Samstag, 7. Januar 2017

Umzugsgedöns #3

Es hat sich mal wieder viel getan in Sachen Umzug. Der Countdown läuft... Also bildlich gesprochen wie auch tatsächlich, denn ich habe mir einen Countdown auf dem Handy eingerichtet, den ich mir an einem schlechten Tag mantraarig immer wieder ansehe.


  
Arbeit

Ich habe höchst offiziell und schriftlich gekündigt. Mein letzter Arbeitstag ist der 31. Januar 2017. Ich freue mich drauf und ich bin ein bisschen nervös. Aber derzeit überwiegt die Freude darauf, dann erstmal viel mehr Zeit mit dem kleinen Raben und dem Haselchen zu haben.

  
Seefracht

Die Seefracht ist weg. Alles wurde abgeholt, verpackt und ist nun auf dem Weg nach Deutschland. Wann genau die Sachen ankommen, ist noch unklar. Aber wenn sie früher da sin, als die Wohnung bezugsbereit, werden sie vor Ort eingelagert. Ein bisschen komisch ist es schon, in einen halb leeren Kleiderschrank zu schauen. Aber ja auch nicht mehr lange...

  
Katzen Kater

Gerade, als wir für die Katze drei potentielle neue Zuhause gefunden hatten, wurde sie krank und musste eingeschläfert werden. Nun also nur noch ein dicker, roter Kater.
 
Für den bekam ich schon Ende November den Anruf, dass mit dem Bluttest alles gut ist. Der Tollwuttiter reicht aus. Jetzt warten wir derzeit darauf, dass die Unterlagen dazu aus Deutschland kommen. Wir brauchen das nämlich schriftlich im Original. Eigentlich sollte das nur so 4 Wochen ab der Email dauern, aber ich vermute, dass es mit Weihnachten und Silvester dazwischen einfach bei der Post etwas länger braucht. Trotzdem werde ich da wohl nächste Woche mal anrufen. Nicht, dass die uns vergessen haben und der Wisch da schon seit Tagen sinnlos herumliegt...

Eine Transportbox haben wir auch gekauft. Mit Urineilagen. Und ein extra Kissen und eine Wasserflasche, bei der der Kater noch nicht gerafft hat, wie das mit dem Trinken klappen soll. Und Pheronomspay, das das Stresslevel auf Reisen reduzieren soll. Ich hoffe, dass das gut wirkt und der Dicke im Flieger keinen Herzkasper bekommt. Noch eine Katze möchte ich bitte dieses Jahr nicht mehr töten...


Wohnung

In der Wohnung wurde noch ein alter Wasserschaden entdeckt. Der wird fachmännich gerichtet, sodass sich der Einzugstermin ein wenig nach hinten verschiebt. Das heißt wir bleiben dann erstmal so 2 Wochen bei meinen Eltern, bevor es in die neuen Wohnung geht. Aber das wird gut. Mein Elternhaus ist auf jeden Fall groß genug, wir waren dort ja auch letztes Jahr bei unserem Heimaturlaub. Da wird keiner dem Lagerkoller erliegen. Und unsere Sachen sind ja dann auch noch immer fast alle im Container und wir haben nur Koffer dabei. Also muss auch nicht ein kompletter Hausstand in mein altes Jugendzimmer gepfercht werden.

  
Flug

Das war vielleicht ein Theater... Eigentlich wollte ich nur mal eben kurz bei Cathay Pacific anrufen, um den Sitz für den kleinen Raben fix zu machen und den Transport einer Katze anzukündigen. Auf einmal hieß es: Ja nee, „infant with seat“ gibt es nicht. Da brauchen Sie ein Kinderticket. Aber der Flug von HK aus ist komplett voll. Da gibt es gar keine freien Plätze mehr. Und Katze als Übergepäck? Ja nee, via Honk Kong geht das aber nicht. Das geht nur als Cargo. Da müssen Sie mal unser Cargo department anrufen. Und dann in Hong Kong die Katze aus dem Cargo abholen und nach HK ein führen und dann als Gepäck einchecken. Also vielleicht. Das weiß nur das lokale Cargo department. Aber auch nur vielleicht weil die sind ja hier lokal für China und dann ab HK ist das wieder anders...

Ich war erstmal stinksauer und dann ziemlich gestresst. Meinen Ärger machte ich in einer sehr sachlichen, aber ernsten Mail an das customer relations department Luft. Das Resultat der dort dann durchgeführten Untersuchung war eine formale Entschuldigung und eine volle Rückerstattung der Tickets.

Stattdessen fliegen wir halt jetzt am 10. Februar Holzklasse mit China Eastern. Aber Direktflug ohne Umsteigen. Ok, wir fliegen kurz nach Mitternacht ab und landen kurz nach 5 deutscher Zeit, also nicht ganz optimale Flugzeiten für meinen Geschmack (ich fliege gerne so, dass wir am frühen Abend landen – dann kann ich nach Begrüßung und was essen früh ins Bett gehen und am nächsten morgen direkt ohne großes Jetlag in den neuen Rhythms starten), aber damit kann ich leben. Schließlich müssen wir ja nicht so schnell wie möglich an die neue Zeit gewöhnt sein, weil wir ein paar Tage später schon wieder im Flieger zurück nach China sitzen... Und überhaupt, Direktflug ist eh bequemer und obendrauf kam der Flug jetzt selbst mit einem kleinen Buchungsfauxpass meinerseits und dem extra Kinderticket für einen eigenen Sitz für den kleinen Raben auf knapp die Hälfte des vorherigen Flugs. Und bis zu 23 kg Gepäck in 2 Koffern haben wir pro Person auch noch frei. Und der Kater ist auch schon fix angemeldet und der Transport eines Tieres wurde bestätigt. Das hat mich alles einige Telefonate gekostet – und ich HASSE es, irgendwo anzurufen! Aber das Ergebnis war es auf jeden Fall wert.

  
Farewell-party?

Theoretisch müssten wir jetzt eine Farewell Party planen. So will es ja eigentlich das ungeschriebene Gesetz. Aber, ehrlich gesagt, haben wir beide da absolut keine Lust drauf. Das liegt – zumindest bei mir – nicht nur an einer allgemeinen Ablehnung Menschen gegenüber und meiner unermesslichen Faulheit, sondern auch daran, dass halt von den Leuten, die wir da hier einladen könnten, niemand Kinder hat. Also das wäre an sich ja kein Problem. Aber die Leute haben dann halt eine dezent andere Vorstellung von Party, als ich es im Sinn hätte. Also heute. Früher wäre das mit Essen, Alkohol und Musik bis in die Nacht geritzt gewesen. Heute geht das halt so in der Form nicht ganz. Also mal schauen, ob und wenn ja was wir machen...

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