Dienstag, 3. Januar 2017

Silvester 2016/2017

Silvester dieses Jahr war vergleichsweise unspektakulär. Ohne Besuch, ohne Party. Bzw. schon mit Party, aber anders als ihr das jetzt denkt.



Ich musste von 8:00 bis 17:00 Uhr arbeiten. Danach kam ich nach Hause und habe erstmal den kleinen Raben beschäftigt, bekuschelt und besaßt, während das Haselchen erst noch schnell zum Gemüser ging und dann in der Küche hantierte. Er hatte schon am Tag zuvor volle 6 l Khaladez (Sülze) gekocht und machte jetzt noch Olivier (russischen Salat). Mit selbstgemachter Mayonnaise. Die Mayo, die man hier kaufen kann, ist nämlich ziemlich bäh...



Da der kleine Rabe ja nachts alles verpassen würde, schossen wir schon mal eine der Konfettikanonen ab. Statt „Konfetti“ nannte der Kleine die bunten, glänzenden Schnipsel aber dann „Papati“, woraus dann unter viel Lachen unsererseits ganz schnell „Party!“ wurde – was nun ja wirklich unglaublich passend ist! Dann bekam ich die Panik, dass er ja einen der Schnipsel aus Versehen verschlucken oder – noch schlimmer – einatmen könnte. Der Teufel ist ein Eichhörnchen und so, ne. Also ließ ich ihn keine Sekunde aus den Augen, während er im Kofettihaufen wühlte. Er hatte dabei jede Menge Spaß. Und weinte und protestierte dann auch gehörig, als es Zeit fürs bettfertig machen war und wir ihn von der Party trennten. Da war er aber auch schon ordentlich müde.

Partyyyy


Während ich den kleinen Raben ins Bett brachte, wurde das Haselchen in der Küche fertig. Der Rabe schlief so gegen 22:00. Wir saßen dann zusammen, machten Wachsgießen und aßen.
  


Ich goss ein Gesicht – „Immer ehrlich bleiben“ und „Sie bekommen Anerkennung“. Nun, damit kann ich leben. :-)



Das Haselchen goss eine Hexe – „Jemand meint es nicht gut mit Ihnen“ und „Sie haben viele Feinde“. Sein Kommentar: „I know, But I don’t care...“



Langsam kam Mitternacht näher. Und der kleine Rabe wachte auf. Ich ging zu ihm, stillte ihn, bekuschelte ihn etc. Aber jedes Mal, wenn ich mich vorsichtig wegdrehte, war er wieder wach. Um 23:50 beschloss das Haselchen, dass er mal sein Glück versuchen wollte. Also lag er nun beim Kleinen und bekuschelte ihn. Ich fing derweil schon ganz nervös an, die Sektflasche aufzufriemeln. Dabei starrte ich auf mein Handy, um genau um Mitternacht dem Haselchen – noch immer im Schlafzimmer – eine Nachricht mit „Happy new year!“ zu schicken.



Eine Minute zu spät war das Haselchen dann bei mir in der Küche. Gerade, als wir anstoßen und Wunderkerzen zünden wollten, wachte der kleine Rabe erneut auf.



Ich bot ihm dann mal Wasser an, was er begierig trank und danach friedlich einschlummerte. Aha. Ganz einfach Durst. Immer mal was neues... 



Dann brannten wir ein paar Wunderkerzen ab, stießen auf ein gutes, gesundes, erfolgreiches und glückliches Neues Jahr an. Ich schaute dann noch Dinner for one, während ich – vergeblich – das Haselchen davon zu überzeigen versuchte, dass das lustig ist. Der schlief derweil nämlich schon fast im Sitzen ein. Und findet es nie lustig. Kunstbanause!



Als der kleine Rabe wieder unruhig wurde, ging er dann auch zu ihm und ich putze mir die Zähne. Bis ich damit fertig war, schnarchten meine beiden liebsten Jungs (ok, einer schnarchte, der andere atmete ruhig) nebeneinander und wir hatten das erste amüsante Gespräch des Neuen Jahres („Go to bed, my dear.“ – „Aham. Where am I?“ – „In bed with baby son.“ – „Oh, really? Wow, true! Why am I here?” etc.). Und noch vor 2 Uhr schliefen wir alle tief und fest.



Und wozu ich den ganzen Abend nicht kam, war dem Haselchen meine gute Vorsätze fürs neue Jahr aufzuzählen. Die da wären:

- (Endlich wieder konsequent) Haushaltsbuch führen
- Tägliches Beckenbodentraining (bei jedem Nieser nervös werden kann es ja echt nicht sein – und nach dem nächsten Kind mache ich einen ordentlichen Rückbildungskurs statt nur Übungen zu Hause!)
- Verständnisvoller sein und das Haselchen weniger anzicken (das sage ich ihm aber natürlich nicht vorher... Sonst hält er mir das dann immer vor, wenn ich berechtigterweise mit ihm motzen muss^^)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen