Montag, 18. Juli 2016

Der erste Haarschnitt

Wir haben uns heute endlich dran getraut, dem kleinen Raben zum ersten Mal die Haare zu schneiden.
 
Schon seit Wochen hatten wir darüber geredet. Denn: Er hat offenbar die Locken seines Papas geerbt. Und er hatte schon bei der Geburt recht viele Haare, die dann nie ausgefallen, sondern einfach immer weiter gewachsen sind. Und nun ist es hier halt heiß. Heißer, als in Deutschland. Und schwül ohne Ende. Auf jeden Fall schwitze der arme kleine Rabe. Wie irre und ganz besonders am Kopf.
 
Also beschlossen wir, ihm die Haare zu schneiden. Für mich ein bisschen schweren Herzens. Denn sein zauberhaft zarter Babyflaum wäre damit dann ja auch irgendwie weg. Und überhaupt ist halt der erste Haarschnitt so ein erstes Mal, so ein weiterer Schritt weg von der Babyzeit und hin zum Kleinkind.
 
Aber, machen wir uns nichts vor, das hält man doch eh nicht auf. Warum also den armen Jungen schwitzen lassen?
 
Heute dann war es soweit.
 
Es gibt ja auch Kinderfrisöre. Und vielleicht ist das für ältere Kinder ganz interessant. Vor allem, wenn man dann halt irgendwann auch wirklich eine Frisur haben will, die diesen Namen auch verdient hat.
 
Aber bei uns ging es mehr darum, die Babyhaare halt ein bisschen zu kürzen. Das muss nicht akkurat geschnitten, adrett gestylt und hochmodern sein. Einfach nur ein paar Zentimeter kürzer.
 
Also haben wir dem Raben und uns den Stress erspart, extra zu einem Kinderfrisör zu fahren. Stattdessen haben wir ihm zu Hause selbst die Haare geschnitten.
 
Da es ja sein erster Haarschnitt war, haben wir erst einmal vorsichtig mit der Babynagelschere eine Strähne abgeschnitten, um sie in sein Babybuch zu kleben und aufzubewahren. Das ging noch.
 
Dann nahm ich ihn auf den Arm und das Haselchen machte sich mit der Haarschneidemaschine ans Werk.
  
Die Haarschneidemaschine 

Eigentlich kennt der kleine Rabe die ja. Wir schneiden uns ja regelmäßig gegenseitig den Undercut bzw Sidecut nach und der Kleine sitzt dabei immer direkt vor uns und schaut zu. Aber offenbar ist das halt doch nochmal ne andere Hausnummer, wenn die eigene Haare ab sollen...
 
Also obwohl er auf dem Arm war und wir ihm beide gut zuredeten, brüllte er wie am Spieß. Er ließ sich zwischenzeitlich ein bisschen beruhigen, indem wir stillten und ihn fragten, wo die Lampe, der Kratzbaum etc ist. Da zeigte er nämlich immer ganz ruhig und neugierig in die entsprechende Richtung (woran wir dann auch festgemacht haben, dass es ihm einfach nicht gefällt und er nicht gerade Todesängste durchstehen muss - in letzterem Fall hätten wir natürlich sofort abgebrochen und eine andere Lösung gesucht).
 
Aber da er insgesamt seinen Kopf halt nie mehr als ein paar Sekunden still hielt, dauerte es gefühlt eine Ewigkeit und das Ergebnis ist... Öhm... Ja also die meisten Haare sind irgendwie kürzer als vorher. Nicht alle. Hier und da schauen doch noch lange Strähnen heraus und es ist alles ein bisschen ungleichmäßig geschnitten.
 
Aber was soll's. Er muss morgen keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Für uns bleibt er das schönste und süßeste Kind der Welt. Und soooo schlimm ist es nun auch wieder nicht... ;-)

Das sind die Haare, die der kleine Rabe heute gelassen hat 

Kommentare:

  1. Liebe Fledermama, da hat dein kleiner Schatz aber wirklich viele Haare gelassen. Mir fiel das erste Mal Haare schneiden auch wahnsinnig schwer :(
    Gruß, Jessy!

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    1. Und dann habe ich ein paar Tage später nochmal nachgeschnitten und da kamen nochmal ganz viele... Und seitdem sind sie wirklich nicht mehr so flaumig-weich. 😭

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