Sonntag, 30. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 17. Woche

16+2
 
Das baby bat feiert wohl seine ersten Parties. So fühlt es sich zumindest an. Und das ist toll! Einzig der Gedanke, wie das wohl in ein paar Wochen bis Monaten wird, wenn es mich dann so richtig schön in die Rippen treten und in die Blase boxen kann, macht mich ein wenig nervös. Aber bis dahin genieße ich diese regelmäßige Rückbestätigung, dass es unserem Überraschungskind gut geht.
 
16+4
 
Heute war es sehr heiß. Im Büro ganz besonders. Ich hatte wegen einer unruhigen Nacht des kleinen Raben nicht gut geschlafen und es war mein 6. Tag in Folge auf der Arbeit. Und so kam es, wie ich es morgens bereits vermutet hatte: Am späten Nachmittag wollte mein Kreislauf nicht mehr so wie ich. Mir wurde richtig schön schwindelig und ich legte mich im Büro vorsichtshalber hin. Natürlich gab es viel Brimborium von allen Kollegen. Die Quintessenz war, dass ich eine gute Dreiviertel Stunde früher Feierabend machen musste und dass ich ab Donnerstag im ersten Stock sitzen werde. Da war nämlich noch genau ein Platz frei und da ist es nicht so unerträglich heiß und stickig wie in unserem Kämmerlein oben. Ein wenig tut es mir ja Leid, da ich meine Sitznachbarn gerne mag und wir uns aus der Einarbeitung alle kennen. Aber andererseits ist es wirklich besser, als nochmal in dieser Sauna zu sitzen. Und andere Kollegen kennen lernen wird auch schön. :) Das baby bat fand übrigens die ganze Aktion wohl eher spannend und wuselte wild herum, als ich auf dem Boden lag.
 


Dienstag, 25. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 16. Woche

15+4
 
Ich bin so ekelhaft positiv in dieser Schwangerschaft, das ist unglaublich. Und es geht mir auch richtig gut. Mein Kreislauf ist manchmal ein bisschen im Keller. Bei der Hebamme letztes Mal war mein Blutdruck 85/50, also schon ein wenig zu niedrig. Aber das habe ich gar nicht gemerkt. Interessant ist auch, dass ich bis jetzt kaum zugenommen habe. Obwohl ich großen Appetit habe und gut esse, habe ich kaum 1kg mehr drauf, als vor der Schwangerschaft. Aber mir soll es recht sein, so lange das baby bat fleißig wächst und gedeiht. Und das tut es ja. :)
 
So ganz langsam werde ich hibbelig, was das Geschlechtsouting betrifft. Im Endeffekt macht es ja keinen Unterschied, aber ich bin einfach so unglaublich neugierig... Aber ich muss mich wohl noch bis zur Feindiagnostik Ende August gedulden. Vorher habe ich keinen Ultraschall mehr.
 
Ich kann das baby bat inzwischen fast schon täglich spüren und habe sogar schon die erste dicke, harte Delle durch die Bauchdecke gespürt. Und die allerersten Tritte ebenfalls. Meine Hebamme sagte ja schon zum gut tastbaren Fundusstand und dem Herzschlag im Doppler "Bei dir ist halt nicht so viel Mama drum herum..." ;)
 
Einkaufen muss ich demnächst unbedingt. Mir passen nämlich aktuell meine bürotauglichen Hosen alle nicht mehr. Und so 1-2 Leggins könnte ich auch noch gebrauchen. Ich habe nur derart keine Lust auf Einkaufen gehen... Mir ist das ja immer ein Gräuel. Aber so langsam muss es mal sein. Leider...
 
15+5
 
Das Haselchen hat heute Morgen zum ersten Mal die Kindsbewegungen spüren können. Der kleine Rabe hatte sich mit Schwung auf mich geworfen, was das baby bat zum Wuseln brachte. Genug, damit auch das Haselchen es tasten konnte. ❤



Mittwoch, 12. Juli 2017

12 von 12 - Juli 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Auf dem Weg zum Büro 

Frühstück 

Bratheringsmassaker zu Mittag 

Statt Kaffee gibt es nachmittags eine Cola für die Energie 

Glücklicherweise bleibe ich auf dem Heimweg trocken und kann die frische Luft genießen 

Die Puppe hat Augen! Die Puppe släft jetzt. 

Und wird laut schreiend im Flur spazieren gefahren. 

Ich habe Hose und Bluse derweil gegen den Schlabberlook getauscht und bin mal wieder erstaunt über die Größe meines Bauches. 

Abendessen 

Der Kater sucht verzweifelt nach einem Versteck vor dem (heute ziemlich wilden) kleinen Raben 

Der Rabe kann nicht weiter gehen, weil "Der Rabe steckt fest. Im See! Mama muss helfen." und ihn da heraus heben 

Meine alten Eimerchen, die jetzt hier jeden Abend in der Wanne bespielt werden 

Sonntag, 9. Juli 2017

Schwangerschaftstagebuch - 14. Woche

13+2
 
Der Start ins zweite Trimester war schonmal toll. Es geht mir super, der Bauch wächst fröhlich, was immer mal wieder ordentlich zieht und zwackt, aber dafür ist die Übelkeit inzwischen fast passé. Mein Kreislauf will nicht immer so wie ich, aber damit kann ich gut leben.
 
In Sachen Heißhunger sind wir inzwischen von Limo und Fleisch (vegetarisch zu Leben schaffe ich aktuell trotzdem nicht) zu Milchprodukten übergegangen. Ich trinke mindestens 2x am Tag eine Tasse Kaba (Schoko, Vanille, Banane und Erdbeere habe ich jetzt ❤) und hatte die letzten Tage zudem Heißhunger auf Quark. Ein Glück also, dass es den hier in Deutschland überall gibt!
 
Der kleine Rabe freut sich weiter unvermindert auf das Baby. Obwohl ich versucht habe, ihm zu erklären, dass so ein Baby dann erstmal oft weint. Und er bei Youtube Videos von weinenden Neugeborenen zusammen gezuckt ist und Angst bekommen hat. Aber er bleibt der festen Überzeugung, dass er dem Baby einfach einen Kuss geben muss, wenn es weint. Und er möchte eigentlich jeden Tag zum Frauenarzt gehen und das Baby angucken. Es ist einfach nur süß!
 
13+4
 
Das Haselchen und der kleine Rabe haben mich gemeinsam vom Büro abgeholt. Und auf dem gemeinsamen Weg zum DM plauderte der kleine Rabe fröhlich: "Mama hat eine Swester im Bauch! Eine Swester ist in Mamas Bauch. Das Baby kommt... mit Schnee. Schnee kalt. *kurzes Schweigen* Eine Schapka anziehen!"
 
Am Abend war ich ziemlich müde und kaputt. Während ich im Bett auf dem Rücken lag, bekam ich ein leicht unangenehmes Ziehen seitlich und im Rücken. Ich fühlte kurz nach und der Uterus war für ein paar Sekunden steinhart. Soweit, so beunruhigend, wenn man es googelt, aber letztendlich wohl vollkommen normal und harmlos (weshalb ich nicht gegoogelt habe). Richtig aufregend wurde es aber genau danach. Denn wo ich neulich noch geraten habe, ob ich es mir vielleicht nur einbilde, war ich jetzt ganz sicher: Ich kann das baby bat spüren!
 
Beim kleinen Raben fühlten sich die ersten Bewegungen eher an wie eine Raupe. Beim baby bat jetzt war es tatsächlich mehr so, wie der für die Beschreibung sonst so oft und gerne verwendete Schmetterling. Oder wie eine kleine, wilde Fee.



Mittwoch, 5. Juli 2017

Tagebuchbloggen Juli 2017

Es ist der 5. des Monats und diesmal habe ich nicht vergessen, dass Frau Brüllen wieder wissen will: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?
 
Here we go:
 
00:28
Ich habe noch Bahnkarten für den nächsten Besuch bei Oma und Opa gekauft, was Dank der tollen App der Bahn auch nur 4 Anläufe und einen Wutanfall gedauert hat (und letztendlich nur am Laptop klappte). Danach saßen das Haselchen und ich noch wie so ein modernes Ehepaar nebeneinander an den Handys auf dem Sofa und unterhielten uns zwischendurch über das, was wir da so lasen (anders kommt man, glaube ich, auch nicht von "BahnCard Bonusprogramm" auf "Idiot in der vk-Gruppe" auf "Urlaubsplanung" auf "Freundin schickt uns ein Geschenk"...). Zu müde, um uns aufzurappeln und ins Bett zu gehen. Irgendwann klappte das aber doch. Und nun schlafe ich. Gute Nacht!
Danach wird es nochmal richtig lustig und bis ich eigentlich eingeschlafen wäre, ist der kleine Rabe wach und wälzt sich hin und her. Er trinkt Wasser und sagt mir irgendwann, dass ihm kalt ist. Aber unter meiner Decke bleibt er auch nicht, weil er sich immer wieder raus strampelt. So geht es eine ganze Weile, bis wir endlich beide fest eingeschlafen sind.
 
06:12
Der kleine Rabe wacht offenbar aus einem Traum auf und ruft irgend etwas. Aber binnen Minuten ist er wieder eingeschlafen. Ich nutze das frühe Erwachen, um meine Schilddrüsen-Tabletten zu nehmen. Dann kann ich nachher wenigstens gleich ohne Blick auf die Uhr frühstücken.
 
8:14
"Der Rabe möchte haben!" tönt es neben mir. Aber statt Spielzeug gibt es erstmal eine Runde Kuscheln. Und während er sich mit dem Gesicht an meine Hand schmust und meinen Arm fest umklammert hält, schläft der kleine Mensch neben mir auch wieder ein. Ich döse ebenfalls nochmal weg.
 
8:47
"Essen!" - jetzt ist der kleine Rabe komplett wach. Aber jetzt ist es auch trotz der späten Nachtruhe für mich absolut OK, aufzustehen. Das Haselchen kommt zu uns und zu dritt kuscheln, kitzeln und spielen wir noch eine Runde. Seit seiner Impfung letzte Woche geht es dem Kleinen zwar gut, aber er ist plötzlich ganz verschmust. Ich genieße das sehr und lasse mir gerne ein paar liebevoll gemeinte Kopfnüsse geben.
 
9:14
Wir stehen alle zusammen auf. Während der kleine Rabe auf dem Töpfchen sitzt, suche ich überall nach meinem Anamnesebogen für die Hebamme. Dabei hatte ich den so ausführlich ausgefüllt... Letztendlich findet das Haselchen ihn und ich muss mich erstmal bei ihm dafür entschuldigen, dass ich ihn während der Suche angeblafft habe.
 
10:00
Wir frühstücken. Das heißt das Haselchen bereitet Mittagessen vor, während der kleine Rabe seinen Porridge verschmäht und dafür das letzte Stück Geburtstagskuchen, das ich eigentlich essen wollte, verputzt. Aber wenn da ein pinker, essbarer Lieferwagen vor einem steht, kann man ja auch nicht mit schnöden Haferflocken mit Obst und Joghurt abgespeist werden... Ich trinke derweil Vanillemilch. Meine neueste Schwäche.
 
Danach mache ich mich fertig. Also ich dusche, ziehe mich um, schminke mich und schmiere mir noch schnell ein Brötchen, während ich immer wieder einem lauthals lachenden 2jährigen hinterher laufe, der abwechselnd Deo, meine diesjährige WGT-Karte und meinen Anamnese-Bogen "klaut", um mit seinem "Diebesgut" verfolgt zu werden. Außerdem fordert er immer wieder "Erschrecken!" und quietscht in dieser Ekstase zwischen Fluchtinstinkt, Spieltrieb und Freude, wenn ich darauf hin mit überzogen gekünstelt drohendem "Dududu!" auf ihn zu springe. Bis ich fertig bin zum losgehen, habe ich Bauchschmerzen vor Lachen.
 
12:02
Ich werfe noch schnell den Biomüll in die Tonne und gehe zur Bahn.
 
12:27
Ich komme am Geburtshaus an. Heute nehme ich sogar den richtigen Eingang. Meine Hebamme begrüßt mich und bittet mich, es mir schonmal mit einem Glas Wasser bequem zu machen. Sie isst gerade noch und kommt dann in 5 Minuten.
 
Wir reden über meinen Bluttest, wie es mir geht etc. Außerdem über die Rufbereitschaftspauschale. Alles ist super. Lediglich mein Blutdruck ist mit 85/50 ein bisschen niedrig. Aber ich fühle mich gut dabei. Außerdem müssen wir nochmal Blut abnehmen, weil das Labor vergessen hatte, meinen Röteln-Titer zu bestimmen. Dann ertastet sie meinen Fundusstand. Im Anschluss sagt sie "So, wir schauen einfach mal, ob wir den Herzschlag schon über die Bauchdecke hören können. Es könnte klappen. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Du hast es ja im Ultraschall gesehen. Wir probieren es mal so eine Minute und wenn nicht, dann halt beim nächsten Mal. ". Sprach's, setzte den Kopf des Dopplers auf meinen Bauch und machte große Augen zum sofort und klar erklingenden 'bu-bumm bu-bumm bu-bumm".
 
13:31
Wir haben einen neuen Termin gemacht und uns verabschiedet. Jetzt bin ich auf dem Weg ins Büro. Theoretisch hätte meine Schicht vor einer Minute begonnen, aber praktisch hatte ich das ja mit dem Teamleiter schon so abgesprochen.
 
14:00
Ich bin im Büro angekommen, habe mir erstmal noch eine Cola für den Blutdruck geholt und logge mich jetzt ins Telefon ein. Die nächsten Stunden arbeite ich so vor mich hin. Es passiert nichts Außergewöhnliches. Es ist halt Hochsaison für den Tourismus und damit entsprechend viel zu tun.
 
20:04
Ich gehe mit 34 Minuten Verspätung in die Pause. Ich bin am Verhungern und mache mir sofort meinen mitgebrachten Eintopf warm.
 
20:34
Die Pause ist zu Ende und ich muss weiter arbeiten.
 
22:00
Ich mache ganz genau auf die Minute pünktlich mit Abschluss meines letzten Vorgangs Feierabend. So elegant klappt das sonst nie! Ich stelle mein schmutziges Geschirr in die Spülmaschine, räume meine leeren Flaschen weg, rede noch ein paar Worte mit einer Kollegin und bin weg.
 
22:32
Ich war gehfaul und habe die Straßenbahn genommen, die aber ein wenig auf sich hatte warten lassen. Daher komme ich erst jetzt zur Tür hinein nach Hause.
 
22:47
Ich trinke noch eine Tasse Vanille-Kaba. Dann setzte ich mich mit dem Haselchen aufs Sofa. Wir bestellen E-liquids für ihn. Wir reden über eine Bekannte, die uns Anfang August besuchen wird, über unseren Tag und über Urlaubspläne. Er versucht, ein Lied von Dimmur Borgir auf dem Kleinkinder-Keyboard zu spielen.
 
Irgendwann gehe ich Zähne putzen und mich bettfertig machen. Anschließend belade ich noch schnell die Waschmaschine mit der hellen Wäsche und stelle den Timer ein. Wie immer ist die helle Maschine nur halb bis dreiviertel voll, aber irgendwann brauchen wir die Sachen ja auch wieder.
 
Zum Abschluss des Tages folgen das Haselchen und ich noch unserem guten Vorsatz und kuscheln ein paar Minuten. Dabei reden wir über das baby bat und Politik.
 
00:00
Der Tag ist rum und ich gehe schlafen.

Sonntag, 2. Juli 2017

2 Jahre kleiner Rabe

Mein wunderschöner, zauberhafter, cleverer kleiner Engel! Heute war es endlich soweit und wir haben deinen Geburtstag gefeiert. Oma und Opa waren hier und wir hatten einen sehr schönen, entspannten Tag. Du hast dich schon seit Wochen auf deinen Geburtstag gefreut und ich hoffe, wir konnten deine Vorfreude rechtfertigen.
 
Seit einigen Wochen schon schreibe ich ja keine monatlichen Updates mehr darüber, was du alles neues kannst. Denn zum einen stresste mich der Vergleichsgedanke irgendwann und zum anderen ist deine Entwicklung inzwischen derart fließend und nicht mehr so sprungartig, wie noch vor einem Jahr. Natürlich, ein paar Meilensteine, die man zeitlich sehr gut festlegen kann, haben wir gemeistert. So wie das Durchschlafen und das Laufen. Aber anderes ist mehr im Fluss. So wie deine Art, zu spielen und deine Sprache.
 
Größe und Gewicht
 
Bei der U7 gemessen:
13,4 kg
86,4 cm
 
Sprache
 
Du plapperst uns auf 2 Sprachen fast die Ohren ab. Es kommt kaum vor, dass du einmal still bist. Aber das klingt viel anstrengender, als es ist. Denn ganz oft redest du einfach so vor dich hin und erwartest gar keine Reaktion von uns. Dabei kannst du inzwischen sehr gut zwischen Russisch und Deutsch wechseln und unterscheiden. Je nachdem, wen du gerade ansprechen möchtest oder wer dich etwas fragt, reagierst du meist mit der richtigen Sprache. Dabei weißt du aber trotzdem, dass ich einige Worte Russisch verstehe und dein Papa Deutsch. Aber davon machst du nur dann Gebrauch, wenn dir das Wort in der entsprechenden Sprache sonst gerade nicht einfällt.
 
Du bildest auch schon fleißig lange Sätze. Sowas wie "Das Auto ist viel zu klein." oder "Die Mama möchte das machen!" oder "Der Rabe hat ein kleines Problem..." sind bei dir ganz normal.
 
Auch versuchst du dich bereits mit den verschiedenen Zeiten. Wie ja auch in der Alltagssprache eigentlich üblich, benutzt du für die Vergangenheit das Perfekt. Du konjugierst dabei zwar nicht immer alles vollkommen korrekt, aber ein "Der Kater ist gelauft" oder "Das Auto ist gefallt" ist definitiv deutlich mehr, als ich es von einem 2jährigen sonst erwartet hätte...
 
Ganz niedlich ist, dass du von dir selbst noch immer nur in der 2. oder 3. Person sprichst. Du sagst nie "Ich", sondern immer "du" oder "der Rabe". Wenn du jemand anderes ansprichst, sagst du hingegen nicht "du", sondern zum Beispiel "die Mama", "der Papa" etc.
 
Essen
 
Du isst einfach alles bei uns mit. Sogar leicht scharfe Gerichte findest du super lecker. Und Süßigkeiten sowieso. Ganz besonders haben es dir Gummibärchen und Smarties angetan.
 
Du lässt dich meist noch füttern. Ab und zu rührst du selbst mal in der Schüssel herum, aber so richtig selbständig essen magst du irgendwie noch nicht ganz. Auch Fingerfood isst du nur selten alleine auf. Spätestens, wenn das Stück so klein ist, dass deine Finger deinen Mund berühren müssten, rufst du um Hilfe. Dabei hast du absolut keine Probleme damit, dir zwischendurch mal den Finger unter der Zunge vollzusabbern und ihn mir ins Gesicht zu schmieren.
 
Du trinkst am liebsten und besten mit Strohhalm. Normale Tassen findest du zwar super spannend, aber so richtig kommst du damit noch nicht zu Rande. Entweder, du verschluckst dich ganz schnell oder du trinkst so gut wie nichts oder du schüttest dir alles über bzw. lässt es wieder lachend aus dem Mund laufen.
 
Spielen
 
Du spielst inzwischen auch ganz wunderbar alleine. Am liebsten mit verschiedenen Fahrzeugen und allem, was du eigentlich NICHT bespielen solltest. Dabei denkst du dir offenbar immer wieder kleine Geschichten aus und plapperst im Spiel ununterbrochen vor dir her. Meist haben Autos einen platten Reifen und müssen abgeschleppt werden. Aber du bewegst auch Matrioschka-Teile mit dem Bagger durch die Gegend, lässt Schmetterlinge LKW fahren, lädtst kleingerissene Briefumschläge in Autos ein, fütterst deine Puppe mit imaginären Smarties oder malst auch mal ein wenig. Auf jeden Fall ist es eine riesige Freude, dich beim Spielen zu beobachten und ich habe ganz oft dabei Tränen in den Augen. Weil ich dich so sehr liebe und du so süß bist, dass ich dich abknutschen könnte und ich so stolz auf dich bin, dass ich es in die Welt hinaus schreien will.
 
Gesundheit
 
Du bist auch weiterhin fit wie ein Turnschuh. Deine erste Impfung in Deutschland hast du genauso super weggesteckt, wie zuvor alle in China. Du warst überhaupt seit China nicht einmal richtig krank. Du hattest mal eine Nacht die Kotzeritis, aber da war dann auch morgens schon der Spuk wieder vorbei. Wahrscheinlich hattest du da einfach was falsches gegessen.
 
Ebenfalls spucken musst du leider regelmäßig beim Autofahren. Das ist nicht ganz so super prickelnd. Entweder, dir bekommt das Rückwärtsfahren nicht, oder es liegt am Stadtverkehr oder dem Stress, den die morgendliche Abreise von Oma und Opa so mit sich bringt. Auf jeden Fall frühstückst du vor der Heimfahrt dann jetzt nur noch im Zug...
 
Ängste
 
Dir machen immer mal wieder mehr oder minder alltägliche Dinge Angst. Beim Cartoon mit dem Geist (der eigentlich ein verkleideter Charly der Kran ist) ist das absolut nachvollziehbar. Ein bisschen auch noch bei Donner. Aber manchmal sorgen schon ein Motorengeräusch auf der Straße oder Geräusche aus der Nachbarwohnung oder der Cartoon mit dem orangenen Bus (den du zuvor gerne geschaut hast) dafür, dass du dich auf den Boden wirfst, das Gesicht nach unten, und "Angst! Angst!" rufst.
 
Und ganz außer Konkurrenz läuft natürlich das inzwischen schon von uns allen drei als eine Art running gag verwendete:
- Angst!
- Wovor?
- Vor dem Rauchmelder!
- Warum?
- Weil der blinkt!
 
Schlaf
 
Du schläfst absolut zuverlässig durch. Dein Papa bringt dich abends ins Bett, weil du dann besser schläfst (und ich die Zeit nutzen kann, mich ein bisschen um mich selbst zu kümmern). Danach komme ich zu dir und wir liegen zusammen im großen Bett. Wenn du unruhig wirst, gebe ich dir dein Wasser und wenn du schlecht träumst, gebe ich dir meine Hand. So sind wir beide am Morgen gut erholt.
 
Einzig deine Schlafenszeit finde ich nicht optimal. Du schläfst inzwischen etwa von 22:30 bis 8:00 und machst von 14:00 bis 16:00 Mittagsschlaf. Wenn wir dich früher aus dem Mittagsschlaf wecken, tendierst du jedoch dazu, abends irgendwann schreiend aufzuwachen und dich nicht mehr zu beruhigen. Ob das ein Nachtschreck oder etwas ähnliches ist, wissen wir nicht mit Sicherheit. Aber dann verzichten wir lieber auf Freizeit am Abend, statt öfter als unbedingt unvermeidbar ein schreiendes, weinendes, verängstigtes, kaum ansprechbares, verschwitztes und tränenüberströmtes Kleinkind umher zu tragen.

Mein zauberhafter Sonnenschein 

Deine Geburtstagsgeschenke

Deko, bzw ein Teil davon (wir hatten auch noch jede Menge schwarze Luftballons) 

Der Kuchen mit blinkendem Kerzenhalter 

Geschenke auspacken und bespielen