Donnerstag, 2. Juni 2016

11 Monate kleiner Rabe

Mein kleines Engelchen! So langsam, aber sicher, merken wir, dass du kein Baby mehr bist. Mit großen Schritten wirst du zum kleinen Jungen. Ja sogar beim Stillen siehst du nicht mehr wie ein Baby aus. Du grinst dabei oder versucht, mit der Brust im Mund etwas zu sagen und schaust dabei wie ein herzallerliebster kleiner Schelm aus.
 
 
Verhalten

Überhaupt grinst und quasselst du den lieben langen Tag. Du kannst auch ganz bezaubernd lachen und giggeln. Oder aber sehr erzürnt sein. Wenn etwas nicht nach deinen Wünschen klappt, bist du frustriert und machst das auch lautstark klar.

Bei Menschen hast du inzwischen ganz feine Antennen, bzw. ganz deutliche Zeichen. Beispielsweise waren dir Oma und Opa in deutschland zunächst nicht vollkommen geheuer, weil du sie einfach so lange ja nicht gesehen hattest. Auf den Arm oder so ging daher erst einmal nicht. Am Ende der zwei Woche allerding hast du dann zum Beispiel mit Opa auf dem Sofa gesessen und gespielt und ihn dann aufgefordert, dich hochzunehmen und ihr seid gemeinsam durchs Wohzimmer gegangen, um euch alles ansehen zu können.

Auch merkst du ganz offenbar, wie es den Leuten um dich herum geht. Wenn ich gestresst und genervt nach Hause komme, bist auch du angespannt. Wenn ich gute Laune habe, dann lachst und kicherst und freust du dich. Nachts flüsterst du dein „Äta“, wenn du wach wirst. Morgens kreischst du es fröhlich dem Fenster entgegen.

Neues macht dir erst einmal Angst. Dann willst du auf den Arm. In Deutschland zum Beispiel hast du zum aller ersten Mal in deinem Leben in einem Sandkasten gesessen. Der Sand war dir erst nicht geheuer, sodass du dich fast schon panisch an mich geklammert hast. Auf meinem Arm war alles sofort wieder ok. Auf meinem Schoß hast du dann ganz vorsichtig erst einmal einen Finger in den Sand gesteckt. Als du gemerkt hast, dass der doch nicht beißt, kamen die anderen Finger dazu. Dann konnte ich dich direkt neben mich setzen. Eine Hand behielst du aber noch lange direkt an mir. Wohl just in case. Fall der Sand doch noch Zähne bekommen sollte oder so. Irgendwann hast du dann aber in aller Ruhe und ohne mich festhalten zu müssen vor dich hin gespielt und gebuddelt. Ob man das Zeug auch essen kann hast du kurz probiert und dir selbst die Frage mit Nein (und einem sehr amüsant engeekelten Gesichtsausdruck) beantwortet.
 

Gesundheit

Du bist gerade in dieser Woche wieder bei der Impfungs gewesen. Dabei warst du, wie jedes Mal, unglaublich tapfer. Du hast die Ärztin noch angelacht und dich neugierig und „Äta?“-fragend umgeschaut.  Sogar beim Pieks selbst hast du nur ein wenig unglücklich geschaut. Erst, als die Ärztin die Spritze langsam gedrückt hat, hast du kurz aufgeweint. Das muss aber auch unangenehm gewesen sein – dein Arm war an der Stelle danach etwa drei Tage lang ganz blau und geschwollen. Auf meinem Arm hast du dich aber auch sofort wieder beruhigt und wolltest – noch mit Tränchen in den Augen – schon wieder wissen, was was ist.

Die Nacht danach war recht hart. Du hattest ein kleines bisschen Temperatur, offenbar tat dein Arm auch noch ein wenig weh und dann ist genau dann auch noch dein zweiter Zahn durchgebrochen. Ganz „klassisch“ der zweite Schneidezahn unten.
 

Essen

Passend zu deinen Zähnen isst du derzeit immer mehr und stillst weniger. Du futterst fröhlich so ziemlich alles mit, was wir essen. Papa macht aber auch weiterhin extra Portionen für dich. Mit weniger Salz und nicht scharf etc. Du hast eine besondere Vorliebe für Kürbis (immernoch – war schon im Bauch dein Favorit!), Kartoffeln, Lotuswurzel, Erdbeeren, Wassermelone und Kekse. Außerdem trinkst du jetzt dein Wasser aus einer neuen Strohhalmflasche. Einer, für große Kinder. Auf der Verpackung stand ab 12 Monaten – aber du kannst das ja noch nicht lesen... ;-)
 

Lieblingspiele

Du malträtierst gerne den Kater, indem du an ihm herumzerrst. Du schnappst dir einfach da, wo du ihn greifen kannst, das Fell und ziehst ihn zu dir, als wolltest du dich mit ihm zudecken. Der Kater mag das nicht so sonderlich gerne und du bist dann immer sichtlich enttäuscht, wenn er wegläuft. Außerdem schreist du die beiden Katzen an. Also du schreist vor Freude extrem laut, wenn eine der beiden kommt. Meist nehmen sie da dann schon Reißaus (und uns klingeln die Ohren).

Extremst drollig ist derzeit, wie du versucht, Tiergeräusche nachzuahmen. Am besten ist dabei das Schwein. Wenn dein Papa oder ich „grunzen“, also so ein künstliches, kurzes „Schnarchen“ machen, versucht du, es uns gleich zu tun. Aber du hast den Dreh noch nicht ganz raus. Statt Luft einzusaugen und dabei ein Geräusch zu machen, atmest du aus und machst dabei ein Zwischending zwischen räuspern und fauchen. Ist blöd zu beschreiben, aber so unglaublich niedlich!

Du magst Bücher. Sehr gerne. Dein Lieblingsbuch ist offenbar die kleine Raupe Nimmersatt. Zumindest wählst du die abends immer zielicher aus den 3-4 Büchern aus, die ich dir vorlege. Beim Vorlesen bätterst du dann immer wieder auf die Titelseite, deutest auf die Raupe und sagst „Äta! Äta!“. Überhaupt versucht du immer weniger, deine Bücher zu essen, sondern blätterst fröhlich darin herum und schaust dir Bilder an.

Dein zweites Lieblingsspiel ist es, Boxen ein- und auszupacken. Wir haben ein paar kleine, handliche Boxen, allen voran eine Zahnspangendose, die du jeden Tag bespielst. Du machst sie dann immer auf und zu, legst etwas (z.B. ein Spielzeugauto) hinein, machst zu, schüttelst, machst auf, nimmt es heraus, legst es hinein, machst die Box auf und zu und so weiter und so fort. Anfangs mussten wir dir dabei noch helfen und du hast das auch sehr deutlich gemacht (indem du zum Beispiel die geschlossene Box, die du nicht selbst öffnen konntest, in unsere Richtung gehalten und so lange und immer lauter werden „äta!“ gesagt bis gebrüllt (ja, doofe Mama hatte es nicht kapiert) hast, bis wir sie dir geöffnet haben). Inzwischen machst du das ganz alleine. Wir dürfen aber zum Beispiel noch den Igelball in die Plastikzange klemmen.
 

Gewicht und Größe

Du wiegst inszwischen übrigens über 10 kg. Also beim letzten Wiegen waren es ganz genau 10 kg, aber seitedem hast du mit Sicherheit wieder ein paar gr zugenommen. Außerdem bist du so +/- 74 cm groß.

 

So, dann schauen wir mal, was die Entwicklungstabelle uns sonst noch so vorschlägt:
 

Das Baby spricht 3 klare Wörter und verwendet sie richtig. (44%)

Äta – Das da

Mama – wobei eher für „Auf Mamas Arm“

Ea – Fee

Lustra - Lampe
 

Das Baby erkennt seinen eigenen Namen. (38%)

Ich frage mich noch immer, wie man das wohl mit Sicherheit feststellen soll...

 

Das Baby spricht 6 klare Wörter und verwendet sie richtig. (8%)

Noch nicht.

 

Richtige Verwendung und klare Aussprache eines Wortes z.B. "Mama" oder "Papa", bzw. ein anderes Wort. ( 84%)

Ja. Also Äta zählt auf jeden Fall (sprichst halt mehr Russisch).

 

Das Baby lauscht auf das Ticken einer Uhr und reagiert auf beiden Seiten durch Kopfwenden.(100%)

Immer noch nicht ausprobiert.

 

Das Baby benutzt beim Greifen kleiner runder Gegenstände Zeigefinger und Daumen ähnlich wie die beiden Schneiden einer Schere. (100%)

Schon darüber hinaus. Denn:

 

Das Baby benutzt beim Greifen kleiner, runder Gegenstände die Fingerspitzen von Zeigefinder und Daumen. (92%)

Jup. Immer.

 

Das Baby benutzt den Zeigefinger getrennt von den anderen Fingern zum Zeigen. (74%)

Aber sowas von!

 

Das Baby läßt bewußt einen Gegenstand los, z.B. um ihn an einer bestimmten Stelle zu platzieren. (41%)

Aber auch sowas von! Siehe deine aktuellen Lieblingsspiele... Außerdem legst du gerne Sachen beim Essen auf den Tisch, nimmst sie wieder, legst sie wieder ab, nimmst sie wieder, wirfst sie auf den Boden, schaust nach unten wo sie hingefallen sind, willst sie wiederhaben,...

 

Das Baby kann einen Turm aus 2 Klötzen bauen. (13%)

Das müssten wir mal probieren. Bei Oma und Opa fandest du die Bauklötze irgendwie noch nicht ganz so spannend.

 

Das Baby zieht sich selbst zum Sitzen hoch. (92%)

Wenn was bzw. Wer zum Hochziehen da ist, ja.

 

Das Baby setzt sich selbstständig hin, ohne sich dafür irgendwo hochzuziehen oder festzuhalten. (88%)

Nein. Entweder du liegst, oder du sitzt. Da du weder Vierfüßlerstand noch krabbeln noch sonstwas tust, kommst du ohne hochziehen nicht wirklich weiter. Außer, du lagst nicht ganz flach. Dann machst du einen Situp.

 

Das Baby stützt sich beim Sitzen nach hinten ab, wenn es nach hinten kippt. (52%)

Manchmal. Machmal scheinst du dich aber auch aus Spaß fallen zu lassen. Oder wenn du stillen willst.

 

Das Baby dreht sich auf dem Bauch um die eigene Achse. (100%)

Auf dem Rücken auch. Vor allem gerne auch im Schlaf...

 

Das Baby schafft den "Vierfüßlerstand", d.h. es stützt sich auf Hände und Kniee und hebt den Körper von der Unterlage. (94%)

Nein.

 

Das Baby krabbelt auf Händen und Knien. [Manche Babys überspringen das Krabbeln vor dem Laufen.] (84%)

Nope. [Dein Papa glaubt, dass du das auch nicht mehr machen wirst]

 

Das Baby steht auf beiden Beinen, wenn es unter den Armen oder an der Hüfte gehalten wird. (91%)

Jup. Du fordest das auch immer wieder ein, lässt dich dann auf den Po plumsen und streckst gleich wieder die Arme hoch, um wieder hochgezogen zu werden.

 

Das Baby zieht sich selbstständig an Möbeln o.ä. hoch . Es bleibt dort stehen, wenn es die Möglichkeit hat, sich fesstzuhalten. (86%)

Bis jetzt noch nicht. Ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit...

 

Das Baby läuft mit Seitwärtsschritten an Möbeln o.ä. entlang und hält sich dabei fest. (78%)

Nein.

 

Das Baby läuft an der Hand ein paar Schritte. (70%)

Nein, auch nicht.

 

Das Baby kann stehen, ohne sich dabei festzuhalten. (23%)

Nope.

 

Das Baby kann allein mind. 3 Schritte ohne Hilfe laufen. (20%)

Nein. Das wird wohl noch ein bisschen dauern.

 

Du machst das alles schon ganz gut, so mit dem größer werden.

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen