Freitag, 10. Juni 2016

WGT 2016 - Sonntag

Wieder begann unser Tag mit einem ausgiebigen Hotelfrühstück. Dann brauchte der kleine Rabe noch eine ganze Weile auf dem Töpfchen. Danach war er quengelig und schlief, recht unerwartet, beim Stillen ein. Nun denn. Ich dacht zunächst, er würde bestimmt nur ein paar Minuten schlafen und fing an, mich fix ertig zu machen. Nun denn. Er schlief und schlief. Mittlerweise war das Haselchen neben ihm auch eingeschlafen. Und so pennten meine beiden Jungs, während ich so ein kleines bisschen auf glühenden Kohlen saß. Das Wetter sah nämlich echt nett aus vorm Fenster. Also, verglichen mit unserer Erwartung von Dauerregen. Eigentlich hätten wir jetzt dann ja schon unterwegs sein un der Rabe einfach im KiWa oder der Mandua schlafen kö... Ok, genau bei dem Gedanken fing es draußen an, wie aus Eimern zu schütten und ich war dann doch froh, das verpasst zu haben.

Vergeblich versuchte ich, meinem Haar wenigstens ein bisschen mehr Volumen zu geben, ohne es zu toupieren. Das kann ich nämlich ganz und gar nicht ab. Meine Versuchen klappten so mäßig bis gar nicht. Und meine Jungs schliefen und schliefen...

Nach sage und schreibe 1 ½ Stunden waren endlich beide wach. Dann natürlich noch frisch Wickeln und anziehen. Klar. Das Haselchen schnürte mich wieder in mein Korsett und ich den kleinen Raben ins Tuch. Denn unser Plan sah vor, zur Moritzbastei zu gehen. Und dort ist der Kinderwagen wirklich sehr, ehr unpraktisch. Es geht nämlich eine vergleichsweise lange Treppe nach oben.
  
Tatsächlich rein zufällig trafen wir direkt vor dem Hotel auf Margo und Tim und machten uns so nun gemeinsam auf den Weg zur MoBa. Dort angekommen schrieb das Haselchen mit einer Freundin aus china, die inzwischen in England lebt und zum WGT mit ihrem Mann gekommen war. Die beiden waren auch gerade auf dem Weg zur MoBa. Wir schauten ein wenig herum, dann kamen die beiden auch schon die Treppe hoch. So redeten wir ein Weilchen. Alle bekamen langsam Hunger und wir kauften uns etwas zu essen. Auch der kleine Rabe wollte etwas und futterte erstmal Teig und Gemüse aus meiner Falaffel mit.
 
Dann sah es plötzlich so aus, als würde uns gleich der Himmel auf den Kopf fallen. Zuminest aber, als hätten wir das Ende der Welt erreicht. Denn es wurde immer finsterer, dunkle Wolken zogen sich über uns zusammen und auf einmal begann es, junge Hunde und Katzen zu regnen. Der kleine Rabe und ich hatten das Glück, bereits unter dem Zeltdach der Zonkus Conkus Futter- und Bier-stands zu stehen. So blieben wir komplett trocken. Und weil immer mehr Leute auf die Idee kamen, sich dort auch unterzustellen, wurde es sogar noch richtig kuschelig und angenehm warm. Mit dem Unwetter war nämlich auch eine Kaltluft-Front über uns hereingebrochen. Ich konnte meinen Atem sehen. Ich habe versucht, das zu fotografieren, hat aber nicht geklappt.
 
Liebe Leute hinter uns auf der Bank boten immer wieder an, dass ich mich mit dem Kleinen ruhig hinsetzen sollte und wollte Platy machen. Aber der kleine Rabe mage es nicht, im Tuch oder in der Trage zu sitzen, während ich sitze. Also blieb ich noch ein bisschen stehen. Irgendwann war er dann aber doch quengelig. Glücklicherweise hatte er Regen da schon etwas nachgelassen. So setzten wir uns hin. Der kleine Rabe auf dem Tresen, ich auf der Bank davor. Der Mini-Chameur verzauberte ein bisschen die Köchin und krümelte alles mit Rosinenbrötchen voll, um dann doch lieber ausgiebig zu stillen, was die Köchin noch mehr verzückte und zu Anekdoten aus der Stillzeit mit Ihrer Tochter anregte. :-)
 
Als der Regen endlich ganz aufgehört hatte un die Sonne langsam wieder hervor kam, war es langsam Zeit für das Haselchen, sich auf den Weg zum Konzert von „Vallhall“ zu machen. Außerdem war der kleine Rabe inzwischen chon eine ganze Weile wach, machte aber im Tuch irgendwie keine Anstalten, zu schlafen. Alles viel zu spannend...
 
So gingen wir zurück zum Hotel. Ich legte den Raben hin, er machte ein kurzes Nickerchen und wir spielten udn warteten auf das Haselchen. Der kam dann nach einem sehr guten Konzert auch bald zurück und prästeniterte uns stolz sein neues Bandshirt.
 
Kurz überlegte, wir, noch einmal irgendwo hin zu gehen. Aber es war kalt und bäh und überhaupt. So blieben wir auf dem Zimmer, aßen zu Abend (das Haselchen hatte zwei volle Einkaufstüten vom rewe Go aus dem Hauptbahnhof mitgebracht – mit Brot und Aufstrich und Quark und so weiter) und kümmerten uns um den kleinen Raben.
 
Eigentlich hatte ich abends nochmal los gewollt. Konzert in der Moritzbastei (also unten) schauen. Aber bis dann der kleine Rabe richtig schlief, war es mir unter der warmen Decke viel zu gemütlich, um freiwillig nochmal vor die Tür zu gehen.
 
Stattdessen tranken das Haselchen und ich ein Gläschen Wein und redeten bis fast ein Uhr morgens. Das war auch sehr schön und das haben wir im gewöhnlichen Alltagstrott viel zu lange nicht gemacht. Und das sollten wir wieder öfter tun. 








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