Donnerstag, 24. November 2016

Rabenschnabel: Mein Wochenende

Hallo. Ich bin der kleine Entdecker. Ich glaube, ihr kennt mich als den kleinen Raben. Was ein Rabe ist, weiß ich schon. Ein Vogel ist das. Den kann man toll in den Schnabel beißen und der ist ganz weich und plüschig. Ich will euch mal von meinem Wochenende erzählen. Also so heißt das doch, wenn Mama und Papa beide zu Hause sind, oder? Weil wenn ja, dann war Gestern und Vorgestern bei uns das Wochenende. Und das war sehr schön. Also vor allem das Vorgestern.

 

Ich fand es sehr schön, dass meine Mama gleich zwei Tage nacheinander zu Hause geblieben ist. Das war schon ganz lange nicht mehr so. 6 Wochen, sagt Mama. Ich weiß nur, dass es lange war. Weil: Ich mag das nicht, wenn die Mama morgens zur Arbeit gehen muss. Ihr Mofa ist toll. Obwohl sie behauptet, es wäre ein Fahrrad. Aber wenn sie damit erst ganz spät wieder kommt, wenn es schon dunkel ist... Das ist doof. Ich bin gerne bei meinem Papa. Der spielt ganz viel mit mir und kitzelt mich durch und wirft mich, wenn die Mama nicht guckt, gaaaaanz hoch und fängt mich wieder auf. Und der macht auch ganz lecka Essen und geht mit mir spazieren. Aber trotzdem mag ich es am liebsten, wenn Mama un Papa beide da sind.

 

Am ersten Tag von unserem Wochenende war die Mama morgens noch ganz müde. Der Papa auch, glaub ich. Aber der Papa ist trotzdem mit mir spazieren gegangen. Es fiel Wassa vom Himmel. Deshalb hat der Papa die Plastikhülle über mein Brrrumm gemacht. Und weil es auch ganz windig war, hat er das die ganze Zeit festgehalten. Das sah lustig aus. Wir sind dann zum Bäcker gegangen. Das ist ein Laden, in dem es ganz leckere Sachen zu kaufen gibt. Am liebsten mag ich daMassa. Mama und papa sagen, das wären Muffins, aber die sagen manchmal so komische Worte und sind sich dann nicht mal einig... Also ich sage, da gibt es Massa. Dann hat der Papa noch was gesucht, aber nicht gefunden. Nämlich einen Laden mit Blumen für die Mama. Ich mag Blumen auch. Die kann man so toll auseinander pflücken! Babaka, zu denen die Mama Schmetterlinge sagt, auch, aber wenn ich das mache, gucken alle so komisch...

 

Auf jeden Fall sind wir dann wieder nach Hause gekommen und ich habe die Mama gesucht. Ich dachte schon, sie wäre wieder weg. Aber plötzlich kam sie aus dem Schlafzimmer und hat sich gefreut. Ich mich auch. Ich habe dann mit meinen Autos gespielt und sie alle der Mama gegeben. Die sollte sie in derHand halten. Weil Mamas Hand ist groß, da passen ganz viele Autos drauf. Dann saß die Mama am Tisch und hat Kaffee aus einer Tasse getrunken und einen von den leckeren Sachen aus der Bäckerei gegessen. Der Papa war in der Küche und hat was mit Obst gemacht. Ich wollte dann auf Mamas Schoß und habe dabei die Banan auf dem Tisch gefunden und ein bisschen davon gegessen.

 

Dann hat der Papa mir ein Video gezeigt. Da kam einMann drin vor. Und eine Tante. Und ein Kamas. Ein ganz großer LKW. Und dazu spielte Musik. Ich fand das ganz toll. Plötzlich war es zu Ende. Da musste ich erstmal weinen. Aber der Papa hat es wieder an gemacht und ich habe mich gefreut. Dann war es wieder zu Ende und ich musste wieder weinen und habe nach dem Kamas gerufen. Und dann hat die Mama es wieder angemacht. So ging das eine ganze Weile.

 

Dann brachte mir die Mama so buntes Zeug. Das war ein bisschen nass. Ich habe ein bisschen meine Finger hinein gedrückt und es dann herumgeworfen. Das machte aber gar nicht so richtig Krach. Deshalb war es mir ein bisschen langweilig und ich wollte lieber noch mal das Video mit dem LKW sehen. Und nochmal. Und nochmal. Dabei habe ich dann die Schubladen mit den Fernbedienung und Kabeln entdeckt. Als ich die wieder zu gemacht habe, tat plötzlich mein Finger weh und ich musste weinen. Die Mama hat mich aber gleich in den Arm genommen und meinen Finger gesund geküsst und dann sind wir sogar noch zum Papa in die Küche gegangen. Da hatte ich schon vergessen, warum ich weinen musste. Da darf ich auf Mamas Arm nämlich immer die Dunstabzugshaube an und aus machen und das macht Spaß.

 

Dann hat der Papa mir leckere Suppe geben. Und Brot. Und dann hat er behauptet, er würde mir Obstpüree geben, das er selbst gemacht hat. Aber das stimmte bestimmt gar nicht! Weil Mango und so, das ist lecker. Aber was der Papa mir gegeben hat, das war gar nicht lecker. So habe ich dann auch geguckt und der Papa hat ganz laut gelacht und der Mama gesagt, dass es mir nicht schmeckt. Also essen Mama und Papa das jetzt selber. Warum die das überhaupt essen wollen, weiß ich nicht...

 

Dann hat mir die Mama noch die Winde gewechselt. Wenn die Mama das macht, ist das gar keine Pamba, sondern eine Stoffwindel. Aber das ist ein schweres Wort.

 

Dann hat sich die Mama mit mir ins Bett gekuschelt. Zuerst dachte ich, ich soll jetzt schlafen und habe nach dem Papa gerufen. Aber dann hat die Mama gesagt ich muss gar nicht schlafen, wenn ich nicht möchte und wir würden uns nur ein bisschen ausruhen. Das kann ich ja auch mit der Mama. Erst habe ich der Mama von einem anderen Tag erzählt. Da war ich mit Papa beim Anker und am gleichen Tag haben wir einen großen Brumm LKW und (Feuerwehr-)Männer gesehen. Irgendwann war ich dann nach "Papa Jaker. Kamas Brumm Manner!" mit dem Erzählen fertig. Also habe ich ein bisschen Milch getrunken und die Mama hat mir was erzählt. Da wurde es mir ganz warm und gemütlich und ich habe die Augen zu gemacht. Und die Mama hat mir versprochen, dass sie bei mir bleibt. Und da bin ich doch eingeschlafen. Zwischendurch habe ich immer kurz geschaut, dass die Mama wirklich noch da ist. Weil ich ja dabei noch halb geschlafen habe, habe ich ihre Hand gedrückt. Oder mich näher an sie geschmust. Oder nochmal ein bisschen Milch getrunken. Und sie war wirklich die ganze Zeit bei mir. Das war zwar ganz schön warm und ich habe ein wenig geschwitzt, aber es war auch sehr schön. Sonst muss ich nämlich immer erst nach Mama oder Papa im Bett suchen und manchmal sogar fragen, bis ich sie finde.

 

Als ich wieder wach war, ist der Papa nochmal mit mir spazieren gegangen. Er hat behauptet, wir würden Mango kaufen gehen. Aber in dem Laden gab es gar keine. Deshalb haben wir Banan gekauft. Die Mama war wieder zu Hause. Sie hatten Kopfschmerzen, hat sie gesagt.

 

Dann kamen wir wieder nach Hause und ich habe ein bisschen mit meinen Autos aus dem tas (Wäschekorb) gespielt. Außerdem habe ich versucht, „Ei“ bei den Ma-Katzen zu machen, aber die waren schneller, als ich krabbeln kann. Währenddessen waren Mama und Papa in der Küche. Es roch dann bald sehr lecker. Zum Abendessen gab der Papa mir dann Brot mit Tamataund Käse und Banan. Und dann kam die Mama aus der Küche und das, was so lecker gerochen hatte, waren Muffins. Die Mama behauptet, da wäre Fruchtpüree drin gewesen. Von dem ekeligen. Aber das stimmte gar nicht, da waren kleinen Stückchen Schokolade drin und die waren total lecker! Als ich mit meinem Abendessen done war, war ich so satt, dass ich nichtmal ein weiteres Stück Muffin essen konnte.

 

Dann hat die Mama mich im Bat ganz nass gemacht, mir erst die eine und dann die andare Seite aus ihremBH mit Milch gegeben , mir meinen Schlafanzug und die S(J)acke, die sie Schlafsack nennt, angezogen und mich in unser Schlafzimmer gebracht. Früher haben mir in dem hohen Bett geschlafen. Aber weil es mir sehr dolle wehtut, wenn ich nicht rechtzeitig merke, wo das zu Ende ist, sind wir jetzt in das andere Schlafzimmer umgezogen, wo das Bett ganz niedrig ist. Ob das da weh tut, weiß ich noch nicht. Da bin ich noch nicht raus gefallen. Da ist es aber auch jeden Fall lauter und ich kann immer genau hören, wenn auf der Straße ein Kamas oder ein Bus fährt. Bus sage ich übrigens immer auf Englisch. Dann hat der Papa mir noch gute Nacht gesagt, ich habe mich mit „Paka, Papa!“ verabschiedet und wir haben ein Buch gelesen. Ich wollte gerne das mit dem Mamaf und dem Gaga. Ich habe ein bisschen mit der Mama debattiert, dass das gar kein Traktor, sondern ein Bagger ist, aber sie hat das noch nicht eingesehen. Nur beim dem grünenGass waren wir uns einig. Sie wollte mir auch noch andere Bilder in dem Buch zeigen, aber die finde ich nicht so spannend.

 

Dann haben wir zusammen die (L)Ampa ausgemacht, ich habe nochmal ein bisschen Milch getrunken, die Mama hat mir unser Schlaflied vorgesungen und dann habe ich ganz schnell geschlafen.

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