Samstag, 2. Juli 2016

12 Monate kleiner Rabe

Ich gebe zu, mein Kleiner, ich habe diesen Post schon VOR dem 2. Juli angefangen. Ich bin mir nämlich recht sicher, dass ich an deinem Geburtstag besseres zu tun haben werden, als zu bloggen.

 

WOW.

 

Geburtstag.

 

Die Vorstellung, dass es schon ein ganzes Jahr her ist, dass du geboren wurdest, ist einfach nur krass. Das klingt so blöd, aber anders kann ich es einfach nicht ausdrücken.

 

Dieses Jahr ist so unglaublich schnell rum gewesen, dass es schon fast gruselig ist.

 

 

Anstrengendes erstes Jahr?

 

Viele sagen ja, das erste Jahr, das Baby-Jahr, sei besonders anstrengend. Wegen dem Schlafmangel und allem. Aber ich muss sagen, ich habe das so gar nicht empfunden. Ja, die letzten Wochen der Schwangerschaft damals, die empfand ich als anstrengend. Mir tat alles weh, ich schlief schlecht und so. Aber vor allem war ich sehr nervös, wann es wohl losgeht und wie und wie wir ins Krankenhaus kommen und alles. Und das zehrt halt schon an den Nerven. Aber dieses erste Jahr seit du geboren wurdest war einfach nur wunderbar.

 

Jeder Tag mir dir ist ein Geschenk und ich könnte einfach nur wieder und wieder vor Glück zu weinen beginnen. Einfach, weil es dich gibt und weil ich dich so sehr liebe. Du hast meine Welt und mich so sehr verändert. Uns alle. Und so sehr zum Guten!

Ich habe dank dir verstanden, was mir in diesem Leben wichtig ist. Und auch, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Und was ich für diese Welt hinterlassen möchte. Zeitgleich gibst du mir einen Sinn. Etwas, bzw jemanden, für den es sich zu kämpfen lohnt. Nicht für mich und nicht für das heute, sondern für dich und alle anderen Kinder dieser Welt. Für ein besseres Morgen. Und ebenso gibt mir die bloße Tatsache, dass du bist, einen Sinn für mich und für das Heute. Einen ECHTEN Sinn, der mich am Morgen mit Freude im Herzen und einem Lächeln auf den Lippen aufwachen und am Abend ebenso einschlafen lässt. Dank dir genieße ich jeden einzelnen Tag. Und habe keine Angst mehr. Denn irgendwie wird alles gut werden. Und alles ist gut so, wie es ist.
 

Klar, es gab Momente, die nicht ganz so super waren. Zum Beispiel als du nachts nicht schlafen wolltest, aber auch nicht von mir, sondern ausschließlich nur von deinem Papa getragen werden wolltest und mir nur ins Ohr gebrüllt hast. Oder als wir noch krampfhaft versucht haben, dich im Beistellbett zum Schlafen zu bringen und ich nachts immer im Sitzen gestillt habe. Oder auch als du permanent Clusterstillen wolltest und ich kaum auf Klo gehen, geschweigedenn meine Haare waschen oder in Ruhe essen konnte. Oder als du weder den Kinderwagen, noch das Tragetuch akzeptiert hast und mir so ein bisschen die Decke auf den Kopf fiel. Ja, all das war nicht so wunderbar. Aber es war doch nicht viel. Kleinigkeiten, im Vergleich dazu, wie unglaublich glücklich du uns beide machst. Alleine damit, dass du bist.

 

Du bist aber auch toll.

 

Du hast fast immer gute Laune, die unglaublich ansteckend ist. Schon am Morgen wachst du mit einem Lächeln auf und quiekst vergnügt, wenn ich den Vorhang aufziehe. Und wenn du die Katze entdeckst. Und Papa herein kommt.

 

 

Essen

 

Du isst gerne und hast Spaß dabei. Du machst Faxen und schmeißt alles auf den Boden, gerne auch mal mit Hilfe eines stibitzen Essstäbchens. Und wenn es plötzlich doch keinen Schlag tut, weil wir was auch immer du gerade gen Boden geschickt hast in der Luft fangen konnten, guckst du verdattert. Zwischendrin bestehst du beim Essen immer darauf, auch uns zu füttern und hälst uns etwas zu Essen so lange entgegen, bis Papa oder ich den Kekskrümel oder die Nudel oder den Löffel mit Haferschleim oder was auch immer gegessen haben. Dann freust du dir nen Wolf und isst selbst weiter.

 

 

Spielen

 

Du spielst auch mal für dich alleine. Der absolute Renner dabei ist, irgendwas irgendwo hinein zu legen. Am aller, aller liebsten deine aufziehbaren Autos, die du in eine zahnspangendose legst. Dann wir die Dose geschlossen und geschüttelt, geöffnet, das Auto wieder rausgenommen, wieder hineingelegt usw. Du spielst auch gerne mit deinem „Gemüse-Schneiden-Set“, indem du die Teile einfach auseinander brichst. Und deine Stapelbecher fidest du auch cool, so um sie durch die gegen zu werfen oder ineinander zu stecken. Aber am liebsten interagierst du mit uns. Gibst uns Spielsachen und freust dich, wenn wir uns bedanken. Bittest uns (wortlos, aber deutlich), dir Sachen aufzuziehen (vor allem die Autos^^), dir etwas zu geben, etwas zu öffnen, das du nicht auf bekommst, dir ein Buch vorzulesen und so weiter. Außerdem willst du immer wieder hoch gehoben werden, sodass du stehen üben kannst. Und du kuschelst auch gerne, umarmst uns inzwischen richtig mit deinen Armen um unseren Hals. Manchmal wirst du gerne gekitzelt (manchmal auch nicht und grummelst, wenn man es versucht) und giggelst mit dem süßesten Kleinkind-Lachen der Welt.

 

 

Sozialverhalten

 

Ein wenig schühtern bist du derzeit mit anderen Kindern. Wir sind immer mal wieder unten Im Compound, wo dann ganz viele Kinder aller möglichen Altersklassen sind. Du lächselst dabei meistens die Erwachsenen an (nicht alle – du zeigst, wen du magst und wen nicht), hast Angst vor den älteren und gleichalten Kindern und ignorierst die Babies recht konsequent. Richtig Leben kommt dafür in die Bude, wenn du eine der Compound-Katzen entdeckst. Da willst du am liebsten gleich hin. Vor Hunden hingegen fürchtest du dich eher, spätestens, wenn sie bellen willst du auf den Arm. Wobei du da auch ggf einfach uns spiegelst – deine Eltern haben auch beide absolut keinen Draht zu Hunden.

 

 

So, und wie jeden Monat jetzt noch ein bisschen Vergleichen mit der Entwicklungstabelle:

 

Das Baby erkennt seinen eigenen Namen. (80%)

Mag sein. Genau wissen wir es nicht.

 

Das Baby spricht 6 klare Wörter und verwendet sie richtig. (21%)

-          Mama(mamamamama)

-          Papa

-          ecker (lecker)

-          atze (Katze)

-          ea (fea = Fee auf Russisch)

-          kaka

-          äta (das da auf Russisch)

 

Das Baby benutzt beim Greifen kleiner, runder Gegenstände die Fingerspitzen von Zeigefinder und Daumen. (100%)

Jup. Wobei du dir Essen lieber mit Daumen und Mittelfinger in den Mund steckst.

 

Das Baby benutzt den Zeigefinger getrennt von den anderen Fingern zum Zeigen. (90%)

Ohhhh ja!

 

Das Baby läßt bewußt einen Gegenstand los, z.B. um ihn an einer bestimmten Stelle zu platzieren. (73%)

Ja, ständig.

 

Das Baby kann einen Turm aus 2 Klötzen bauen. (36%)

Kann vielleicht, will aber nicht, also versucht es gar nicht erst. Bis jetzt zumindest.

               

Das Baby zieht sich selbst zum Sitzen hoch. (94%)

Aber nur an unseren Händen. Alles andere, was dazu geeignet wäre, wird ignoriert.

 

Das Baby setzt sich selbstständig hin, ohne sich dafür irgendwo hochzuziehen oder festzuhalten. (93%)

Wir gehabt nur im Situp wenn du nicht ganz flach gelegn hast.

 

Das Baby stützt sich beim Sitzen nach hinten ab, wenn es nach hinten kippt. (72%)

Manchmal.  Meist eher nicht. Aber du sitz halt auch meitens auf dem Bett, dann macht das mit Schmackes umschmeißen richtig Spaß...

 

Das Baby schafft den "Vierfüßlerstand", d.h. es stützt sich auf Hände und Kniee und hebt den Körper von der Unterlage. (96%)

Ein einziges Mal hast du den gepackt, dich dann aber gleich wieder wie ein nasser Sack runter plumpsen lassen, umgedreht und wolltest auf den Arm. War die offenbar nicht ganz geheuer.

 

Das Baby krabbelt auf Händen und Knien. [Manche Babys überspringen das Krabbeln vor dem Laufen.] (91%)

Nope.

 

Das Baby steht auf beiden Beinen, wenn es unter den Armen oder an der Hüfte gehalten wird. (100%)

Jup.

 

Das Baby zieht sich selbstständig an Möbeln o.ä. hoch . Es bleibt dort stehen, wenn es die Möglichkeit hat, sich fesstzuhalten.   (93%)

Jein. Also du ziehst dich nicht ganz selbstständig hoch, aber sobald du dich irgendwo festhalten kannst (an uns, dem badewannenrand, dem Bett oder sonstwas) stehst du immer sicherer und versucht sogar ab und zu, dich langsam hinzusetzen anstatt dich einfach fallen zu lassen.

 

Das Baby läuft mit Seitwärtsschritten an Möbeln o.ä. entlang und hält sich dabei fest.     (86%)

Nein.

 

Das Baby läuft an der Hand ein paar Schritte.      (84%)

Nein, aber es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit...

 

Das Baby kann stehen, ohne sich dabei festzuhalten.     (41%)

Wr haben es nicht drauf angelegt, also nicht propier. Daher sage ich mal eher nein.

 

Das Baby kann allein mind. 3 Schritte ohne Hilfe laufen. (34%)

Nein.

 

Das Baby kann sich im Stand bücken und auch wieder aufrichten, ohne sich dabei festzuhalten. (15%)

Nein.

 

Das Baby läuft nun sicher und fällt selten hin.    (12%)

Nein.

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