Samstag, 12. August 2017

12 von 12 August 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Warten auf die Straßenbahn mit Aussicht aufs Finanzamt 

Müsli aus der Tasse (weil einfacher quer durchs Büro zu tragen) 

Mittagessen (die 2. Portion) 

Eventuell habe ich dann auch noch 2 Nougatcroissants gegessen... 

Der Himmel wird blau 

In Umstandshosen sieht man irgendwie immer komisch aus 

Zuerst hatte der Rabe Angst vor der Pfütze 

Dann ganz viel Spaß darin 

So viel, dass er erstmal baden musste, nachdem er unfreiwillig baden gegangen war. 

Wir holen aufgrund akuten Appetits auf solches Essen vom Asiaten um die Ecke 

Dann spielen wir noch ein bisschen draußen 

Und hängen die fertige Wäsche auf

Mittwoch, 9. August 2017

Schwangerschaftstagebuch - 18. Woche

17+5
 
Wir hatten einen tollen Tag mit Grillen und Spazieren und so und waren 4 Stunden am Stück draußen im Rosenthal. Insgesamt geht es mir super. Allerdings kündigen sich die ersten Wehwehchen schon langsam an. Ganz besonders klar ist es im Rücken. Der schmerzt schon hin und wieder ein wenig. Besonders, wenn ich den kleinen Raben mal wieder umher getragen oder hochgehoben habe. Es ist zwar auf jeden Fall noch zum aushalten, aber ich merke, dass das wohl bis Januar nicht wirklich besser werden wird...
 
Zugenommen habe ich bis jetzt praktisch nichts. Einerseits freut mich das im Sinne von "Woohoo, ich werde nicht fett!" - andererseits möchte ich nach der Geburt nicht unbedingt ins Untergewicht rutschen. Aber viel mehr, als gut, gesund und nach meinem Appetit zu essen, kann ich ja auch nicht machen...
 
Mein Bauch sieht inzwischen fast so aus, wie mit dem kleinen Raben damals in Thailand. Allerdings war ich da schon einen Monat weiter. Aber irgendwie kommt diese Schwangerschaft echt alles einen Monat früher.



Samstag, 5. August 2017

Tagebuchbloggen August 2017

Es ist der 5. des Monats, wie mir gegen Mittag plötzlich einfiel. Deshalb will Frau Brüllen mal wieder wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Heute bei mir mal ausnahmsweise ohne Arbeit:

 

00:27 Nach einem tollen Sommerfest des Büros liege ich im Bett und schlafe ein.

 

06:00 Ich wache kurz auf, schaue auf die Uhr, drehe mich um und schlafe weiter.

 

08:25 der Morgen beginnt mit einem gut gelaunten, wachen Kleinkind, das sich selbst aufsetzt und das dann ganz stolz verkündet. Wir kuscheln noch ein bisschen alle zusammen im Bett und dann geht es zu Töpfchen und frischen Klamotten.

 

09:30 Frühstück. Haferschleim für’s Kind und eigentlich Joghurt mit Honig für Mama. Letztendlich teilen wir uns dann doch beides miteinander und ich werde sogar auch mal gefüttert.

 

10:30 Der kleine Rabe spielt und das Haselchen und ich fangen mit dem hausputz an. Während der eine Staubwischt- und saugt, nehme ich mir erst die Wäsche und dann die Klos und Waschbecken vor.

 

12:02 Das Haselchen ist soweit durch mit seinem Part. Und durchgeschwitzt. Also geht er erstmal schnell unter H2O gestreift.

 

12:44 Ich habe auch die Dusche noch geputzt, während der Mann das Mittagsessen vorbereitet hat. Es gibt eine schnelle Nudelsuppe. Dann essen wir erstmal alle zusammen.

 

13:55 Der Rabe geht nochmal aufs Töpfchen und spielt ein bisschen, bevor wir es schaffen, ihn ins Schlafzimmer zu komplementieren.

 

14:35 Binnen Sekunden ist er an der Brust eingeschlafen. Laut seiner eigenen Aussage kommt da zwar keine Milch mehr raus, aber das hindert ja nicht daran, Mama weiter als zweibeinigen Nucki zu nutzen. Ich finde das aktuell nicht mehr sooooo angenehm, aber es funktioniert halt einfach gut.

 

15:11 Ich habe es ausnahmsweise mal geschafft, NICHT selbst mit einzuschlafen. Eine große Leistung für mich. Ganz leise schleiche ich aus dem Schlafzimmer und setze mich zum Haselchen ins Wohnzimmer, wo wir uns unterhalten und dabei den Kater streicheln.

 

15:58 Ein Blick auf das Babyphone und: WTF?! Wo ist das Kind hin?! Gedanklich schon einen Knall und ein Weinen vorweggreifend stürme ich ins Schlafzimmer – wo mich ein leicht verpennter Rabe auf dem Bett sitzend mit den Worten „Auf Mamas Arm!“ begrüßt.

 

16:30 Der kleine Rabe und ich essen den Rest des Haferschleimes vom Morgen gemeinsam auf dem Spielteppich sitzend. Danach backe ich einen schnellen Schokokuchen und schrotte dabei den Mixer (bzw. schrottet das Haselchen ihn, indem er versucht, darin Blockschokolade zu zerkleinern – was ich ja eigentlich von Anfang an von Hand machen wollte…). Dann will ich eigentlich mit dem kleinen Raben eine Runde spazieren gehen, aber es regnet gerade junge Hunde. Also spielen wir zusammen ein bisschen (aka machen wieder Chaos im vorher so schön aufgeräumten Kinderzimmer), während das Haselchen in der Küche rödelt.

 

18:50 Der Regen lässt nach. Auch, wenn es noch tropft, wollen wir jetzt gerne ein bisschen vor die Tür. Also packe ich den Raben in seinen chicen, knallgelben Regenponcho mit Öhrchen. Erst etwas vorsichtig, dann total begeistert tapsen wir also gemeinsam um den Block und lassen dabei keine kleine Pfütze aus. Nur die Großen heben wir uns für wann anders auf, wenn er auch Gummistiefel trägt. Außerdem sammeln wir ein paar Blätter. Mal wieder. Zur Abwechslung. Ist ja nicht so, dass wir schon etwa fünfhundermillionen überall gebunkert hätten…

 

19:55 Wir sind wieder zu Hause.

 

20:10 Abendessen. Es gibt Rippchen nach chinesischem Rezept, Reis und Gemüse.

 

21:20 Wir sind mit dem Essen fertig. Der Rabe denkt nicht einmal daran, sich langsam bettfertig machen zu lassen. Stattdessen rennt er lachend und aus voller Lunge kreischend im Flug umher, „stiebizt“ alles, was er gerade zu fassen bekommt, lässt sich dann jagen und hat viel Spaß dabei.

 

21:40 Unter vehementem Protest verfrachte ich das ausgedrehte Kind erstmal aufs Töpfchen. Er schaut noch ein bisschen „Smeshariki“ und geht dann ab in die Wanne. Das Haselchen wäscht ihn, putzt Zähne etc während ich mich selbst auch schon mal bettfertig mache. Dann gehen wir ins Bett.

 

23:12 Mit Erstaunen stelle ich fest: Das Kind schläft! Ich hatte ihm noch ein Schlaflied vorgesungen und er kugelte dann so ein wenig im Bett herum, während ich Twitter und Nachrichten auf dem Handy gelesen habe. Irgendwann war Ruhe und nun atmet er einfach tief und fest mit geschlossenen Augen und in die Luft gerecktem Po neben mir.

 

Da ich auch Morgen frei habe, schleiche ich nochmal aus dem Zimmer und schaue mir mit dem Haselchen zusammen noch für eine gute halbe Stunde lustige Bilder, Witze und Gifs auf seiner wall in vk an, bis auch ich selbst endgültig schlafen gehe.

 

Sonntag, 30. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 17. Woche

16+2
 
Das baby bat feiert wohl seine ersten Parties. So fühlt es sich zumindest an. Und das ist toll! Einzig der Gedanke, wie das wohl in ein paar Wochen bis Monaten wird, wenn es mich dann so richtig schön in die Rippen treten und in die Blase boxen kann, macht mich ein wenig nervös. Aber bis dahin genieße ich diese regelmäßige Rückbestätigung, dass es unserem Überraschungskind gut geht.
 
16+4
 
Heute war es sehr heiß. Im Büro ganz besonders. Ich hatte wegen einer unruhigen Nacht des kleinen Raben nicht gut geschlafen und es war mein 6. Tag in Folge auf der Arbeit. Und so kam es, wie ich es morgens bereits vermutet hatte: Am späten Nachmittag wollte mein Kreislauf nicht mehr so wie ich. Mir wurde richtig schön schwindelig und ich legte mich im Büro vorsichtshalber hin. Natürlich gab es viel Brimborium von allen Kollegen. Die Quintessenz war, dass ich eine gute Dreiviertel Stunde früher Feierabend machen musste und dass ich ab Donnerstag im ersten Stock sitzen werde. Da war nämlich noch genau ein Platz frei und da ist es nicht so unerträglich heiß und stickig wie in unserem Kämmerlein oben. Ein wenig tut es mir ja Leid, da ich meine Sitznachbarn gerne mag und wir uns aus der Einarbeitung alle kennen. Aber andererseits ist es wirklich besser, als nochmal in dieser Sauna zu sitzen. Und andere Kollegen kennen lernen wird auch schön. :) Das baby bat fand übrigens die ganze Aktion wohl eher spannend und wuselte wild herum, als ich auf dem Boden lag.
 


Dienstag, 25. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 16. Woche

15+4
 
Ich bin so ekelhaft positiv in dieser Schwangerschaft, das ist unglaublich. Und es geht mir auch richtig gut. Mein Kreislauf ist manchmal ein bisschen im Keller. Bei der Hebamme letztes Mal war mein Blutdruck 85/50, also schon ein wenig zu niedrig. Aber das habe ich gar nicht gemerkt. Interessant ist auch, dass ich bis jetzt kaum zugenommen habe. Obwohl ich großen Appetit habe und gut esse, habe ich kaum 1kg mehr drauf, als vor der Schwangerschaft. Aber mir soll es recht sein, so lange das baby bat fleißig wächst und gedeiht. Und das tut es ja. :)
 
So ganz langsam werde ich hibbelig, was das Geschlechtsouting betrifft. Im Endeffekt macht es ja keinen Unterschied, aber ich bin einfach so unglaublich neugierig... Aber ich muss mich wohl noch bis zur Feindiagnostik Ende August gedulden. Vorher habe ich keinen Ultraschall mehr.
 
Ich kann das baby bat inzwischen fast schon täglich spüren und habe sogar schon die erste dicke, harte Delle durch die Bauchdecke gespürt. Und die allerersten Tritte ebenfalls. Meine Hebamme sagte ja schon zum gut tastbaren Fundusstand und dem Herzschlag im Doppler "Bei dir ist halt nicht so viel Mama drum herum..." ;)
 
Einkaufen muss ich demnächst unbedingt. Mir passen nämlich aktuell meine bürotauglichen Hosen alle nicht mehr. Und so 1-2 Leggins könnte ich auch noch gebrauchen. Ich habe nur derart keine Lust auf Einkaufen gehen... Mir ist das ja immer ein Gräuel. Aber so langsam muss es mal sein. Leider...
 
15+5
 
Das Haselchen hat heute Morgen zum ersten Mal die Kindsbewegungen spüren können. Der kleine Rabe hatte sich mit Schwung auf mich geworfen, was das baby bat zum Wuseln brachte. Genug, damit auch das Haselchen es tasten konnte. ❤



Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 - Juli 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Auf dem Weg zum Büro 

Frühstück 

Bratheringsmassaker zu Mittag 

Statt Kaffee gibt es nachmittags eine Cola für die Energie 

Glücklicherweise bleibe ich auf dem Heimweg trocken und kann die frische Luft genießen 

Die Puppe hat Augen! Die Puppe släft jetzt. 

Und wird laut schreiend im Flur spazieren gefahren. 

Ich habe Hose und Bluse derweil gegen den Schlabberlook getauscht und bin mal wieder erstaunt über die Größe meines Bauches. 

Abendessen 

Der Kater sucht verzweifelt nach einem Versteck vor dem (heute ziemlich wilden) kleinen Raben 

Der Rabe kann nicht weiter gehen, weil "Der Rabe steckt fest. Im See! Mama muss helfen." und ihn da heraus heben 

Meine alten Eimerchen, die jetzt hier jeden Abend in der Wanne bespielt werden 

Sonntag, 9. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 14. Woche

13+2
 
Der Start ins zweite Trimester war schonmal toll. Es geht mir super, der Bauch wächst fröhlich, was immer mal wieder ordentlich zieht und zwackt, aber dafür ist die Übelkeit inzwischen fast passé. Mein Kreislauf will nicht immer so wie ich, aber damit kann ich gut leben.
 
In Sachen Heißhunger sind wir inzwischen von Limo und Fleisch (vegetarisch zu Leben schaffe ich aktuell trotzdem nicht) zu Milchprodukten übergegangen. Ich trinke mindestens 2x am Tag eine Tasse Kaba (Schoko, Vanille, Banane und Erdbeere habe ich jetzt ❤) und hatte die letzten Tage zudem Heißhunger auf Quark. Ein Glück also, dass es den hier in Deutschland überall gibt!
 
Der kleine Rabe freut sich weiter unvermindert auf das Baby. Obwohl ich versucht habe, ihm zu erklären, dass so ein Baby dann erstmal oft weint. Und er bei Youtube Videos von weinenden Neugeborenen zusammen gezuckt ist und Angst bekommen hat. Aber er bleibt der festen Überzeugung, dass er dem Baby einfach einen Kuss geben muss, wenn es weint. Und er möchte eigentlich jeden Tag zum Frauenarzt gehen und das Baby angucken. Es ist einfach nur süß!
 
13+4
 
Das Haselchen und der kleine Rabe haben mich gemeinsam vom Büro abgeholt. Und auf dem gemeinsamen Weg zum DM plauderte der kleine Rabe fröhlich: "Mama hat eine Swester im Bauch! Eine Swester ist in Mamas Bauch. Das Baby kommt... mit Schnee. Schnee kalt. *kurzes Schweigen* Eine Schapka anziehen!"
 
Am Abend war ich ziemlich müde und kaputt. Während ich im Bett auf dem Rücken lag, bekam ich ein leicht unangenehmes Ziehen seitlich und im Rücken. Ich fühlte kurz nach und der Uterus war für ein paar Sekunden steinhart. Soweit, so beunruhigend, wenn man es googelt, aber letztendlich wohl vollkommen normal und harmlos (weshalb ich nicht gegoogelt habe). Richtig aufregend wurde es aber genau danach. Denn wo ich neulich noch geraten habe, ob ich es mir vielleicht nur einbilde, war ich jetzt ganz sicher: Ich kann das baby bat spüren!
 
Beim kleinen Raben fühlten sich die ersten Bewegungen eher an wie eine Raupe. Beim baby bat jetzt war es tatsächlich mehr so, wie der für die Beschreibung sonst so oft und gerne verwendete Schmetterling. Oder wie eine kleine, wilde Fee.



Mittwoch, 5. Juli 2017

Tagebuchbloggen Juli 2017

Es ist der 5. des Monats und diesmal habe ich nicht vergessen, dass Frau Brüllen wieder wissen will: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
 
Here we go:
 
00:28
Ich habe noch Bahnkarten für den nächsten Besuch bei Oma und Opa gekauft, was Dank der tollen App der Bahn auch nur 4 Anläufe und einen Wutanfall gedauert hat (und letztendlich nur am Laptop klappte). Danach saßen das Haselchen und ich noch wie so ein modernes Ehepaar nebeneinander an den Handys auf dem Sofa und unterhielten uns zwischendurch über das, was wir da so lasen (anders kommt man, glaube ich, auch nicht von "BahnCard Bonusprogramm" auf "Idiot in der vk-Gruppe" auf "Urlaubsplanung" auf "Freundin schickt uns ein Geschenk"...). Zu müde, um uns aufzurappeln und ins Bett zu gehen. Irgendwann klappte das aber doch. Und nun schlafe ich. Gute Nacht!
Danach wird es nochmal richtig lustig und bis ich eigentlich eingeschlafen wäre, ist der kleine Rabe wach und wälzt sich hin und her. Er trinkt Wasser und sagt mir irgendwann, dass ihm kalt ist. Aber unter meiner Decke bleibt er auch nicht, weil er sich immer wieder raus strampelt. So geht es eine ganze Weile, bis wir endlich beide fest eingeschlafen sind.
 
06:12
Der kleine Rabe wacht offenbar aus einem Traum auf und ruft irgend etwas. Aber binnen Minuten ist er wieder eingeschlafen. Ich nutze das frühe Erwachen, um meine Schilddrüsen-Tabletten zu nehmen. Dann kann ich nachher wenigstens gleich ohne Blick auf die Uhr frühstücken.
 
8:14
"Der Rabe möchte haben!" tönt es neben mir. Aber statt Spielzeug gibt es erstmal eine Runde Kuscheln. Und während er sich mit dem Gesicht an meine Hand schmust und meinen Arm fest umklammert hält, schläft der kleine Mensch neben mir auch wieder ein. Ich döse ebenfalls nochmal weg.
 
8:47
"Essen!" - jetzt ist der kleine Rabe komplett wach. Aber jetzt ist es auch trotz der späten Nachtruhe für mich absolut OK, aufzustehen. Das Haselchen kommt zu uns und zu dritt kuscheln, kitzeln und spielen wir noch eine Runde. Seit seiner Impfung letzte Woche geht es dem Kleinen zwar gut, aber er ist plötzlich ganz verschmust. Ich genieße das sehr und lasse mir gerne ein paar liebevoll gemeinte Kopfnüsse geben.
 
9:14
Wir stehen alle zusammen auf. Während der kleine Rabe auf dem Töpfchen sitzt, suche ich überall nach meinem Anamnesebogen für die Hebamme. Dabei hatte ich den so ausführlich ausgefüllt... Letztendlich findet das Haselchen ihn und ich muss mich erstmal bei ihm dafür entschuldigen, dass ich ihn während der Suche angeblafft habe.
 
10:00
Wir frühstücken. Das heißt das Haselchen bereitet Mittagessen vor, während der kleine Rabe seinen Porridge verschmäht und dafür das letzte Stück Geburtstagskuchen, das ich eigentlich essen wollte, verputzt. Aber wenn da ein pinker, essbarer Lieferwagen vor einem steht, kann man ja auch nicht mit schnöden Haferflocken mit Obst und Joghurt abgespeist werden... Ich trinke derweil Vanillemilch. Meine neueste Schwäche.
 
Danach mache ich mich fertig. Also ich dusche, ziehe mich um, schminke mich und schmiere mir noch schnell ein Brötchen, während ich immer wieder einem lauthals lachenden 2jährigen hinterher laufe, der abwechselnd Deo, meine diesjährige WGT-Karte und meinen Anamnese-Bogen "klaut", um mit seinem "Diebesgut" verfolgt zu werden. Außerdem fordert er immer wieder "Erschrecken!" und quietscht in dieser Ekstase zwischen Fluchtinstinkt, Spieltrieb und Freude, wenn ich darauf hin mit überzogen gekünstelt drohendem "Dududu!" auf ihn zu springe. Bis ich fertig bin zum losgehen, habe ich Bauchschmerzen vor Lachen.
 
12:02
Ich werfe noch schnell den Biomüll in die Tonne und gehe zur Bahn.
 
12:27
Ich komme am Geburtshaus an. Heute nehme ich sogar den richtigen Eingang. Meine Hebamme begrüßt mich und bittet mich, es mir schonmal mit einem Glas Wasser bequem zu machen. Sie isst gerade noch und kommt dann in 5 Minuten.
 
Wir reden über meinen Bluttest, wie es mir geht etc. Außerdem über die Rufbereitschaftspauschale. Alles ist super. Lediglich mein Blutdruck ist mit 85/50 ein bisschen niedrig. Aber ich fühle mich gut dabei. Außerdem müssen wir nochmal Blut abnehmen, weil das Labor vergessen hatte, meinen Röteln-Titer zu bestimmen. Dann ertastet sie meinen Fundusstand. Im Anschluss sagt sie "So, wir schauen einfach mal, ob wir den Herzschlag schon über die Bauchdecke hören können. Es könnte klappen. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Du hast es ja im Ultraschall gesehen. Wir probieren es mal so eine Minute und wenn nicht, dann halt beim nächsten Mal. ". Sprach's, setzte den Kopf des Dopplers auf meinen Bauch und machte große Augen zum sofort und klar erklingenden 'bu-bumm bu-bumm bu-bumm".
 
13:31
Wir haben einen neuen Termin gemacht und uns verabschiedet. Jetzt bin ich auf dem Weg ins Büro. Theoretisch hätte meine Schicht vor einer Minute begonnen, aber praktisch hatte ich das ja mit dem Teamleiter schon so abgesprochen.
 
14:00
Ich bin im Büro angekommen, habe mir erstmal noch eine Cola für den Blutdruck geholt und logge mich jetzt ins Telefon ein. Die nächsten Stunden arbeite ich so vor mich hin. Es passiert nichts Außergewöhnliches. Es ist halt Hochsaison für den Tourismus und damit entsprechend viel zu tun.
 
20:04
Ich gehe mit 34 Minuten Verspätung in die Pause. Ich bin am Verhungern und mache mir sofort meinen mitgebrachten Eintopf warm.
 
20:34
Die Pause ist zu Ende und ich muss weiter arbeiten.
 
22:00
Ich mache ganz genau auf die Minute pünktlich mit Abschluss meines letzten Vorgangs Feierabend. So elegant klappt das sonst nie! Ich stelle mein schmutziges Geschirr in die Spülmaschine, räume meine leeren Flaschen weg, rede noch ein paar Worte mit einer Kollegin und bin weg.
 
22:32
Ich war gehfaul und habe die Straßenbahn genommen, die aber ein wenig auf sich hatte warten lassen. Daher komme ich erst jetzt zur Tür hinein nach Hause.
 
22:47
Ich trinke noch eine Tasse Vanille-Kaba. Dann setzte ich mich mit dem Haselchen aufs Sofa. Wir bestellen E-liquids für ihn. Wir reden über eine Bekannte, die uns Anfang August besuchen wird, über unseren Tag und über Urlaubspläne. Er versucht, ein Lied von Dimmur Borgir auf dem Kleinkinder-Keyboard zu spielen.
 
Irgendwann gehe ich Zähne putzen und mich bettfertig machen. Anschließend belade ich noch schnell die Waschmaschine mit der hellen Wäsche und stelle den Timer ein. Wie immer ist die helle Maschine nur halb bis dreiviertel voll, aber irgendwann brauchen wir die Sachen ja auch wieder.
 
Zum Abschluss des Tages folgen das Haselchen und ich noch unserem guten Vorsatz und kuscheln ein paar Minuten. Dabei reden wir über das baby bat und Politik.
 
00:00
Der Tag ist rum und ich gehe schlafen.

Sonntag, 2. Juli 2017

2 Jahre kleiner Rabe

Mein wunderschöner, zauberhafter, cleverer kleiner Engel! Heute war es endlich soweit und wir haben deinen Geburtstag gefeiert. Oma und Opa waren hier und wir hatten einen sehr schönen, entspannten Tag. Du hast dich schon seit Wochen auf deinen Geburtstag gefreut und ich hoffe, wir konnten deine Vorfreude rechtfertigen.
 
Seit einigen Wochen schon schreibe ich ja keine monatlichen Updates mehr darüber, was du alles neues kannst. Denn zum einen stresste mich der Vergleichsgedanke irgendwann und zum anderen ist deine Entwicklung inzwischen derart fließend und nicht mehr so sprungartig, wie noch vor einem Jahr. Natürlich, ein paar Meilensteine, die man zeitlich sehr gut festlegen kann, haben wir gemeistert. So wie das Durchschlafen und das Laufen. Aber anderes ist mehr im Fluss. So wie deine Art, zu spielen und deine Sprache.
 
Größe und Gewicht
 
Bei der U7 gemessen:
13,4 kg
86,4 cm
 
Sprache
 
Du plapperst uns auf 2 Sprachen fast die Ohren ab. Es kommt kaum vor, dass du einmal still bist. Aber das klingt viel anstrengender, als es ist. Denn ganz oft redest du einfach so vor dich hin und erwartest gar keine Reaktion von uns. Dabei kannst du inzwischen sehr gut zwischen Russisch und Deutsch wechseln und unterscheiden. Je nachdem, wen du gerade ansprechen möchtest oder wer dich etwas fragt, reagierst du meist mit der richtigen Sprache. Dabei weißt du aber trotzdem, dass ich einige Worte Russisch verstehe und dein Papa Deutsch. Aber davon machst du nur dann Gebrauch, wenn dir das Wort in der entsprechenden Sprache sonst gerade nicht einfällt.
 
Du bildest auch schon fleißig lange Sätze. Sowas wie "Das Auto ist viel zu klein." oder "Die Mama möchte das machen!" oder "Der Rabe hat ein kleines Problem..." sind bei dir ganz normal.
 
Auch versuchst du dich bereits mit den verschiedenen Zeiten. Wie ja auch in der Alltagssprache eigentlich üblich, benutzt du für die Vergangenheit das Perfekt. Du konjugierst dabei zwar nicht immer alles vollkommen korrekt, aber ein "Der Kater ist gelauft" oder "Das Auto ist gefallt" ist definitiv deutlich mehr, als ich es von einem 2jährigen sonst erwartet hätte...
 
Ganz niedlich ist, dass du von dir selbst noch immer nur in der 2. oder 3. Person sprichst. Du sagst nie "Ich", sondern immer "du" oder "der Rabe". Wenn du jemand anderes ansprichst, sagst du hingegen nicht "du", sondern zum Beispiel "die Mama", "der Papa" etc.
 
Essen
 
Du isst einfach alles bei uns mit. Sogar leicht scharfe Gerichte findest du super lecker. Und Süßigkeiten sowieso. Ganz besonders haben es dir Gummibärchen und Smarties angetan.
 
Du lässt dich meist noch füttern. Ab und zu rührst du selbst mal in der Schüssel herum, aber so richtig selbständig essen magst du irgendwie noch nicht ganz. Auch Fingerfood isst du nur selten alleine auf. Spätestens, wenn das Stück so klein ist, dass deine Finger deinen Mund berühren müssten, rufst du um Hilfe. Dabei hast du absolut keine Probleme damit, dir zwischendurch mal den Finger unter der Zunge vollzusabbern und ihn mir ins Gesicht zu schmieren.
 
Du trinkst am liebsten und besten mit Strohhalm. Normale Tassen findest du zwar super spannend, aber so richtig kommst du damit noch nicht zu Rande. Entweder, du verschluckst dich ganz schnell oder du trinkst so gut wie nichts oder du schüttest dir alles über bzw. lässt es wieder lachend aus dem Mund laufen.
 
Spielen
 
Du spielst inzwischen auch ganz wunderbar alleine. Am liebsten mit verschiedenen Fahrzeugen und allem, was du eigentlich NICHT bespielen solltest. Dabei denkst du dir offenbar immer wieder kleine Geschichten aus und plapperst im Spiel ununterbrochen vor dir her. Meist haben Autos einen platten Reifen und müssen abgeschleppt werden. Aber du bewegst auch Matrioschka-Teile mit dem Bagger durch die Gegend, lässt Schmetterlinge LKW fahren, lädtst kleingerissene Briefumschläge in Autos ein, fütterst deine Puppe mit imaginären Smarties oder malst auch mal ein wenig. Auf jeden Fall ist es eine riesige Freude, dich beim Spielen zu beobachten und ich habe ganz oft dabei Tränen in den Augen. Weil ich dich so sehr liebe und du so süß bist, dass ich dich abknutschen könnte und ich so stolz auf dich bin, dass ich es in die Welt hinaus schreien will.
 
Gesundheit
 
Du bist auch weiterhin fit wie ein Turnschuh. Deine erste Impfung in Deutschland hast du genauso super weggesteckt, wie zuvor alle in China. Du warst überhaupt seit China nicht einmal richtig krank. Du hattest mal eine Nacht die Kotzeritis, aber da war dann auch morgens schon der Spuk wieder vorbei. Wahrscheinlich hattest du da einfach was falsches gegessen.
 
Ebenfalls spucken musst du leider regelmäßig beim Autofahren. Das ist nicht ganz so super prickelnd. Entweder, dir bekommt das Rückwärtsfahren nicht, oder es liegt am Stadtverkehr oder dem Stress, den die morgendliche Abreise von Oma und Opa so mit sich bringt. Auf jeden Fall frühstückst du vor der Heimfahrt dann jetzt nur noch im Zug...
 
Ängste
 
Dir machen immer mal wieder mehr oder minder alltägliche Dinge Angst. Beim Cartoon mit dem Geist (der eigentlich ein verkleideter Charly der Kran ist) ist das absolut nachvollziehbar. Ein bisschen auch noch bei Donner. Aber manchmal sorgen schon ein Motorengeräusch auf der Straße oder Geräusche aus der Nachbarwohnung oder der Cartoon mit dem orangenen Bus (den du zuvor gerne geschaut hast) dafür, dass du dich auf den Boden wirfst, das Gesicht nach unten, und "Angst! Angst!" rufst.
 
Und ganz außer Konkurrenz läuft natürlich das inzwischen schon von uns allen drei als eine Art running gag verwendete:
- Angst!
- Wovor?
- Vor dem Rauchmelder!
- Warum?
- Weil der blinkt!
 
Schlaf
 
Du schläfst absolut zuverlässig durch. Dein Papa bringt dich abends ins Bett, weil du dann besser schläfst (und ich die Zeit nutzen kann, mich ein bisschen um mich selbst zu kümmern). Danach komme ich zu dir und wir liegen zusammen im großen Bett. Wenn du unruhig wirst, gebe ich dir dein Wasser und wenn du schlecht träumst, gebe ich dir meine Hand. So sind wir beide am Morgen gut erholt.
 
Einzig deine Schlafenszeit finde ich nicht optimal. Du schläfst inzwischen etwa von 22:30 bis 8:00 und machst von 14:00 bis 16:00 Mittagsschlaf. Wenn wir dich früher aus dem Mittagsschlaf wecken, tendierst du jedoch dazu, abends irgendwann schreiend aufzuwachen und dich nicht mehr zu beruhigen. Ob das ein Nachtschreck oder etwas ähnliches ist, wissen wir nicht mit Sicherheit. Aber dann verzichten wir lieber auf Freizeit am Abend, statt öfter als unbedingt unvermeidbar ein schreiendes, weinendes, verängstigtes, kaum ansprechbares, verschwitztes und tränenüberströmtes Kleinkind umher zu tragen.

Mein zauberhafter Sonnenschein 

Deine Geburtstagsgeschenke

Deko, bzw ein Teil davon (wir hatten auch noch jede Menge schwarze Luftballons) 

Der Kuchen mit blinkendem Kerzenhalter 

Geschenke auspacken und bespielen 

Mittwoch, 28. Juni 2017

Schwangerschaftstagebuch - 12. Woche

11+5

Wir waren diese Woche beim großen Ultraschall und das Baby bat ist in 5 Tagen einfach mal so einen vollen Zentimeter gewachsen. Volle 5 cm vom Scheitel bis zum Po waren es am Montag. So klein und doch so groß... Außerdem hat sie wild mit den Armen wedelnd Party gemacht und uns einen Vogel gezeigt. Wir haben auch ein schönes Foto mit nach Hause genommen. Und der kleine Rabe war bei allem mit dabei. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, wie viel er versteht. Aber er hat fasziniert auf den Bildschirm geschaut und davon gesprochen, dass es wie ein langes Rad aussieht. Zu Hause allerdings wusste er, dass er das Baby in Mamas Bauch gesehen hatte. Überhaupt findet er alles mit Babys total spannend und möchte sich auf Youtube gerne unentwegt Neugeborene ansehen. Ich finde das super toll. Er ist total interessiert. Jetzt muss das nur noch so bleiben und ich hoffe, dass er nicht eifersüchtig auf das Baby sein wird...
 
Ansonsten schleichen sich bei mir jetzt so langsam die ersten Sorgen ein, wie wohl das Leben mit 2 Kindern so sein wird. Dass es anstrengender sein wird, ist mir schon irgendwie klar. Aber ich hoffe einfach darauf, dass wir bis dahin ja mit dem Umzug so richtig durch sein werden und da weniger ansteht und dass wir durch die Möglichkeit der Teilzeit einen sanfteren Übergang von Babyzeit zu Vollzeitarbeit hinbekommen. Und dass der kleine Rabe natürlich auch in einem halben Jahr und einem Jahr ganz anders sein wird, als jetzt. Irgendwie wird das schon werden. Aber anstrengend wird es mit Sicherheit...
 



Samstag, 24. Juni 2017

Bauchgefühle zum baby bat I

Ach mein liebes kleines Überraschungsbaby! Noch kann ich dich ja nicht treten fühlen. Aber dein Papa legt oft seine Hand auf meinen Bauch und zusammen fühlen wir nach dir. Und so haben wir gemeinsam und habe ich für mich ein paar Ahnungen, einfach Bauchgefühle, über dich. Ich bin gespannt, inwieweit sich diese später bewahrheiten werden - oder eben auch nicht.

 

Die Hebamme hat errechnet, dass du am 16.1. Termin hast. Laut dem ersten Ultraschall kämen wir auf den 7.1. Ich sage du bist am 12.1. spätestens soweit.

 

Du bist ein Mädchen. Das sagen dein Papa, deine Oma und ich.

 

Ich glaube deine Haare werden etwas dunkler werden, als die deines Bruders. Vielleicht sogar richtig braun. Dafür aber mit weniger Locken.

 

Du bist stark.

 

Du bist willensstark und wirst früher unabhängig sein. Du wirst als Kleinkind weniger nach unserer ungeteilten Aufmerksamkeit rufen und weniger weinen. Dafür wirst du trotziger und schneller wütend werden, als dein Bruder. Das wird eine ziemliche Herausforderung für uns sein, weil dein Bruder diesbezüglich viel "pflegeleichter" ist.

 

Aber auch körperlich bist du stark. Du bist gesund und kräftig. Du wirst früher laufen und dann bald rennen und klettern. Und dabei weniger ängstlich sein. Du wirst dementsprechend auch den einen oder anderen Unfall haben, dich aber davon nicht zu sehr einschüchtern lassen.

 

Überhaupt wirst du in vielen Dingen ganz anders sein, als dein Bruder. Aber ihr werdet trotzdem - oder gerade deshalb - ein tolles Team werden.

 

Bei deiner Geburt werde ich, glaube ich, hocken. Auf keinen Fall werde ich wieder wie ein Käfer hilflos auf dem Rücken liegen.

 

Und was ich nicht nur denke oder glaube, sondern mit vollkommener Gewissheit weiß: Wir werden dich aus vollstem Herzen lieben und immer für dich da sein.

Sonntag, 18. Juni 2017

Eltern werden als Team?

Meistens sind Paare ja schon ein Weilchen zusammen, wenn sie beschließen, ein Kind zu bekommen. Man ist schon als Team zusammen gewachsen. Und nun wird man nicht nur separat voneinander "Mama" und "Papa", sondern auch im Team Eltern.

Soweit meine Vorstellungen. Bevor wir Eltern waren.

Vielleicht klappt es ja bei manchen Paaren tatsächlich so. Aber diese beneide ich. Denn gerade mit der Elternschaft wurde bei uns das tolle Team, das wir zuvor waren, ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht.

Klar, bei den essenziellen Dingen waren wir uns einig und zogen sozusagen an einem Strang. So Dinge wie "Wochenbett ist zur Erholung da" oder "Nicht schreien lassen!" oder "das Baby wird voll gestillt" hatten wir ja vorher schon durchgesprochen, wo noch Unklarheiten waren gemeinsam recherchiert und einen gemeinsamen Eltern-Kurs festgelegt.

Aber mit so einem Kind tauchen plötzlich noch viel mehr neue Fragen auf. Themen, an die man vorher gar nicht gedacht hatte. Sei es die Einführung der Beikost, ab wie vielen Tagen Verstopfung es Zeit für welches Mittel ist, die Frequenz des Badens oder komplett übermüdet nachts um 2 Uhr die beste Beruhigungstaktik für das weinende Bündel. Und plötzlich ist man viel weniger Paar, als vorher. Und anstatt Hand in Hand in Ruhe eine Lösung zu finden, knurrt man sich an, motzt, meckert und streitet.

Anstatt zu einem Team wird man plötzlich zu Gegnern und Rivalen, die es einander beweisen wollen. Wer es besser kann oder besser weiß.

Klar kommt man aus dieser Haltung auch wieder raus. Zum Beispiel durch einen "gemeinsamen Gegner" (wie ein Virus oder einen Idioten) und dann eine entsprechende Reflexion der vorherigen Situation. Durch Reden und an einem selbst arbeiten. Und manchmal dadurch, dass sich ein Problem einfach von alleine löst oder einer wirklich Recht hatte und der andere es eingesehen hat.

Aber es ist ein Weg, den man erstmal gehen muss. Und der stellenweise echt lang und hart ist.

Nun haben wir ein gutes Stück davon gemeinsam zurück gelegt und sind endlich auch als Eltern zu einem - mal besser und mal schlechter funktionierenden - Team geworden. Ich hoffe sehr, dass das so weiter geht und dass wir das auch als Zweifach-Eltern nicht verlernen. Ich kann es nur hoffen und bereit bleiben, an mir zu arbeiten. Denn selbstverständlich ist es einfach nicht.

Freitag, 16. Juni 2017

Schwangerschaftstagebuch - 11. Woche

10+0
 
Ich bin so müde... Heute war Tag 4 von 6 Tagen Spätschicht bis 23:00 Uhr und ich gehe bald am Stock. Ggf nehme ich mir Morgen einen Tag krank. Mal sehen, wie ich mich am Morgen fühle.
 
10+1
 
Ich habe mich heute tatsächlich krank gemeldet. Und es war die richtige Entscheidung. Ich konnte echt einfach nicht mehr. An sich würde mir das Arbeiten bis 23:00 Uhr ja nichts ausmachen. Aber der kleine Rabe ist ja morgens trotzdem wach und ein bisschen Zeit mit ihm verbringen will ich ja auch. Also stehe ich trotzdem spätestens um 8 Uhr mit ihm auf, nachdem ich schon mindestens eine halbe Stunde wach war. Und arbeiten bis 23:00 Uhr heißt mit viel Glück bettfertig kurz nach Mitternacht und bis ich dann runter gekommen bin und tatsächlich schlafe, ist es frühestens 1:00 Uhr... Und normalerweise könnte ich das schon mal ne Woche durchziehen. Aber halt nicht schwanger. Da muss ich nicht bis zur Belastungsgrenze gehen, denn dann geht es nicht nur um mich.
 
Der Tag Ruhe heute hat echt gut getan. Ich habe mit dem Raben zusammen Mittagsschlaf gehalten und er war total glücklich, dass Mama nicht zur Arbeit gehen musste. Er wollte mich am liebsten gar nicht mehr von seiner Seite lassen, der Süße.
 
10+3
 
Nach einem anstrengenden Arbeitstag war heute frei. Und bis auf das obligatorische Spucken am Morgen, meine Müdigkeit und meinen Heißhunger jetzt gerade auf Chips fühle ich mich körperlich super. Mental bin ich derzeit ein wenig dünnhäutig und schon sowas banales wie die Rücksendung einer falsch gelieferten Katzentoilette macht mich nervös und stresst mich dermaßen, dass ich mir einfach nur eine Decke über den Kopf ziehen und alle Verantwortungen abgeben will. Und die Tatsache, dass ich am Mittwoch bei der - mir völlig unbekannten - Gynäkologin bin (und nicht weiß, wie die so tickt, was sie zu meinem Wunsch, einen Großteil der Vorsorge bei der Hebamme zu machen, ins Geburtshaus zu gehen und die VUs auf ein absolutes Minimum zu beschränken etc so sagen wird - und das alles ungeachtet der Gedanken daran, hoffentlich einen schönen, gleichmäßigen Herzschlag zu sehen, aber dafür keine Garantie zu haben) und danach (wenn eben ein schöner Herzschlag da ist) mit meinen Vorgesetzten sprechen möchte (und auch da nicht mit Sicherheit zu wissen, wie die Reaktion sein wird und ob ich meine Wünsche und Pläne zusammen mit dem Arbeitgeber so realisieren kann) ist dabei nicht unbedingt hilfreich...
 
10+5
 
Ich habe dich heute gesehen, mein kleines Baby bat! Und du hast gewunken und gezappelt und dich versteckt und dein kleines Herz hat ganz fleißig vor sich hin geblubbert. Seitdem möchte ich vor Glück weinen. Etwa 4 cm bist du vom Scheitel bis zum Steiß groß und damit der Woche rechnerisch ein bisschen vorraus. Aber nicht so viel, dass wir deinen ET jetzt noch großartig verschieben werden. Am Montag sehen wir dich gleich wieder. Denn die Schwester hat es irgendwie verömmelt und mich zur Assistenzärztin geschickt, die aber den großen Ultraschall nicht machen kann. Der steht jetzt aber dringend an. Aber das passt schon. Selbst ganz ohne Ultraschall wüsste ich, dass es dir gut geht und du stark bist.
 
10+6
 
Morgen spreche ich mit meinem Teamleiter und erzähle ihm von der Schwangerschaft. Ich weiß noch nicht genau, wie ich anfangen soll, aber das wird schon... Ansonsten geht es mir derzeit wunderbar. Ich nehme jetzt täglich 50mg (also nicht mg, aber mein Handy hat das Zeichen nicht und wie die Einheit heißt fällt mir gerade nicht ein) L-Tyroxin. Die Übelkeit wird ganz langsam etwas besser und die anderen Beschwerden lassen noch auf sich warten. Jetzt kommt langsam das zweite Trimester auf uns zu und ich kann mich (hoffentlich) nochmal 3 Monate so richtig pudelwohl fühlen, bevor Rücken und Symphyse und Sodbrennen und so sich wieder breit machen. :)



Montag, 12. Juni 2017

12 von 12 Juni 2017

12 Bilder vom 12. Des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Nachdem er im Auto und in der S-Bahn spucken musste, war der kleine Rabe im ICE glücklich und kuschelig. 

Zu Hause! ❤

Der Kater freut sich wie wild über unsere Rückkehr. 

Erdbeeren und Pistazien-Eis für mich nach dem Mittagsschlaf. 

Einkaufen 

Während das Haselchen kocht, gehen der kleine Rabe, mein Bauch und ich spazieren. 

Die Nordkirche. Einfach toll, sowas so nah zu haben... 

Der kleine ICE wird noch immer fleißig bespielt (Spoiler: er musste auch mit in die Wanne und ins Bett...) 

Ganz einfaches, aber leckeres Abendessen 

Der Familien-Toilettensitz ist einfach immer positiv 

Gruselige Deko klappt nur so mittel, wenn das Kind auf pinke Zahnbürsten steht... 

Eigentlich wollte ich schauen, ob ich da im Nacken was habe. Und dann wurde das Bild irgendwie cool ^^