Sonntag, 4. Dezember 2016

In der Weihnachtsbäckerei

Ich habe Plätzchen gebacken! Ich weiß, für viele ist das ganz normal und die machen das jedes Jahr. Für mich war es eine absolute Premiere. Also, dass ich alleine selbst Plätzchen gebacken und nicht nur meiner Mama beim Backen geholfen habe. Dabei fiel mir auf: Tatsache, seit ich 2007 zu Hause ausgezogen bin, habe ich keine Plätzchen mehr gebacken. Ich hatte trotzdem immer Massen an Weihnachtsplätzchen, weil Mama mich mit ausreichend Care-Paketen versorgt hat. Aber selbst gebacken habe ich nie. Bis eben jetzt.

Ich hatte mir natürlich schlauerweise einen der drei Tage ausgesucht, an denen ich alleine mit dem kleinen Rabe zu Hause war. Und habe natürlich auch vollkommen unterschätzt, wie viel Arbeit so „einfaches“ Buttergebäck macht... Und hatte nicht genug Butter im Haus und konnte auch nicht mal eben welche kaufen gehen, weil der nächste Laden, der VIELLEICHT Butter haben könnte rund 15 Minuten zu Fuß weg ist und die Luft richtig schlecht war und ich bei einem AQI von fast 190 dem Raben keinen 30 minütigen Spaziergang draußen zumuten wollte. Aber trotzdem hat es geklappt. Ich habe bis fast 23:00 Uhr gebacken und der Teig war mit teilweise Kokosöl nicht ganz optimal geschmeidig, aber die Plätzchen schmecken richtig gut. Der Rabe fand sie allerdings als rohen Teig noch besser und fordert bis heute bei dem Wort „backen“ sofort nach „Njamka!“.

Die restliche Butter – und das Kokosöl zum Strecken (70% Kokosöl, 30% Milch habe ich genommen)

Ein Löffel zum Mischen – Rührstäbe oder Knethaken haben wir (noch) nicht. Aber ja auch noch immer hier nur den kleinen Elektroofen. Das kaufen wir dann in Deutschland, wenn wir einen richtigen, großen Umluftherd haben... 

Der kleine Rabe hilft beim Kneten und probiert. Ab da will er gerne die Schüssel leer essen.

Der Teig ist ausgerollt. Der Rabe schaut neugierig, was ich da mache – und ob er nicht doch noch mehr Njamka abbekommen könnte.

Die ersten Plätzchen sind ausgestochen.

Dann mussten wir erstmal pause machen. Es war Zeit für das Abendessen des kleinen Raben. Danach noch waschen, umziehen und schlafen gehen. Als er tief und fest schlief, mache ich dann noch den Rest fertig.

Sogar unseren Silikon-Pinsel habe ich gefunden! *stolz*

Das erste Blech vor dem Backen

Und danach


Und weil ich beim Backen die ganze Zeit daran gedacht habe, wie schön das eigentlich früher war, gemeinsam mit meiner Mama in der Küche zu stehen, Teig zu kneten, auszurollen und auszustechen oder Kringel für die Marmeladenplätzchen zu legen oder das Spritzgebäck durch den Fleischwolf zu drehen etc. planen meine Mama und ich jetzt für nächstes Jahr ein 3-Generationen-Plätzchen-back-Wochenende. Bis dahin kann der kleine Rabe garantiert dann auch schon mithelfen - und darf noch mehr Teig naschen. Hach, ich freue mich jetzt schon! Ich brauche jetzt wohl einen Adventskalender mit 365 Türchen, damit ich bis dahin runterzählen kann... ;-)

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