Montag, 2. Januar 2017

18 Monate kleiner Rabe

Ach mein kleiner Spatz. Heute bist du sage und schreibe 18 Monate alt. 1 ½ Jahre. Das ist so... unwirklich, irgendwie. Und so toll! Jeder Tag mit dir, jeder Moment mit dir, ist ein Geschenk. Nicht immer ganz einfach, aber immer wundervoll.


Gewicht und Größe

11.6 kg
81 cm


Gesundheit

Eigentlich ging es dir diesen Monat gut. Bis du am 30. Dezember plötzlich nach einer unruhigen Nacht morgens um kurz vor 5 „Kaka! Kaka!“ weintest. Ich holte dein Töpfchen, aber während ich den Schlafsack aufmachte, machtest du *börks* und spucktest eine Milchfontäne. Du hast dich dann in der Nacht noch ein paar mal übergeben und ich musste dich mehrfach umziehen. Aber du hattest sonst keine Probleme. Du hast dann lange geschlafen, dein Papa hat dir Schonkost gegeben und bis auf einmal mittags nachdem du zu schnell deinen Haferschleim gegessen hattest und dein Magen da noch nicht mitmachen wollte, war der Spuk bald wieder vorbei. Vielleicht sind die die Eggtarts vom Nachtisch am Vorabend nicht bekommen.


Zähne

Seit letztem Monat hat sich da nix verändert. Wir fühlen und schauen jeden Tag, aber du hast noch immer das wunderschönste 2-Zahn-Lächeln der Welt... 


Schlaf

Mal so, mal so würde ich diesen Monat sagen. Die letzte Woche +/- war es nicht so dolle und du hast sofort gewimmert, wenn ich mich auch nur ein bisschen bewegt habe und du nicht mehr nuckeln konntest. Das ist ein kleines bisschen anstrengend. Aber dafür bin ich einfach abends mit dir liegen geblieben (du schläfst derzeit ohnehin erst so gegen 22:00 Uhr) und habe so genug Schlaf bekommen. Also mehr oder minder... ;-)


Spiele und Spielsachen

Die meisten deiner Spielsachen sind derzeit im Container auf dem Weg nach Deutschland. Aber das, was du hast (hauptsächlich Autos) muss permanent auseinander und wieder zusammengebaut werden. Das forderst du immer mit „Ab!“ und „Dann!“ (dran). Wenn wir deiner Aufforderung nicht zeitnah Folge leisten gerne auch mal kreischend. Dass es Dinge gibt, die wir nicht auseinander nehmen können oder wollen findest du absolut skandalös. Aber langsam gewöhnst du dich daran, dass nicht immer alles möglich ist, was du dir wünschst.

Kuckuck spielst du auch sehr gerne. Dazu versteckst du dich hinter deinen Händen, dem Vorhang, der Decke, dem Pullover oder sonstwas und rufst „Baby!“. Ich frage dann „Ei, wo ist den mein Baby hin?“ und sobald ich dich „gefunden“ haben rufe ich „Ach DA isser ja!“ und du freust dich.

Ansonsten krabbelst du gerne über uns drüber und benennst Körperteile oder kommentierst deren Fehlen. So wie „Mama barad nit.“

Du tanzt auch gerne auf meinem Arm. Derzeit ist da bei dir der Hit, wenn du dich auf meine Brust kniest und ich singe „Bass! Bass! Wir brauchen Bass!...“ und hopse dazu herum. Jetzt nicht ganz die musikalische Früherziehung, die ich mir eigentlich wünschen würde, aber wenn du lachst und vor Freude quietschst...
Außerdem räumst du gerne Schubladen aus. Das schein genetisch bedingt zu sein... ;-)


Mediennutzung

Du liebst Leo den Lastwagen, Leo Junior, Max den Bagger, die vier kleinen Autos und eine andere Serie mit „schlauen Autos“ (die ich auf Deutsch noch nicht gefunden habe) mit einem pinken Auto namens Mimi. Du darfst jeden Tag ein paar Folgen sehen. Meistens dann, wenn du auf dem Töpfchen sitzt. Oder auch so, wenn es dir nicht gut geht. Denn wer krank ist darf so viel Cartoons gucken und so viel schlafen, wie er will. Wir haben dir sogar schon extra alle Folgen mit Leo auf das Tablet geladen und werden das gleiche noch mit Max etc machen, damit du auf dem Flug auch was zum Schauen hast. Außerdem hast du auch im Teppanyaki ein paar Folgen geschaut.

Dafür müssten wir uns jetzt als schlechte Eltern fühlen, befürchte ich. Aber ich finde die Cartoons echt süß, sie sind lehrreich (zum Beispiel werden Früchte, Formen, Farben oder Fahrzeuge erklärt – seit Mimi Ananas in den Obstsalat gemacht hat, kannst du Ananas sagen und wiedererkennen) und du liebst sie einfach. In Deutschland wirst du wahrscheinlich weniger schauen, weil wir mehr Zeit draußen verbringen können, auf Spielplätze gehen etc. 


Verhalten

Dir machen noch immer teilweise ungewöhnliche oder – sorry, wenn das gemein klingt, aber für uns Erwachsene ist es einfach so – amüsante Dinge Angst. Wie die Klimaanlage, wenn sie ein bisschen rattert. Oder das Geräusch, wenn die Nachbarn Stühle rücken oder etwas herunter fällt. Das Bellen des kleinen Nachbarhundes hingegen stört dich plötzlich nicht mehr, seit du es selbst mit „Baka gaff gaff“ kommentieren und einordnen kannst.

Was du seit Neuestem tust und uns damit absolut zum Schmelzen bringst ist, dass du uns ganz intensiv ansiehst. Vorher hast du gerade auf dem Arm immer überall in der Weltgeschichte herum geschaut und gedeutet. Blickkontakt hast du immer nur kurz gehalten, weil dich dann gleich wieder etwas anderes interessiert hat.  Jetzt plötzlich schaust du uns dabei oft ganz tief in die Augen und redest. Zum Beispiel sitzt du dann auf meinem Arm, siehst mir in die Augen und sagst „Mamanina. Papa Bad nass. Eimer Tante.“ – das heißt du erzählst mir, dass der Papa mit dem Eimer der Tante (Ayi) das Bad nass gemacht (geputzt) hat. Und es ist dir ganz wichtig, dass ich dir dabei zuhöre, was du mit dem Blickkontakt sicherstellst. Manchmal versucht du natürlich auch, so einen Cartoon zu erbitten. Wenn du dazu auch noch am Ende verschmitzt und lieb lächelst, klappt es manchmal sogar. Deinem Charme kann man einfach nur erliegen...

Was auch ganz zauberhaft ist (also meistens) ist, wenn du uns füttern willst. Du verlangst derzeit dein Essen immer „Nimm And!“ auf die Hand. Manchmal zerkrümelst du es dann, manschst es herum, isst es (gerne auch beidseitig und so gierig, dass du am Ende den ganzen Mund voll hast und nicht kauen kannst, weshalb du dann alles einfach wieder ausspuckst) oder bietest es eben uns an. Dabei bekommt der Papa oft Süßes. Mir hingegen hast du letzte Woche ganz vehement versucht, einen Plastikdeckel in den Mund zu stecken und ihn dabei mit „Mama Nyamka!“ beworben. Dass ich mich geweigert habe, den zu essen, hat dich geärgert. Aber meiner Erklärung dazu, dass Plastik halt kein Essen ist und Bauchweh macht hast du dir trotzdem geduldig angehört.


Sprechen

Du redest so viel! Das ist so absolut genial! Wir haben den Überblick über deinen Wortschatz ehrlich gesagt total verloren. Allerdings lernst du auch jeden Tag etwa 2-3 neue Wörter. Ich weiß oft gar nicht, was du sagst, weil du ein russisches Wort im Kleinkind-Kauderwelsch aussprichst und ich ja schon das normale Wort nicht kenne. Oder ich verwechsle es mit einem deutschen Wort. So sagst du ständig „Papia“ und meinst damit aber „Propeller“. Dazu kommen teilweise Wörter, bei denen dann auch dein Papa ratlos ist. Bis uns irgendwann Tage später bewusst wird, was du damit meinst. Oder auch nicht. Da kann man irgendwann schonmal den Überblick verlieren.

Was aber ganz faszinierend ist: Wie viel Zusammenhang in deinen Erzählungen steckt.

„Mama Nina. Papa Nina nit.“

„Mama! BH nyamka Nacht.“

„Papa Bad nass. Eimer Tante.“

„Tante Mofa brrrrummm. Eimer nass.“

„Kamas (LKW) Bass (Bus) Ampl brumm“

„Papa Bad. Kabine nass. Papa Kabine. Papa nass.“


Fortbewegung

Du krabbelst weiter fleißig vor dich hin. Außerdem stehst du immer und überall, wo du dich hochziehen kannst, auf. Und wenn deine Stütze sich bewegen lässt, läufst du auch. An der Hand, zum Beispiel. Allerdings nur, wenn du beide Hände halten kannst. Nur eine Hand geht gar nicht. Dann machst du erst „Wuuuaaaahhh“ und wenn das nicht die gewünschte zweite Hand einbringt und du kein Bein oder eine Wand zum Festhalten findest, lässt du dich auf den Po fallen. Ganz wunderbar klappt das Laufen, wenn du dich dabei an deinem Buggy festhalten kannst. Allerdings kannst du dabei nicht sehen, wo du hin läufst. Falls es bis dahin noch immer nicht klappt mit dem freien Laufen (was ich derzeit tatsächlich bezweifle) werden wir dir wohl erstmal ein Lauflernwägelchen oder vielleicht einen Puppenwagen anbieten, damit du mehr Übung bekommst und dich dann irgendwann traust, deine Schritte auch dann zu machen, wenn du dabei nicht beide Hände festhalten kannst...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen