Freitag, 16. Juni 2017

Schwangerschaftstagebuch - 11. Woche

10+0
 
Ich bin so müde... Heute war Tag 4 von 6 Tagen Spätschicht bis 23:00 Uhr und ich gehe bald am Stock. Ggf nehme ich mir Morgen einen Tag krank. Mal sehen, wie ich mich am Morgen fühle.
 
10+1
 
Ich habe mich heute tatsächlich krank gemeldet. Und es war die richtige Entscheidung. Ich konnte echt einfach nicht mehr. An sich würde mir das Arbeiten bis 23:00 Uhr ja nichts ausmachen. Aber der kleine Rabe ist ja morgens trotzdem wach und ein bisschen Zeit mit ihm verbringen will ich ja auch. Also stehe ich trotzdem spätestens um 8 Uhr mit ihm auf, nachdem ich schon mindestens eine halbe Stunde wach war. Und arbeiten bis 23:00 Uhr heißt mit viel Glück bettfertig kurz nach Mitternacht und bis ich dann runter gekommen bin und tatsächlich schlafe, ist es frühestens 1:00 Uhr... Und normalerweise könnte ich das schon mal ne Woche durchziehen. Aber halt nicht schwanger. Da muss ich nicht bis zur Belastungsgrenze gehen, denn dann geht es nicht nur um mich.
 
Der Tag Ruhe heute hat echt gut getan. Ich habe mit dem Raben zusammen Mittagsschlaf gehalten und er war total glücklich, dass Mama nicht zur Arbeit gehen musste. Er wollte mich am liebsten gar nicht mehr von seiner Seite lassen, der Süße.
 
10+3
 
Nach einem anstrengenden Arbeitstag war heute frei. Und bis auf das obligatorische Spucken am Morgen, meine Müdigkeit und meinen Heißhunger jetzt gerade auf Chips fühle ich mich körperlich super. Mental bin ich derzeit ein wenig dünnhäutig und schon sowas banales wie die Rücksendung einer falsch gelieferten Katzentoilette macht mich nervös und stresst mich dermaßen, dass ich mir einfach nur eine Decke über den Kopf ziehen und alle Verantwortungen abgeben will. Und die Tatsache, dass ich am Mittwoch bei der - mir völlig unbekannten - Gynäkologin bin (und nicht weiß, wie die so tickt, was sie zu meinem Wunsch, einen Großteil der Vorsorge bei der Hebamme zu machen, ins Geburtshaus zu gehen und die VUs auf ein absolutes Minimum zu beschränken etc so sagen wird - und das alles ungeachtet der Gedanken daran, hoffentlich einen schönen, gleichmäßigen Herzschlag zu sehen, aber dafür keine Garantie zu haben) und danach (wenn eben ein schöner Herzschlag da ist) mit meinen Vorgesetzten sprechen möchte (und auch da nicht mit Sicherheit zu wissen, wie die Reaktion sein wird und ob ich meine Wünsche und Pläne zusammen mit dem Arbeitgeber so realisieren kann) ist dabei nicht unbedingt hilfreich...
 
10+5
 
Ich habe dich heute gesehen, mein kleines Baby bat! Und du hast gewunken und gezappelt und dich versteckt und dein kleines Herz hat ganz fleißig vor sich hin geblubbert. Seitdem möchte ich vor Glück weinen. Etwa 4 cm bist du vom Scheitel bis zum Steiß groß und damit der Woche rechnerisch ein bisschen vorraus. Aber nicht so viel, dass wir deinen ET jetzt noch großartig verschieben werden. Am Montag sehen wir dich gleich wieder. Denn die Schwester hat es irgendwie verömmelt und mich zur Assistenzärztin geschickt, die aber den großen Ultraschall nicht machen kann. Der steht jetzt aber dringend an. Aber das passt schon. Selbst ganz ohne Ultraschall wüsste ich, dass es dir gut geht und du stark bist.
 
10+6
 
Morgen spreche ich mit meinem Teamleiter und erzähle ihm von der Schwangerschaft. Ich weiß noch nicht genau, wie ich anfangen soll, aber das wird schon... Ansonsten geht es mir derzeit wunderbar. Ich nehme jetzt täglich 50mg (also nicht mg, aber mein Handy hat das Zeichen nicht und wie die Einheit heißt fällt mir gerade nicht ein) L-Tyroxin. Die Übelkeit wird ganz langsam etwas besser und die anderen Beschwerden lassen noch auf sich warten. Jetzt kommt langsam das zweite Trimester auf uns zu und ich kann mich (hoffentlich) nochmal 3 Monate so richtig pudelwohl fühlen, bevor Rücken und Symphyse und Sodbrennen und so sich wieder breit machen. :)



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