rap. Dessen *ähem* Besonderheit er noch damit unterstützte, dass er VERSUCHTE mitzurappen und zwischendurch immer mal wieder ein (rythmisch absolut deplaziertes) „Yo yo“ ins Mikrophon zu rotzen.

Grausam!

Erlösung kam dann in Form einer Trainerin, die – immer wieder kurz unterbrochen von der Musik, die der DJ irgendwie nicht gescheit laut oder leise drehen konnte, und dem Mikro selbst, dass immer wieder kurz aussetzte – uns alle herzlichen willkommen hieß.

Dann rief sie ein Team auf die Bühne.

Ein paar Gestalten kamen auf die Bühne und gingen wieder runter. Alle klatschten. Also alle, die überhaupt schon mitbekommen hatten, dass auf der Bühne irgendwas los war. Schließlich verteilten sich alle auf vier Stockwerke. Aber nun ja... JETZT wurde erklärt, dass das für den best dressed team award gewesen war. Und dass einer der TLs eine App auf seinem Handy habe, die die Lautstärke messen können. Und dass das Team gewinnen würde, für den am lautesten geschrien wurde. Also klatschten und schrien alle nochmal.

Dann wurde das nächste Team aufgerufen. Und das nächste. Und das nächste.

Ich stand ein wenig verwirrt herum, denn von meinem Team war weit und breit niemand zu sehen. Dann fand mich mein Teamleiter, der genaus planlos war, wie ich. Und wir hofften einfach gemeinsam darauf, dass der Rest der Mädels (denn die restlichen beiden Herren der Schöpfung hatten einfach NICHTS von dem, was ich ihnen vorbereitet und mitgebracht hatte, angezogen , sondern waren in Shorts und T-Shirt gekommen, ohne natürlich mir mal VORHER Bescheid zu geben, dass sie keinen Bock hatten) noch rechtzeitig eintrudeln würde.

Da hatte ich ja eigentlich auch schon keinen Bock mehr.

Toll war nämlich an dem Voting auch, dass – auch beim Klatschen und Schreien für die Abstimmung – der DJ immer mal wieder Musik spielte. Und dann mal nicht. Mal laut, mal leise.

Also ehrlich, wenn ich so wenig Ahnung davon habe, wie eine Musikanlage funktioniert, dann lass ich meine Wurstfinger da einfach draußen. Aber der junge Mann hatte sich auch gestyled, indem er sich eine schwarze Kapuze mit einem Schneidermaßband um den Hals gebunden hatte (dazu einen Sonnenbrille auf dem Kopf (also auf der Kaputze) und ein viel zu großes kariertes Hemd mit Shorts und Kniestrümpfen)...

Unsere Mädels kamen dann noch rechtzeitig. Wir besprachen kurz, wie wir uns präsentieren wollten.

Derweil konnten wir die anderen Teams kaum sehen. Die Bühne war nämlich so ca. 2 Treppenstufen hoch, das heißt ab der 4. Reihe etwa konnte man nichts außer Köpfen sehen. Und ich bin hier ja mit 170 cm ein echter Riese...

Aber gut. Wir wurden aufgerufen, wir gingen auf die Bühne, wir gingen von der Bühne runter, wir versuchten – so, wie alle anderen Teams auch – so nahe wie möglich an das messende Handy zu kommen und so laut wie möglich selbst zu schreien.

Am Rande bekam ich dann noch mit, dass andere Teams „Vintage“ als „schwarze Capes und Vendetta-Masken“ oder auch „Alltagsklamotten und billigste Venezianische Masken“ sowie „Chinesische Kinderuniformen“ (wie sie Kinder in China in der Militärschule tragen, so blau-grau mit roten Halstüchern) interpretiert hatten. War mir jetzt aber auch egal.
 
Ich fuhr mit dem Fahrstuhl hoch aufs Oberdeck, um ein bisschen Skyline zu gucken und frische Luft zu schnappen.
 
Während ich die Aussicht und Luft und relative Ruhe genoss, wurde offenbar das Buffet eröffnet. Was ich total verpasst hatte.
 
Bis ich also wieder rein ging, hatten bereits über 200 Chinesen das Buffet geplündert. Für mich war damit noch Broccoli da. Und Spaghetti. Und Salat (ohne Soße, weil bereits leer) sowie ein paar kümmerliche Stückchen Wassermelone. Ich hätte auch noch Fleisch in rauen Massen essen können. Und in Speck gewickelte Würstchen. Aber nein danke.
 
Es hatte offenbar auch Schrimps und Lachs gegeben. Und mehr Obst. Und sehr appetitlich aussehenden Schokoladenkuchen. Das weiß ich aber nur, weil ich zuschauen konnte, wie die Leute diese Sachen in Massen von ihren benutzen Tellern in den Müll warfen. Da war ein Teller dabei, der für mich noch komplett voll aussah - mit Lachs und Schrimps. Alles Müll. Ein Mädel warf 5 Stück Schokoladenkuchen weg. Lauter so Szenen, die mir fast schon körperlich weh tun... Aber nun, ich ändere wohl die Chinesen auch nicht mehr. Leider.
 
Mir blieben jetzt nur noch ein paar Minuten zum Essen. Aber dank dieser fast schon perversen Verschwendung um mich herum war mir sowieso zwischenzeitlich der Appetit ein wenig vergangen. So war ich schnell fertig und ging wieder runter in den Ballsaal.
 
In dem hatte man Spiele aufgebaut, für die sowieso niemand Zeit hatte und die nun auch von einem mitgefahrenen Polizisten zwangsabgebaut wurden, weil sie im Casino-Design gehalten waren und Glücksspiele streng verboten sind.
 
Und dann war auch schon alles vorbei. Damit wenigstens das nicht weggeworfen werden müsste, packte ich dann noch 5 Bier ein und dackelte mit anderen Kollegen zur Metrostation.
 
Auf dem Weg hatte ich wohl die angenehmste Unterhaltung des ganzen Abends...
 
Und als Nachwehen? Nein, kein Kater am nächsten Tag. Dafür eine Nachricht von einer Kollegin, der ich ein Kleid und den Reifrock und ein Korsett ausgeliehen hatte: Sie hat mein Korsett in der Metro verloren. Es tut ihr furchtbar leid und sie kauft mir ein neues. Da werde ich jetzt aber drauf bestehen, dass sie mir auch bitteschön genau das kauft, das sie verloren hat. Das war nämlich zwar zum Glück hier gekauft, aber ein Annzley für umgerechnet rund 50 Euro.
 
Ich meine WTF?! Wie kann man etwas verlieren, dass einem für einen einzigen Abend ausgeliehen wurde? Wenn ich etwas habe, dass mir nicht gehört, passe ich darauf doch besonders gut auf. Klar, wenn einem eine Freundin ein T-Shirt leiht und dann liegt das wochenlang bei einem zu Hause rum und irgendwie findet man es nicht mehr, das kann mal passieren. Aber ein Korsett, das man für einen Abend bekommen hat in der Metro verlieren ist schon ein starkes Stück...
 
Meine Moral von der Geschicht: Partys organisieren können die Chinesen nicht. Und bevor ich das nächste mal jemandem etwas ausleihe, überlege ich mir das wohl zweimal...







Sonntag, 12. Juni 2016

12 von 12 Juni 2016

12 Bilder vom 12. Des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf Draußen nur Kännchen.

Shanghai begrüßt uns am Morgen erstmal mit Regen 

Kein großes Sonntagsfrühstück bei uns. 

Der kleine Rabe hält Mittagsschlaf. Ich muss bei ihm liegen bleiben, sonst wacht er sofort wieder auf. 

Kaum ist die Ayi mit Putzen durch, muss sich die Katze natürlich auch fein machen. 

Der kleine Rabe hat sein Auto mit zum Essen genommen. Das war in dem Ü-Ei, das wir gekauft haben, als wir erfahren hatten, dass er ein er ist. :) 

Mit unserem aus Deutschland mitgebrachten Regencover, für das wir hier schon ausgelacht wurden (offenbar, weil es kein Regenschirm ist), trotzen wir dem Shanghaier Nieselregen und genießen die gute Luft 

Ich habe zu spät bemerkt, wie tief das Wasser hier stand...

Abendessen für den kleinen Raben 

Release the Kraken! Einmal Baden mit Ctuhluh. 

Wir lese die kleine Raupe Nimmersatt. Danach schläft der kleine Rabe. 

Abendessen für uns Große. 

Eine Folge Waynward Pines und danach dann auch langsam in die Heia. 


Samstag, 11. Juni 2016

WGT 2016 - Montag

Und auch am letzten WGT Tag waren wir pünktlich zum Frühstück wach. Das ist ja eigentlich total ungewöhnlich für uns. Normalerweise haben wir beim WGT immer bis zum Vormittag gepennt. Hotelfrühstück war dann immer schon lange rum, bis wir da gewesen wären. Aber so ein Baby ist halt einfach früher wach, als ein verkaterter Tween...
Und so frühstückten wir und es wiederholte sich das (fast) gleiche Spiel davon, dass der kleine Rabe dann Nickerchen hielt, während ich mich fertig machte und so weiter. Ich habe das ja jetzt hier ein paar Mal beschrieben, hatte sich auch an diesem Tag nicht geändert. ;-)

Einzig anders war, dass wir heute einen fixen Programmpunkt auf dem Plan hatten, dem wir alle zusammen beiwohnen konnten. Und zwar ging es um 14:00 Uhr zum Spontis Treffen hinter der MoBa. Und tatsächlich: Wir waren pünktlich! Und es war sehr schön. Der kleine Rabe und ich saßen zusammen mit der Prinzessin und dem kleinen Wolf sowie dem sonstigen anwesenden Nachwuchs in der Krabbelecke auf Picknickdecken. Der Rabe zerkrümelte fröhlich ein Brötchen (oder „erlegte“ es, wie einer der Anwesenden so schön sagte), verweigerte aber seinen mitgebrachten Brei recht hartnäckig. Ebenso den anderen Brei und die Banane. Dafür wollte er gerne Gras essen (was ich ihm nicht erlaubte) und Stillen (was wir dann auch taten).

Insbesondere beim WGT fand ich es ja sehr entspannt mit dem Stillen. Da, wo ich vor ein paar Jahren selbst mit nichts als Nippelpasties unter einer transparenten Bluse herumgelaufen bin und wo man das so oder so ähnlich an allen Ecken sieht, stärt es halt auch wirklich keinen, wenn ein Stück Brust irgendwoe hervor blitzt. Und dazu kommt halt auch noch, dass der durchschnittliche Schwarzkittel – allen Unkenrufen zum Trotz empfinde ich es auch nach über einem Jahrzent noch so – halt auch einfach tolerant ist. Leben und leben lassen.

Gerade, als wir fast mit dem Stillen fertig waren, rief dann der liebe Robert zum berühmt-berüchtigen Pikes-Sitzkreis auf. Er meinte, ich solle doch das Haselchen sich kurz um den Kleinen kümmern lassen (der hatte nämlich keine spitzen Schuhe an und durfte/musste somit nicht mit aufs Bild). Aber so gerne er auch würde – stillen kann das Haselchen halt nicht. Zudem war er in dem Moment gerade unterwegs, um Futter zu holen. Ernährer der Familien und so. Wenn ich schon die Brötchen verdiene, dann geht er sie halt kaufen... ;-)

Also stillten wir noch fertig, ich schnappte den kleinen Raben und wir setzten uns (nach ein wenig Verwirrung darüber, wo ich würde sitzen können) mit in das Ei. Einen Kreis konnte man es dieses Jahr echt nicht nennen... ;-) Nach ein paar Fotos war auch schon alles wieder vorbei. Also der Sitzkreis. Das Treffen ging natürlich weiter. Und auch die Sonne hatte ein Erbarmen mit den dieses Jahr doch recht schlechtwettererprobten Grufties und schien fröhlich auf die versammelte Gruftischar. Denn, das muss man schon sagen, die Leser- und Schreiberschaft der Spontis gehört zu den Leuten, die ich auf dem WGT sehr gerne sehe. Da ist nix mit schlechter Musik, viel zu laut aus Boxen auf einer Sackkarre oder besoffenen, total unlustigen Peniswitzen, die durch die Straßenbahn gebrüllt werden. Also ch meine nichts gegen Peniswitze im Allgemeinen. Aber sie sollten halt auch witzig sein. Und nicht nur deshalb, weil jemand Penis sagt. Über diesen Humor sollte man so ab dem 13. Geburtstag nun doch langsam hinweg sein. Aber genug davon, eigentlich wollte ich ja von den Spontis schreiben. Und eigentlich wollte ich ja nur kurz ein Gespräch zitieren, dass ich mit dem Haselchen zu selbigen hatte (und der kann noch nicht einmal alles verstehen, was da so geschrieben wird). Normalerweise bezeichnet das Haselchen alles und jeden immer als „herki“. Das ist Russisch für sowas ähnliches wie Poser-Gothics. So Claudi666 (kennt die eigentlich noch wer heutzutage?). Aber nachdem er kurz zuvor bei unserer Planung zum WGT noch von den „Pikes-People“ gesprochen hatte, rutsche es ihm dann doch noch heraus: „So we go and meet with the real goths?” „Did YOU just actually call anybody ‚real goths‘?“ „Well, if anybody is, then those people are...“.

Die Zeit verflog (wie immer mit netten Menschen) und bald wurde der kleine Rabe wieder ein wenig motzig weil müde. Aber beim Sitzen auf der Wiese würde er bestimmt nicht schlafen können. Also packten wir alles zusammen und machten uns auf den Weg Richtung Hotel. Nach einem kurzen Pitstop dort ging ich diesmal alleine los. Ich wollte im Schauspielshaus Saeldes Sanc und Ernst Horn sehen. Das Haselchen würde derweil den Raben in den Kiwa packen und in den Schlaf spazieren.
 
Eigentlich müsste ich ja wissen, wo das Schauspielhaus ist und wie ich da hin komme. Schließlich fahre ich seit 2007 zum WGT und war auch zwischendrin mal in Leipzig. Eigentlich ja. Also theoretisch. Praktisch hingegen und unter leichtem Zeitdruck war ich extreme froh, dass ich Internet auf dem Handy hatte. Und die WGT Guide App. Und Google maps. Und das alles zusammen so wunderbar und ganz ohne VPN funktionierte, dass ich einfach zwichendrin auf der Karte schauen konnte, wo ich lang muss. Göttlich! Unterwegs versuchte ich, mich zu erinnern, wie das beim ersten Mal war. Aber ich weiß nicht mehr, wie ich ganz ohne Smartphone mein aller erstes WGT überstanden habe. Da war damals wohl die ganze Aufregung im Vorfeld irgendwie gerechtfertigt... Und ich glaube, ich hatte auch so hilfreiche Ausdrucke mit dabei. Also so echte auf Papier. Mit den Tramstationen und einer Karte, weil ich ja im Forum schon vorher gelesen hatte, dass die Karte, die man mit dem Programm bekommt, nicht so ganz das Wahre ist.
 
Ich erreichte das Schauspielhaus noch rechtzeitig, marschierte mit einigen anderen Besuchern die Treppe hoch zu den Rängen und musste innerlich ein wenig grinsen. Saeldes Sanc macht sowas Richtung mittelalterliche Musik (singt zum Beispiel auf Mittelhochdeutsch). Wie der „Kenner“ wohl beim dazu geschriebenen Namen „Ernst Horn“ gemerkt haben wird (das ist sozusagen der „Kopf“ hinter Helium Vola und Qntal). Und just zu so einem Konzert stampfte nun vor mir ein Glühwürmchen, also ein Cyber, mit neongrünen Puschel-Sachen und Gasmaske die Stufen im Theater hoch. Aber nun denn.
 
Das Konzert war dann sehr schön. Eine wunderschönen Frauenstimme, zwei Klaviere, zwei Trommler, die sichtlich Spaß an der Sache hatten. Insgesamt schienen die Musiker mit Freude dabei zu sein. Währned der „Anmoerationen“ zwischen den Stücken klang die Sängerin immer mal wieder vor Lachen so, als sei sie kurz vorm Heulen. Sehr gelungen fand ich auch die Abwechslung von fröhlichen und traurigen Stücken.
 
Ok, tolle Wurst. Jetzt habe ich einen Ohrwurm. Beziehungsweise gleich zwei. Und zwar eigentlich jetzt schon seit 2 Tagen, weil ich diesen bericht über mehrere age verteilt geschrieben habe. Und seit ich an das Konzert gedacht habe, singe oder summe ich in Dauerschleife „Du bist min, ich bin din. Das sollst u gewiss sin. Du bist beslossen…“ und zwischendrin hüpfe ich “Tandaradeii” trällernd durch die Gegend.
 
Woran man dann wohl auch merkt, welche Stücke einen besonders bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen haben...
 
Nun denn. Nach dem Konzert war der kleine Rabe von seinem Nickerchen schon wieder aufgewacht. Aber er war ja jetzt erstmal wach. Also gingen wir noch ein wenig spazieren. Zu gerne wäre ich nochmal auf die MoBa hoch gegangen. Einen Rosen- oder vielleicht Holuderfederweißen hätte ich gerne nochmal probiert. Außerdem wollte ich gerne noch eine Flasche Met kaufen, um sie mit nach hause zu nehmen. Aber als wir dort ankamen, konnten wir beobachten, wie bereits Stück für Stück alles abgebaut wurde.
 
Also gingen wir zur Sixtina. Da war das Odin alle. Aber, zu meiner großen Freude (die ich mit einem kleinen Freudentanz mitten im Hof bekundete) es gab einen Met-Stand, der den super guten Chilli-Met verkaufte. Zwei Flaschen für Shanghai gekauft. Dann wollte das Haselchen gerne noch ein Steak essen. Die hätten aber auf dem Grill noch gedauert, der kleine Rabe wurde noch doch motzig, mir wurde langsam kalt und überhaupt war alles ein bisschen meh. Also hat er aufs Steak verzichtet. Ich schälte mich aus dem Korsett, schnallte mir den kleinen Raben in die Manduca und wir gingen zurück ins Hotel. Und damit war unser WGT dann auch zu Ende.





Freitag, 10. Juni 2016

WGT 2016 - Sonntag

Wieder begann unser Tag mit einem ausgiebigen Hotelfrühstück. Dann brauchte der kleine Rabe noch eine ganze Weile auf dem Töpfchen. Danach war er quengelig und schlief, recht unerwartet, beim Stillen ein. Nun denn. Ich dacht zunächst, er würde bestimmt nur ein paar Minuten schlafen und fing an, mich fix ertig zu machen. Nun denn. Er schlief und schlief. Mittlerweise war das Haselchen neben ihm auch eingeschlafen. Und so pennten meine beiden Jungs, während ich so ein kleines bisschen auf glühenden Kohlen saß. Das Wetter sah nämlich echt nett aus vorm Fenster. Also, verglichen mit unserer Erwartung von Dauerregen. Eigentlich hätten wir jetzt dann ja schon unterwegs sein un der Rabe einfach im KiWa oder der Mandua schlafen kö... Ok, genau bei dem Gedanken fing es draußen an, wie aus Eimern zu schütten und ich war dann doch froh, das verpasst zu haben.

Vergeblich versuchte ich, meinem Haar wenigstens ein bisschen mehr Volumen zu geben, ohne es zu toupieren. Das kann ich nämlich ganz und gar nicht ab. Meine Versuchen klappten so mäßig bis gar nicht. Und meine Jungs schliefen und schliefen...

Nach sage und schreibe 1 ½ Stunden waren endlich beide wach. Dann natürlich noch frisch Wickeln und anziehen. Klar. Das Haselchen schnürte mich wieder in mein Korsett und ich den kleinen Raben ins Tuch. Denn unser Plan sah vor, zur Moritzbastei zu gehen. Und dort ist der Kinderwagen wirklich sehr, ehr unpraktisch. Es geht nämlich eine vergleichsweise lange Treppe nach oben.
  
Tatsächlich rein zufällig trafen wir direkt vor dem Hotel auf Margo und Tim und machten uns so nun gemeinsam auf den Weg zur MoBa. Dort angekommen schrieb das Haselchen mit einer Freundin aus china, die inzwischen in England lebt und zum WGT mit ihrem Mann gekommen war. Die beiden waren auch gerade auf dem Weg zur MoBa. Wir schauten ein wenig herum, dann kamen die beiden auch schon die Treppe hoch. So redeten wir ein Weilchen. Alle bekamen langsam Hunger und wir kauften uns etwas zu essen. Auch der kleine Rabe wollte etwas und futterte erstmal Teig und Gemüse aus meiner Falaffel mit.
 
Dann sah es plötzlich so aus, als würde uns gleich der Himmel auf den Kopf fallen. Zuminest aber, als hätten wir das Ende der Welt erreicht. Denn es wurde immer finsterer, dunkle Wolken zogen sich über uns zusammen und auf einmal begann es, junge Hunde und Katzen zu regnen. Der kleine Rabe und ich hatten das Glück, bereits unter dem Zeltdach der Zonkus Conkus Futter- und Bier-stands zu stehen. So blieben wir komplett trocken. Und weil immer mehr Leute auf die Idee kamen, sich dort auch unterzustellen, wurde es sogar noch richtig kuschelig und angenehm warm. Mit dem Unwetter war nämlich auch eine Kaltluft-Front über uns hereingebrochen. Ich konnte meinen Atem sehen. Ich habe versucht, das zu fotografieren, hat aber nicht geklappt.
 
Liebe Leute hinter uns auf der Bank boten immer wieder an, dass ich mich mit dem Kleinen ruhig hinsetzen sollte und wollte Platy machen. Aber der kleine Rabe mage es nicht, im Tuch oder in der Trage zu sitzen, während ich sitze. Also blieb ich noch ein bisschen stehen. Irgendwann war er dann aber doch quengelig. Glücklicherweise hatte er Regen da schon etwas nachgelassen. So setzten wir uns hin. Der kleine Rabe auf dem Tresen, ich auf der Bank davor. Der Mini-Chameur verzauberte ein bisschen die Köchin und krümelte alles mit Rosinenbrötchen voll, um dann doch lieber ausgiebig zu stillen, was die Köchin noch mehr verzückte und zu Anekdoten aus der Stillzeit mit Ihrer Tochter anregte. :-)
 
Als der Regen endlich ganz aufgehört hatte un die Sonne langsam wieder hervor kam, war es langsam Zeit für das Haselchen, sich auf den Weg zum Konzert von „Vallhall“ zu machen. Außerdem war der kleine Rabe inzwischen chon eine ganze Weile wach, machte aber im Tuch irgendwie keine Anstalten, zu schlafen. Alles viel zu spannend...
 
So gingen wir zurück zum Hotel. Ich legte den Raben hin, er machte ein kurzes Nickerchen und wir spielten udn warteten auf das Haselchen. Der kam dann nach einem sehr guten Konzert auch bald zurück und prästeniterte uns stolz sein neues Bandshirt.
 
Kurz überlegte, wir, noch einmal irgendwo hin zu gehen. Aber es war kalt und bäh und überhaupt. So blieben wir auf dem Zimmer, aßen zu Abend (das Haselchen hatte zwei volle Einkaufstüten vom rewe Go aus dem Hauptbahnhof mitgebracht – mit Brot und Aufstrich und Quark und so weiter) und kümmerten uns um den kleinen Raben.
 
Eigentlich hatte ich abends nochmal los gewollt. Konzert in der Moritzbastei (also unten) schauen. Aber bis dann der kleine Rabe richtig schlief, war es mir unter der warmen Decke viel zu gemütlich, um freiwillig nochmal vor die Tür zu gehen.
 
Stattdessen tranken das Haselchen und ich ein Gläschen Wein und redeten bis fast ein Uhr morgens. Das war auch sehr schön und das haben wir im gewöhnlichen Alltagstrott viel zu lange nicht gemacht. Und das sollten wir wieder öfter tun. 








Mittwoch, 8. Juni 2016

WGT 2016 - Samstag

Der Samstag begann wieder mit einem mehr oder minder entspannten, in jedem Fall jedoch ausgiebigen Frühstück, gefolgt von Aufrüschen meinerseits, während meine Jungs beide noch eine Runde pennten.
 
Wie immer zu spät machten wir uns auf den Weg. Es sollte zum Treffen der Russen in der Agra gehen. Vorher mussten wir aber noch ein paar Gläser Babynahrung kaufen. Wie das halt so ist, packten wir im DM dann auch gleich noch drölfzig andere Sachen mit ein. Zum Beispiel ein Moskitonetz und eine Regenabdeckung für den Kinderwagen. Für letzte wurde das Haselchen hier diese Woche schon belächelt (aka begafft, mit dem Finger auf ihn gezeigt, dabei lautstark kommentiert und ggf noch fotografierte/gefilmt). Weil: Sowas scheint man hier nicht zu kennen. Ich habe hier zumindest bewusst noch nie eine Regenabdeckung für einen Kiwa gesehen. Wenn es regnet bleibt man halt drinnen oder hält nen Schirm drüber... Aber nun gut, wollen wir uns da jetzt mal nicht so dran aufhängen.
 
Auf jeden Fall waren wir für die Einkäufe halt in der Innenstadt. Und dort dann doch recht genervt von den Massen an Rentnern, die die Treffenbesucher wie die Affen im Zoo begafften und fotografierten. Klar, das ist eigentlich immer irgendwie so. Aber dieses Jahr empfand ich es als besonders unangenehm und krass.
 
Nun denn, wir schafften es zum Einkaufen und wollten dann eigentlich vor der Oper an der nächsten Haltestelle in die Bahn steigen. Auch da war ich ein wenig unentspannt, weil ein Trupp betrunkener jugendlicher Besucher die halbe Innenstadt mit einer Box auf einer Sackkarre beschallte. Das wäre ja halb so wild gewesen, wenn sie nicht so einen grottenschlechten Musikgeschmack gehabt hätten. Aber so wummerte irgend ein einfallsloses Utztz von Bummbumm durch die Gegend. Ich freute mich schon darauf, wohl dann auch noch mit textlichen Ergüssen der besonderen Art beglückt zu werden, als die Bahn kam.
 
Die fuhr dann aber auch wieder ohne uns ab. Wir hatten nämlich mit dem Wagen nicht mehr hinein gepasst. Also beschlossen wir, zurück zum Hauptbahnhof zu laufen und da dann die nächste Bahn zu nehmen. Gesagt, getan. Und so zuckelten wir bald wieder runter Richtung Agra.
 
Wie zu erwarten, waren wir leider zu spät und kamen gerade an, als das Treffen sich schon wieder auflöste. Hmpf. Aber nun nicht mehr zu ändern. Der kleine Rabe war mittlerweile in der Manduca eingeschlafen und so beließen wir es bei einer kurzen Begrüßung, um dann Richtung Heidnisches Dorf aufzubrechen.
 
Wir waren offenbar nicht die einzigen, die auf die Idee gekommen waren, den Tag im HeiDo zu genießen. Denn es war voll. Aber so richtig rammelvoll. Und gefühlt jeder zweite Besucher war mit Kind unterwegs. Dabei war recht auffällig, dass die allermeisten Leute kein Bändchen hatten. Also "nur" Tagesgäste für das HeiDo waren. Außerdem unangenehm fiel mir auf, dass von den ganzen kleinen Mäusen kaum eines einen Gehörschutz hatte. Klar, hinten auf der Wiese haben wir den dann auch abgesetzt. Da ist es halt so laut wie auf einer Wiese, auf der vielen Leute zeitgleich picknicken. Aber gerade vorne, kurz vor der Bühne, seitlich Richtung Dixies (bei denen mir die Schlange reichte, um meinen Harndrang verschwinden zu lassen) und bei den Ständen dort kann es halt doch auch recht laut werden. Aber auch da habe ich beobachtet, wie winzige Würmchen schreiend im Wagen und kleine Kinder schüchtern an der Hand durch die Gegend geschoben und gezogen wurden. Die sahen irgendwie nicht so glücklich aus...
 
Der kleine Rabe bekam von alledem erstmal nix mit. Der schlief nämlich seelenruhig in der Manduca. Wir breiteten unsere Decke aus. Er schlief. Ich lernte eine wichtige Lektion: Trage niemals, niemals, niemals ein Korsett (schließlich war ich ja ordentlich verschnürt) und die Manduca gleichzeitig. Außer, du hast Bock auf Schmerzen. Genauer gesagt schmerzende Hüftknochen from hell. Mir standen irgendwann die Tränen in den Augen. Und der kleine Rabe schlief und schlief.
 
Nach einer gefühlten Ewigkeit wachte er endlich auf und wir setzten uns zusammen hin. Das Haselchen holte etwas zu essen und fand Bekannte auf dem Weg. Und ich traf (über Twitter gefunden) die liebe Prinzessin von Traumverliebt und den kleinen Wolf getroffen. Der die ganze Zeit über schlief.
 
Ein wenig stressig war ein Bekannter, der von nüchtern weit entfernt war, und immer wieder fragte, ob er denn nicht doch den Raben mal halten dürfte. Er habe ja auch Kinder und daher Erfahrung. Aber erstens gebe ich mein Baby bestimmt niemanden auf den Arm, der nicht alle Sinne beisammen hat, und zweitens wollte der kleine Rabe das auch sehr eindeutig nicht.
 
Nach einer Weile machte die Prinzessin sich auf, um sich mit ihrem Mann zu treffen. Andere Bekannte schauten noch bei uns vorbei, aber langsam wurde es doch auch kühl und wir beschlossen bald, auch aufzubrechen.
 
Meine Laune war an dem Punkt echt nicht gut. Ich war enttäuscht und genervt von allem. Der WGT Samstag war schon fast rum, also Halbzeit und ich hatte noch nichts, aber auch gar nichts, gesehen. Alles war so langwierige und kompliziert und überhaupt.
 
Aber nichtdesto trotz fuhren wir jetzt erstmal zurück zum Hotel. Dort brachten wir den kleinen Raben gemeinsam ins Bett. Als dieser tief und fest schlief, schlüpfte ich zurück in meinen Reifrock, ließ mich zum zweiten Mal für diesen Tag ins Korsett schnüren und macht mich auf den Weg. Mit der StaBa fuhr ich zur MoBa. Es war kalt und windig und regnerisch, aber ich war wild entschlossen, wenigstens noch ein bisschen Spaß zu haben. Eigentlich hatte ich noch Bock auf mehr Mittelalter-Markt. Am liebsten wäre ich ja zum HeiDo runter gefahren. Aber, das spukte halt doch im Hinterkopf, was, wenn der kleine Rabe nu doch wach wird und ganz urplötzlich im fremden Hotelzimmer Papa zum Beruhigen nicht reicht? Dann wäre ich erstmal eine gefühlte Ewigkeit unterwegs. Also halt doch einfach nur Moritzbastei.
 
Ob der Kälte holte ich mir erstmal einen heißen Met. Direkt am Met Stand dann kam ich mit einem Exil-Leipziger ins Gespräch. Er war auch mit Kind unterwegs. Allerdings war in diesem Falle das “Kind“ mit seinen 18 Jahren vom Alter her näher an mir dran, als der Papa... Wir quatschen und ein wenig fest, schauten der Feuershow zu und dann war es mir doch zu kalt und ich ging zurück. Im Hotel schlief der kleine Rabe tief und fest. Das Haselchen beschloss, zu einem abendtlichen Treffen der Russen zu gehen (das man nachmittags noch beschlossen hatte) und damit war mein Tag dann auch rum.







Sonntag, 5. Juni 2016

Tagebuchbloggen Juni 2016

An jedem 5. des Monats fragt Frau Brüllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Hier ist meine heutige Antwort:

2:irgendwas Halb wach warden, Seite wechseln, unruhiges, strampelndes Baby so gut als möglich beruhigen. Dabei feststellen, dass das Haselchen offenbar auch gerade wach und im Bad ist. Yeah, schlechter Schlaf für alle!
 
4:irgendwas Noch einmal das gleiche Spiel

5:56 Und auf ein neues: Seite wechseln, kleinen Raben zurück in den Schlaf stillen. Und entscheiden, weiter liegen zu bleiben. Auch, wenn es nicht einmal eine halbe Stunde ist...

6:20 Der Wecker klingelt und weckt mich tatsächlich auf. Ich fühle mich wie gerädert. Aber immerhin schläft der kleine Rabe noch. Ich schleiche mich aus dem Bett, stelle den Babymonitor auf und gehe in die Küche. Weil ich Gestern vor 22:00 mit dem kleinen Raben eingepennt bin (und das Haselchen ebenfalls nur noch vollkommen fertig im Bett liegen konnte), habe ich kein Frühstück vorbereitet. Also mache ich Kaffee und Weetabix.

6:54 Der kleine Rabe wird unruhig und ist am Aufwachen. Ich gehe zu ihm, um ihn wieder in den Schlaf zu stillen. Allerdings will der Kater auch schmusen. Und stellt sich dabei auf die Beide des kleinen Raben und schnurrt um ihn herum. Woraufhin der kleine Mann wach wird, nach dem Kater greift und – erst ein wenig verpennt, dann hellwach und fröhlich – „Äta! Äta! Äta!“ sagt. Ok, Baby ist nun auch wach. Nur das Haselchen schnarcht noch hörbar im zweiten Schlafzimmer.

7:04 Ich wecke das Haselchen und bitte ihn, nach dem Kleinen zu schauen. Jetzt muss ich mich sputen. Ich hüpfe ins Bad und mache mich in Rekordzeit fertig. Schminke fällt aber hete mal flach.

7:20 Der „Jetzt aber los“-Wecker klingelt. Ich verabschiede mich von meinen Jungs und mache mich auf den Weg. Da es mal endlich nicht regnet, nehme ich das Rad und komme erstaunlich gut durch – ob die Ampeln wohl sonntags anders schalten?

8:00 Ich stelle mein Telefon auf „ready“ und es tut sich, zu meiner großen Erleichterung, erst einmal nichts. Letzte Woche war memorial day in den USA und unsere Telefone standen nicht still, weil gefühlt ALLE Hotels überbucht waren. In den USA überbucht man gerne mal und kümmert sich dann eine feuchten Dreck um die Gäste, die man einfach wegschickt. Dass die Amerikaner offenbar zu Feiertagen gerne reisen und oft NUR mit einem Vorgesetzten sprechen oder auch Überbuchungen einfach mal nicht akzeptieren wollen, macht das dann für uns natürlich nicht einfacher... Aber nun denn, heute ist nicht viel los. Ich schaue, ob es bei meinen noch offenen mass issues noch was zu tun gibt und nutze die Zeit zwischen den Anrufen (die natürlich weiterhin kommen – hier kann ein Agent mal eine Buchung nicht selbst stornieren, weil in der Vergangenheit, da muss eine Auszahlung genehmigt werden), um an meinen Bewerbungsunterlagen zu feilen.

9:40 Pause. Ich hole mir einen Kaffee mit Kakao.

9:54 Pause überzogen. Ooops, naja. Weiter geht’s.

10:42 Meine Kopfschmerzen, die ich seit dem Morgen habe, nerven langsam. Ich nehme eine Ibuprofen.

11:06 Shiiiit. Ich habe Aura. Alles fühlt sich weit weg an und das weiße Dach vor dem Fenster beginnt, zu pulsieren.

11:10 Ich beschließe, das heute mal ausnahmsweise nicht zu ignorieren, bis es eskaliert. Also gehe ich auf „personal time“ und ziehe mich im großen maternity room zurück. Dort lege ich mich aufs Sofa und mache Autogenes Training. Das klappt so gut, dass ich halb einschlafe und irgend etwas von einer toten Maus träume, während ich trotzdem noch höhre, wie die Ayi draußen die Kaffeeeemaschine befüllt und sich mit jemandem unterhält.

11:40 Ich bin wieder an meinem Platz. Es geht mir schon deutlich besser. Die Aura ist noch nicht ganz weg, aber jetzt fühlt es sich mehr wie verpennte geistige Abwesenheit an. Nicht mehr so, als stünde mir ein lustiger Trip bevor (denn tatsächlich – wenn Linien schwimmen, Bilder pulsieren und Wände atmen finde ich das jedes Mal aufs Neue mehr faszinierend denn beängstigend – ganz im Gegenteil zu meiner Umwelt, was wohl auch daran liegen könnte, wie ich in dem Moment dabei aussehe und mich verhalte...).

11:50 Lunchtime. Heute mit Lunchbox weil Wochenende. Natürlich sind in 3 von 4 Gerichten (2 x Fleisch, 2 x Gemüse) Fleisch drin.Aber immerhin, 1 x Spinat. Yeah! Trotzdem hole ich mir im 7Eleven noch ein bisschen Tofu zum Reis und ein paar Instantnudeln just in case.

12:30 Satt geht es zum Abpumpen.

12:55 Lunch ein bisschen überzogen, aber egal. Weiter geht’s. Noch immer ist es relativ ruhig. So dürfte es von mir aus auch gerne bleiben! Ich feile derweil an meinen Bewebungsunterlagen auf Englisch.

15:10 Und wieder Pause. Ich hole mir ein paar Cracker.

15:06 Da ich eh nix besseres zu tun habe, gehe ich wieder auf "available".

16:00 Feierabend! Noch, ja noch habe ich eine Stunde maternity break pro Tag. Allerdings nur noch bis zum ersten Geburtstag des kleinen Raben.

16:28 Ich komme zu Hause an. Der kleine Rabe interessiert sich mehr für meine Schlüssel, denn für mich. Bis ihm einfällt, dass ich ja auch die Brust mitgebracht habe. Dann wird er ganz ungeduldig und brüllt schonmal los, während ich mir noch fix die Hände wasche.

16:36 Der kleine Rabe ist an der Brust eingeschlafen.

17:22 Der kleine Rabe wacht auf. Wir spielen und kuscheln, er foltert den Kater, bis dieser wegläuft und wir freuen uns einfach gemeinsam unseres Lebens.

19:30 Wir essen zu Abend. Pulpo a la gallega für die Großen und Buchstabennudelsuppe mit Fisch für den Kleinen. Zum Nachtisch noch ein bisschen geriebenen Apfel und Birne.

Dann gehen wir baden. Also der kleine Rabe und ich. Das Haselchen räumt in der Zwischenzeit den Tisch ab und spült. Wir baden ausgiebig und mit viel Geplansche. Dann wird der kleine Rabe noch eingeölt. Ich versuche, ihm die Nägel zu schneiden. Aber da er die Schere essen will und sich sehr ärgert, wenn wir ihn nicht lassen, verschiebe ich das wieder auf später. Ob ich ihm wohl auch in einem Jahr die Nägel noch im Schlaf werde schneiden müssen?

Der Papa sagt Gute Nacht, wir lesen zusammen die kleine Raupe Nimmersatt, ich singe unser Schlaflied und dabei stillt der kleine Rabe sich langsam ins Land der Träume.

21:05 Der kleine Rabe ist eingeschlafen. Nun beginnt mein Einsatz. Mit der Melodie von Mission: Impossible im Kopf und der Mini-Taschenlampe zwischen den Zähnen beginne ich, dem schlafenden Raben die Fingernägel zu schneiden.

21:40 Operation geglückt. Nägel gekürzt, Baby schläft. Jetzt noch Frühstück vorbereiten.

22:00 Wir fangen an, Zootopia zu schauen.

22:20 Der kleine Rabe wird wach und ich stille ihn wieder in den Schlaf.

22:40 Und weiter Film schauen. Dabei Zähne putzen.

0:11 So, jetzt aber ab ins Bett. Morgen früh ist die Nacht rum, wie meine Mama immer so treffend sagt.

Donnerstag, 2. Juni 2016

11 Monate kleiner Rabe

Mein kleines Engelchen! So langsam, aber sicher, merken wir, dass du kein Baby mehr bist. Mit großen Schritten wirst du zum kleinen Jungen. Ja sogar beim Stillen siehst du nicht mehr wie ein Baby aus. Du grinst dabei oder versucht, mit der Brust im Mund etwas zu sagen und schaust dabei wie ein herzallerliebster kleiner Schelm aus.
 
 
Verhalten

Überhaupt grinst und quasselst du den lieben langen Tag. Du kannst auch ganz bezaubernd lachen und giggeln. Oder aber sehr erzürnt sein. Wenn etwas nicht nach deinen Wünschen klappt, bist du frustriert und machst das auch lautstark klar.

Bei Menschen hast du inzwischen ganz feine Antennen, bzw. ganz deutliche Zeichen. Beispielsweise waren dir Oma und Opa in deutschland zunächst nicht vollkommen geheuer, weil du sie einfach so lange ja nicht gesehen hattest. Auf den Arm oder so ging daher erst einmal nicht. Am Ende der zwei Woche allerding hast du dann zum Beispiel mit Opa auf dem Sofa gesessen und gespielt und ihn dann aufgefordert, dich hochzunehmen und ihr seid gemeinsam durchs Wohzimmer gegangen, um euch alles ansehen zu können.

Auch merkst du ganz offenbar, wie es den Leuten um dich herum geht. Wenn ich gestresst und genervt nach Hause komme, bist auch du angespannt. Wenn ich gute Laune habe, dann lachst und kicherst und freust du dich. Nachts flüsterst du dein „Äta“, wenn du wach wirst. Morgens kreischst du es fröhlich dem Fenster entgegen.

Neues macht dir erst einmal Angst. Dann willst du auf den Arm. In Deutschland zum Beispiel hast du zum aller ersten Mal in deinem Leben in einem Sandkasten gesessen. Der Sand war dir erst nicht geheuer, sodass du dich fast schon panisch an mich geklammert hast. Auf meinem Arm war alles sofort wieder ok. Auf meinem Schoß hast du dann ganz vorsichtig erst einmal einen Finger in den Sand gesteckt. Als du gemerkt hast, dass der doch nicht beißt, kamen die anderen Finger dazu. Dann konnte ich dich direkt neben mich setzen. Eine Hand behielst du aber noch lange direkt an mir. Wohl just in case. Fall der Sand doch noch Zähne bekommen sollte oder so. Irgendwann hast du dann aber in aller Ruhe und ohne mich festhalten zu müssen vor dich hin gespielt und gebuddelt. Ob man das Zeug auch essen kann hast du kurz probiert und dir selbst die Frage mit Nein (und einem sehr amüsant engeekelten Gesichtsausdruck) beantwortet.
 

Gesundheit

Du bist gerade in dieser Woche wieder bei der Impfungs gewesen. Dabei warst du, wie jedes Mal, unglaublich tapfer. Du hast die Ärztin noch angelacht und dich neugierig und „Äta?“-fragend umgeschaut.  Sogar beim Pieks selbst hast du nur ein wenig unglücklich geschaut. Erst, als die Ärztin die Spritze langsam gedrückt hat, hast du kurz aufgeweint. Das muss aber auch unangenehm gewesen sein – dein Arm war an der Stelle danach etwa drei Tage lang ganz blau und geschwollen. Auf meinem Arm hast du dich aber auch sofort wieder beruhigt und wolltest – noch mit Tränchen in den Augen – schon wieder wissen, was was ist.

Die Nacht danach war recht hart. Du hattest ein kleines bisschen Temperatur, offenbar tat dein Arm auch noch ein wenig weh und dann ist genau dann auch noch dein zweiter Zahn durchgebrochen. Ganz „klassisch“ der zweite Schneidezahn unten.
 

Essen

Passend zu deinen Zähnen isst du derzeit immer mehr und stillst weniger. Du futterst fröhlich so ziemlich alles mit, was wir essen. Papa macht aber auch weiterhin extra Portionen für dich. Mit weniger Salz und nicht scharf etc. Du hast eine besondere Vorliebe für Kürbis (immernoch – war schon im Bauch dein Favorit!), Kartoffeln, Lotuswurzel, Erdbeeren, Wassermelone und Kekse. Außerdem trinkst du jetzt dein Wasser aus einer neuen Strohhalmflasche. Einer, für große Kinder. Auf der Verpackung stand ab 12 Monaten – aber du kannst das ja noch nicht lesen... ;-)
 

Lieblingspiele

Du malträtierst gerne den Kater, indem du an ihm herumzerrst. Du schnappst dir einfach da, wo du ihn greifen kannst, das Fell und ziehst ihn zu dir, als wolltest du dich mit ihm zudecken. Der Kater mag das nicht so sonderlich gerne und du bist dann immer sichtlich enttäuscht, wenn er wegläuft. Außerdem schreist du die beiden Katzen an. Also du schreist vor Freude extrem laut, wenn eine der beiden kommt. Meist nehmen sie da dann schon Reißaus (und uns klingeln die Ohren).

Extremst drollig ist derzeit, wie du versucht, Tiergeräusche nachzuahmen. Am besten ist dabei das Schwein. Wenn dein Papa oder ich „grunzen“, also so ein künstliches, kurzes „Schnarchen“ machen, versucht du, es uns gleich zu tun. Aber du hast den Dreh noch nicht ganz raus. Statt Luft einzusaugen und dabei ein Geräusch zu machen, atmest du aus und machst dabei ein Zwischending zwischen räuspern und fauchen. Ist blöd zu beschreiben, aber so unglaublich niedlich!

Du magst Bücher. Sehr gerne. Dein Lieblingsbuch ist offenbar die kleine Raupe Nimmersatt. Zumindest wählst du die abends immer zielicher aus den 3-4 Büchern aus, die ich dir vorlege. Beim Vorlesen bätterst du dann immer wieder auf die Titelseite, deutest auf die Raupe und sagst „Äta! Äta!“. Überhaupt versucht du immer weniger, deine Bücher zu essen, sondern blätterst fröhlich darin herum und schaust dir Bilder an.

Dein zweites Lieblingsspiel ist es, Boxen ein- und auszupacken. Wir haben ein paar kleine, handliche Boxen, allen voran eine Zahnspangendose, die du jeden Tag bespielst. Du machst sie dann immer auf und zu, legst etwas (z.B. ein Spielzeugauto) hinein, machst zu, schüttelst, machst auf, nimmt es heraus, legst es hinein, machst die Box auf und zu und so weiter und so fort. Anfangs mussten wir dir dabei noch helfen und du hast das auch sehr deutlich gemacht (indem du zum Beispiel die geschlossene Box, die du nicht selbst öffnen konntest, in unsere Richtung gehalten und so lange und immer lauter werden „äta!“ gesagt bis gebrüllt (ja, doofe Mama hatte es nicht kapiert) hast, bis wir sie dir geöffnet haben). Inzwischen machst du das ganz alleine. Wir dürfen aber zum Beispiel noch den Igelball in die Plastikzange klemmen.
 

Gewicht und Größe

Du wiegst inszwischen übrigens über 10 kg. Also beim letzten Wiegen waren es ganz genau 10 kg, aber seitedem hast du mit Sicherheit wieder ein paar gr zugenommen. Außerdem bist du so +/- 74 cm groß.

 

So, dann schauen wir mal, was die Entwicklungstabelle uns sonst noch so vorschlägt:
 

Das Baby spricht 3 klare Wörter und verwendet sie richtig. (44%)

Äta – Das da

Mama – wobei eher für „Auf Mamas Arm“

Ea – Fee

Lustra - Lampe
 

Das Baby erkennt seinen eigenen Namen. (38%)

Ich frage mich noch immer, wie man das wohl mit Sicherheit feststellen soll...

 

Das Baby spricht 6 klare Wörter und verwendet sie richtig. (8%)

Noch nicht.

 

Richtige Verwendung und klare Aussprache eines Wortes z.B. "Mama" oder "Papa", bzw. ein anderes Wort. ( 84%)

Ja. Also Äta zählt auf jeden Fall (sprichst halt mehr Russisch).

 

Das Baby lauscht auf das Ticken einer Uhr und reagiert auf beiden Seiten durch Kopfwenden.(100%)

Immer noch nicht ausprobiert.

 

Das Baby benutzt beim Greifen kleiner runder Gegenstände Zeigefinger und Daumen ähnlich wie die beiden Schneiden einer Schere. (100%)

Schon darüber hinaus. Denn:

 

Das Baby benutzt beim Greifen kleiner, runder Gegenstände die Fingerspitzen von Zeigefinder und Daumen. (92%)

Jup. Immer.

 

Das Baby benutzt den Zeigefinger getrennt von den anderen Fingern zum Zeigen. (74%)

Aber sowas von!

 

Das Baby läßt bewußt einen Gegenstand los, z.B. um ihn an einer bestimmten Stelle zu platzieren. (41%)

Aber auch sowas von! Siehe deine aktuellen Lieblingsspiele... Außerdem legst du gerne Sachen beim Essen auf den Tisch, nimmst sie wieder, legst sie wieder ab, nimmst sie wieder, wirfst sie auf den Boden, schaust nach unten wo sie hingefallen sind, willst sie wiederhaben,...

 

Das Baby kann einen Turm aus 2 Klötzen bauen. (13%)

Das müssten wir mal probieren. Bei Oma und Opa fandest du die Bauklötze irgendwie noch nicht ganz so spannend.

 

Das Baby zieht sich selbst zum Sitzen hoch. (92%)

Wenn was bzw. Wer zum Hochziehen da ist, ja.

 

Das Baby setzt sich selbstständig hin, ohne sich dafür irgendwo hochzuziehen oder festzuhalten. (88%)

Nein. Entweder du liegst, oder du sitzt. Da du weder Vierfüßlerstand noch krabbeln noch sonstwas tust, kommst du ohne hochziehen nicht wirklich weiter. Außer, du lagst nicht ganz flach. Dann machst du einen Situp.

 

Das Baby stützt sich beim Sitzen nach hinten ab, wenn es nach hinten kippt. (52%)

Manchmal. Machmal scheinst du dich aber auch aus Spaß fallen zu lassen. Oder wenn du stillen willst.

 

Das Baby dreht sich auf dem Bauch um die eigene Achse. (100%)

Auf dem Rücken auch. Vor allem gerne auch im Schlaf...

 

Das Baby schafft den "Vierfüßlerstand", d.h. es stützt sich auf Hände und Kniee und hebt den Körper von der Unterlage. (94%)

Nein.

 

Das Baby krabbelt auf Händen und Knien. [Manche Babys überspringen das Krabbeln vor dem Laufen.] (84%)

Nope. [Dein Papa glaubt, dass du das auch nicht mehr machen wirst]

 

Das Baby steht auf beiden Beinen, wenn es unter den Armen oder an der Hüfte gehalten wird. (91%)

Jup. Du fordest das auch immer wieder ein, lässt dich dann auf den Po plumsen und streckst gleich wieder die Arme hoch, um wieder hochgezogen zu werden.

 

Das Baby zieht sich selbstständig an Möbeln o.ä. hoch . Es bleibt dort stehen, wenn es die Möglichkeit hat, sich fesstzuhalten. (86%)

Bis jetzt noch nicht. Ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit...

 

Das Baby läuft mit Seitwärtsschritten an Möbeln o.ä. entlang und hält sich dabei fest. (78%)

Nein.

 

Das Baby läuft an der Hand ein paar Schritte. (70%)

Nein, auch nicht.

 

Das Baby kann stehen, ohne sich dabei festzuhalten. (23%)

Nope.

 

Das Baby kann allein mind. 3 Schritte ohne Hilfe laufen. (20%)

Nein. Das wird wohl noch ein bisschen dauern.

 

Du machst das alles schon ganz gut, so mit dem größer werden.