Montag, 27. Juni 2016

Wie die Mutter, so der Sohn

Normalerweise heißt es ja "Wie der Vater, so der Sohn". Und in gewissem Maße stimmt das auch bei uns. Beispielsweise spricht der kleine Rabe mehr Russisch als Deutsch, sieht seinem Papa sehr, sehr ähnlich, ist groß, hat riesige Füße und bekommt Locken (leider auch "lockige" Nägel, die an den Zehen schon einen Tendenz zum Einwachsen zeigen - das Haselchen musste genau deswegen bereits mehrfach operiert werden). Er mag Brüste und hat einen Penis. Und auch sonst hat er natürlich viel von seinem Papa. 50% seiner Gene. Aber 50% sind von mir. Und das merkt man eben auch.

Wir sind beide faul

Ich habe als Baby auch vor meinem ersten Geburtstag nicht mit dem Krabbeln angefangen, was meine Mama damals dazu brachte, mit mir einen Entwicklungstest zu machen. Der kleine Rabe krabbelt auch noch immer nicht, macht überhaupt keine Anstalten dazu. Aber da ich ja aus der Erfahrung meiner eigenen Mama weiß, dass das erstmal nix zu bedeuten hat, mache ich mir da gar keine Gedanken.

Quasselstrippen

Dafür war ich als Baby mit den Sprechen nicht nur schnell, sondern auch schnell weit. Der kleine Rabe ebenfalls. (Im Übrigen auch das Haselchen)

Wir haben beide mit 6 Monaten unser erstes Wort gesagt.

 Noch nicht ganz ein Jahr alt sagt er die folgenden Wörter schon recht zielsicher (manchmal wird alles auch einfach Äta, vor allem wenn er müde oder genervt ist):

Mama(mamamamama)

Baba (nicht sicher sind wir noch, ob das Papa oder Barada, also Bart, heißen soll oder vielleicht synonym verwendet wird)

ecker (lecker - für alles Essbare und den Vorgang des Essens an sich)

atze (Katze)

Ea (Fea - Fee)

Kaka (vor allem für kleine Sachen, bei denen das Haselchen ihn mit einem "Kaka, nicht essen" davon abzuhalten versuchte, sie sich in den Mund zu stecken - seitem ist jeder lose Faden und jeder Krümel ein "Kaka", manchmal plappert er es aber auch einfach vor sich hin - wohl, weil wir dann immer zu grinsen anfangen)

Äta (das da)

Und dann versucht er immer wieder auch, nachzuplappern, was wir so sagen und damit dann auch Dinge zu bennen. Beispielsweise "Schank" für Schrank. Oder Gestern hat er gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd als wir ihm auf seine Aufforderung "Eis!" hin eine Reiswaffel gegeben haben.

Verfressen

Er isst. Viel. Und alles, was er bekommen kann. Meine Eltern erzählen mir immer wieder, wie ich mit rund 1 1/2 Jahren im Urlaub zwei Stunden lang auf meinem Stuhlk kniete, um Olive und Feta und Zaziki zu probieren und wie selbst der Koch aus der Küche kam um sich das Kind, das alles isst, anzuschauen.

Aktuelle sieht es ganz danach aus, als käme der kleine Rabe auch hier ganz nach mir. Was auch immer er zu fassen bekommt - es wird gegessen. Ganz besonders dann, wenn wir es auch essen. Er verzieht dann zwar manchmal das Gesicht, aber will trotzdem nochmal probieren. Und nochmal. Und nochmal. Bis es ihm schmeckt. Einen Faible hat er - wie wohl alle Kiner - für Süßkram. Allem voran Eiscreme, von der ich ihn immer mal wieder naschen lasse, wenn ich ein Eis esse (und mir dabei recht sicher bin, dass er dadurch weder krank, noch fettleibig, noch verwöhnt noch sonstwas wird). Er futtert Suppen und Gemüse und Frikadellen mit ordentlichem Knobigeschmack weg wie nix. Ja sogar scharfes Essen hat er schon versucht - und für gut befunden. Er saß dann zwar minutenlang mit offenem Mund herum, wollte dann aber mehr. Sehr gerne mag er aber auch Saures. Ganz beeindruckend war da uner Versuch "Wir geben dem Babz Zintrone und filmen das lustige Gesicht". Nun ja. Wir gaben dem Babz Zitrone. Und er schmatze und schmatze mit großen Augen und wollte mehr.

Dickschädel

Sowohl körüerlich, als auch im übertragenen Sinne, sind wir ganz schöne Dickschädel. Ich hatte schon immer einen großen Kopf und der kleine Rabe fällt dabei ebenfalls - sofern ch nicht komplett falsch gemessen habe - aus der Kurve. Aber da er sich sonst gut entwickelt, machen wir uns da erstmal keine Sorgen und werden es in aller Ruhe beim nächsten Baby-TÜV ansprechen. Und ja, stur sind wir.

Biorythmus

Ich bin ein Langschläfer und eine Nachteule. Und bis jetzt tut der kleine Rabe es mir gleich. Seine Schlaenszeit am Abend ist meist nicht vor 21:00 Uhr (ok, ein bisschen liegt das auch daran, dass ich ihn halt gerne selbst ins Bett bringe und er dann auch besser einschläft und ich einfach je nach meiner Schicht erst am Abend nach Hause komme). 

Dafür beschweren sich viele Eltern, dass ihr Kids morgens so früh wach sind. Damit haben wir bis jetzt kein Problem. Wenn wir beide zusammen liegen bleiben, stillt und pennt und kuschelt er manchmal sogar bis 9 Uhr, bevor es Zeit zum Aufstehen wird. Normalerweise bis 8. Und selbst unter der Woche, wenn ich mich um 6 Uhr aus dem Bett schleiche, schläft er immer mindestens bis um 7 Uhr weiter, manchmal sogar noch länger.

Und auch in Sachen Durchschlafen sind wir uns sehr ähnlich. Ich habe als Kind satte 3 Jahr gebraucht, bevor ich richtig durchgeschlafen habe. Und auch beim kleinen Rabe ist das absolute Maximum, das wir bis jetzt hatte, ca. 4 Stunden. Danach muss er stillen. Sonst hilft nix. Aber es stört mich nicht und da ich ja tagsüber nicht da bin, lasse ich ihn gerne nachts ganz viel Mama tanken. Und, wie eine ganz ausgesprochen liebe Twitterin neulich feststellte: "Man bekommt keine Kinder, um besser zu schlafen.".

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