Samstag, 31. Dezember 2016

2016

So, same procedure as last year... ;-)

Das Jahr neigt sich nicht nur dem Ende, sondern stürzt stolpernd darauf zu und ehe ich mich versehe, liegt es – Gesicht zuerst auf dem Boden – schon vor der Tür. Das ist ein Bild, das ich für 2016 irgendwie passend finde.

Ich hatte letztes Jahr beim Silvester feiern eine böse Vorahnung. Ich hatte das Gefühl, dass 2016 etwas schlimmes passieren und es kein gutes Jahr werden würde. Nicht für mich selbst, sondern ganz allgemein. Auch beim Wachsgießen (in Ermangelung eines Bleigießen-Sets) bekam ich ein Eichhörnchen – was offenbar für „Der Teufel ist ein Eichhörnchen“ steht. Also Obacht! 

Und leider sollte ich Recht behalten. Was in diesem Falle jedoch keine self-fulfilling prophecy sein kann, da ich bei den meisten Dingen, die 2016 nicht gut waren, gar nicht selbst beteiligt war... Viele Menschen sind 2016 gestorben. Zu viele. Prominente und Unbekannte. Dazu Brexit. Trump. Wahlerfolge der AfD. Der Hund meines Bruders (bzw. auch meiner Eltern) musste eingeschläfert werden. 

Das Haselchen und ich habe uns oft gestritten. So oft, glaube ich, wie zuletzt in dem Jahr, in dem wir zum ersten Mal zusammen gewohnt haben. Ich habe wieder angefangen zu arbeiten und habe mein Baby dabei so sehr vermisst, dass ich wochenlang täglich den Tränen nahe war.

Viel trauriges, beängstigendes und blödes ist 2016 passiert. 

Natürlich gab es auch tolle Dinge. Aufregendes, spannendes, schönes. Für mich war es das größte, dem kleinen Raben dabei zuzusehen, wie aus dem Baby ein richtiges, waschechtes Kleinkind wurde. Seine ersten 100 Worte. Seine ersten vollständigen Sätze. Sein erster Geburtstag.

Dann natürlich unsere Entscheidung, Shanghai zu verlassen und nach Leipzig zu ziehen. Diese, bzw. deren Konsequenzen in Form der Umzugsvorbereitungen, überschatten hier gerade alles so ein bisschen.

In der Summe bleibt für 2016 eigentlich nur die Zusammenfassung: Nächstes Jahr wird besser!

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Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?

Mein persönliches Jahr war eigentlich gut. Aber da ich halt nicht nur in meiner eigenen kleinen Blase lebe, würde ich persönlich diesem Jahr eine 6/10 geben.

Zugenommen oder abgenommen? 

Ich glaube ein bisschen ab. Aber nicht viel. So vielleicht 1 kg aufs ganze Jahr.

Haare länger oder kürzer? 

Länger. Ich habe nur zwischendrin mal Spitzen schneiden lassen. Jetzt gehen sie etwa bis zur Hüfte.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich glaube gleich geblieben. Sowohl im wortwörtlichen, als auch im übertragenen Sinn.

Mehr Geld oder weniger

Dieses Jahr: Mehr. Erst habe ich wieder angefangen zu arbeiten, dann wurde ich befördert.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Weniger. Wir haben zwar viele Kinderklamotten gekauft und öfter mal Essen ebstellt, aber dafür unsere Kurztrips am Wochenende stark reduziert.

Der hirnrissigste Plan?

Meinen Job hinschmeißen und ohne neuen Arbeitsplatz nach Deutschland zurückwandern.

Die gefährlichste Unternehmung?

Taxi fahren in China – ohne Gurt (weil keiner da) mit 120 km/h auf der Stadtautobahn

Die teuerste Anschaffung?

Öhm... Ich glaube dieses Jahr haben wir gar nichts wirklich teures angeschafft. Also nicht selbst. Und Geschenke zählen ja nicht wirklich. Die teuerste Einzelposition, die wir selbst gekauft haben, war glaube ich das neue Tragetuch mit so um die 70 EUR (wenn ich mich recht entsinne). Vielleicht war es auch der Reisebuggy mit um die 75 EUR? Ich bin mir nicht sicher. 

Das leckerste Essen?

Uff, da fragste mich was. Mein Haselchen kocht immer so leckere Sachen, steht dafür manchmal bis zu 6 Stunden in der Küche... Da ein einziges Essen rauszupicken, ist irgendwie nicht machbar. Daher sage ich ganz allgemein: Das, was mein Mann mit Hingabe und Liebe kocht.

Das beeindruckenste Buch? 

Asche auf mein Haupt, ich habe kein einziges Buch gelesen.

Der ergreifendste Film?

Puh. Wir haben kaum einen Film überhaupt in einem Stück gesehen...

Die beste Serie?

Southpark. Bei der aktuellen Staffel musste ich teilweise in meinen Bademantel lachen, um den kleinen Raben im Nebenzimmer nicht vor lauter Lachen aufzuwecken.

Die beste CD?

Nicht wirklich eine CD, aber ich habe meine Begeisterung für November Növelet und Haus Arafna entdeckt.

Das schönste Konzert?

Ich war auf genau einem einzigen Konzert. Saeldes Sanc und Ernst Horn während des WGTs. Aber das Konzert war toll. :-)

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Dem kleinen Raben, wenn die Nächte auch zählen. Wach mit der Arbeit.

Die schönste Zeit verbracht mit…? 

Dem kleinen Raben und dem Haselchen. Einfach beim Spazieren gehen.

Vorherrschendes Gefühl 2016? 

Vermissen

2016 zum ersten Mal getan?

- Auf der Arbeit Milch abgepumpt und dann nach Hause gebracht

- Ein Umzugsunternehmen angeheuert, das unseren gesamten Hausrat eingepackt und dann auf einen Seefrachtcontainer gebracht hat

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Einen ersten Geburtstag gefeiert

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? 

- Escalation calls

- Luftverschmutzung

- Meine Liebsten immer so sehr zu vermissen

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Das Haselchen sowie mich selbst vom Umzug nach Leipzig so ganz „ins Blaue“ hinein sowie das Haselchen davon, dass unsere neue Wohnung wirklich die richtige ist. Hat beides geklappt.

 

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 

Gemeinsame Zeit.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Die unglaubliche Unterstützung meiner Eltern bei unseren Umzugsvorbereitungen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

Mama en Papa

 

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Ich halte dich.

  

Besseren Job oder schlechteren?

Besseren.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Erfahrungen und Erkenntnisse. Und 2000 virtuelle Münzen in Roller Coaster Tycoon^^

Mehr bewegt oder weniger?

Mehr. Allein schon, weil ich jetzt immer mit dem Rad zur Arbeit fahre.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Ich selbst: 2

Der kleine Rabe: 2

Das Haselchen: 2

Davon war für Dich die Schlimmste?

Für den kleinen Raben Magen-Darm, weil ich mir da sehr Sorgen gemacht habe, als er nicht richtig getrunken hat und langsam dehydrierte.

Für mich selbst der grippale Infekt, weil ich eine Nacht richtig hohes Fieber hatte. Mit wirren Fieberträumen, Schüttelfrost und totaler Schwäche. Dabei wollte der kleine Rabe die ganze Nacht stillen, und hatte eine nasse Windeln, was ich aber nicht realisierte, sodass wir kurz vor 2 Uhr morgens beide weinend im Bett lagen...

Dein Wort des Jahres?

Mama

Dein Unwort des Jahres?

Escalated call

Dein Lieblingsblog des Jahres?

Rabensalat. Es gehört zu meinen festen Rituatlen, spätestens in der Mittagspause nachzuschauen, was es bei Frau Rabe so neues gibt.

Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?

Dass es mit unserem Umzug weiter so gut läuft, wir alle zusammen (inklusive dem Kater!) gut in der neuen Wohnung ankommen, ich dann am besten auch noch einen guten Job bekomme und unser neuer Lebensabschnitt ohne größere Reibungsverluste beginnt.

2016 war mit 1 Wort…?

Nervenaufreibend

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