Dienstag, 29. August 2017

Ein Brüderchen!

Jetzt ist es also amtlich: Der kleine Rabe bekommt ein kleines Brüderchen. So eindeutig, wie der Penis auf dem Ultraschall zu erkennen war, konnte ich das auch ohne Erklärung schon sofort sehen. Nun hatten wir eigentlich alle vermutet, dass das baby bat ein Mädchen werden würde. Daher war das tatsächlich ein wenig überraschend. Also ein wenig. Und ja, irgendwie hatten wir auch auf ein Mädchen gehofft. So, wie damals beim Raben ebenfalls. Wir hätten beide auch gerne eine Tochter. Aber noch ein Sohn ist ebenfalls toll!

Name

Wir finden so viel mehr schöne Mädchennamen, als Jungsnamen. Wir haben praktisch schon zwei Mädchennamen parat. Bei Jungsnamen tun wir uns deutlich schwerer. Die sind einfach irgendwie alle nicht so schön...

Klischees im Kopf

Ja, ich gebe zu: Auch ich habe geschlechtsspezifische Klischees im Kopf. Dazu zählt unter anderem, dass ich Jungs als tendenziell wilder, wagemutiger und damit auch verletzungsanfälliger als Mädchen sehe. Selbst im Vergleich mit wilden Mädchen. Nun hat das baby bat unglaublich viel Stärke, die ich deutlich spüre. Und ich sehe uns schon jetzt das ein oder andere Mal in die Notaufnahme fahren - wozu ich eigentlich so gar keine Lust habe...

Haare

Da haben Jungs klar die Nase vorn! Einem Mädchen würde ich irgendwann nicht mehr die Haare einfach mit der Maschine kurz schneiden (so lange sie nicht danach fragt). Bei einem Jungen hingegen - buzz und fertig. Und wenn es cool werden soll, wird es ein Iro.

Klamotten

Sicher könnte ein Mädchen ebenfalls die alten Sachen des kleinen Raben auftragen. Aber ich befürchte, irgendwann würde sie es nicht mehr wollen. Weil es halt doch hauptsächlich Jungsklamotten sind. Bei einem Bruder sehe ich deutlich bessere Chancen, dass die ganzen Sachen mit Freude nochmal getragen werden.

Wickeln

Das Wickeln eines Babys mit Penis hatte mir damals große Sorgen gemacht. Weil das Kind dann ja einfach so rumpinkeln könnte. Was auch regelmäßig passiert ist. Aber letztendlich nur halb so wild war. Ein anderer Punkt beim Wickeln jedoch fiel mir erst viel später auf: Den Po abzuwischen ist ja eigentlich bei einem Mädchen viel komplizierter, als bei einem Jungen. Und das kommt gerade bei einem Baby verdammt oft vor. Also ist eigentlich beides ok. Aber mit dem rumgepiesel habe ich ja jetzt schon gut Übung.

Gesellschaft

Tja, ich sage es nicht gerade gerne. Also ich würde es gerne gar nicht erst sagen können, ohne zu lügen. Aber Jungs und Männer haben es in unserer Gesellschaft meist noch etwas einfacher, als Mädchen und Frauen. Daher ist es traurig, aber wahr: Mit einem Penis hat mein baby bat bessere Chancen darauf, in seinem Leben erfolgreich und glücklich zu werden. Und genau das ist es ja letztlich, was sich alle Eltern für ihre Kinder wünschen. Es ist traurig, dass ich auch im Jahre 2017 noch solche Gedanken haben muss, aber es ist einfach die Realität. Und ganz vielleicht können der kleine Rabe und das baby bat ihren Beitrag dazu leisten, dass meine Enkelkinder irgendwann sich solche Gedanken nicht mehr machen müssen...

Sonntag, 27. August 2017

Wann wird es anstrengend?

Es gibt eine Frage, die ich mir seit kurz nach der Geburt des kleinen Raben immer mal wieder gestellt habe: Wann wird so ein Kind eigentlich so richtig anstrengend?

Das Babyjahr sei der Horror, der aber nur von den Trotzanfällen während der terrible two getoppt würde. So heißt es hier und da. Kann ich jedoch bis jetzt so irgendwie nicht bestätigen...

Klar, die ersten Wochen bekamen wir ziemlich wenig Schlaf. Und der kleine Rabe weinte wegen seiner Bauchschmerzen öfter mal. Er stillte auch deutlich mehr, als ich erwartet hatte. Aber das war alles machbar. Schließlich waren wir beide zu Hause. Und wir waren derart überglücklich, unser Baby bei uns zu haben. Es war also nicht alles easy peasy, aber es war toll. Und mit jedem Tag wurde es ein bisschen einfacher. Wir gewöhnten uns an unsere Rollen als Eltern und die neuen Aufgaben.

Dann musste ich wieder arbeiten gehen. Das strengte mich so richtig an. Volle 8h Tage in rotierenden Schichten von jetzt auf gleich mit einem noch praktisch voll gestillten Baby zu Hause. Und ich vermisste ihn in jeder Sekunde, in jeder Minute. Aber anstrengend war hier nicht das Kind, sondern die Arbeit.

Und schwups war das "anstrengende" Babyjahr auch schon rum. Und unser Kind war niemals wirklich anstrengend.

Aus dem Baby wurde langsam, aber unaufhaltsam ein Kleinkind. Das als solches auch einen eigenen Willen und eigene Wünsche hat. Die wir nicht immer erfüllen können. Sicherlich führt das ab und zu zu ein wenig Frustration auf allen Seiten und es kann auch ein wenig stressig sein. Aber trotz seiner 2 Jahre hört der kleine Rabe bei Erklärungen zu und wenn wir ihm ein "Nein" logisch begründen können (und ohne logische Begründung sagen wir eben nicht Nein), akzeptiert er es meist dann auch. Irgendwann zumindest. Mal schneller, mal langsamer natürlich. Aber letztendlich ist es in der Kommunikation mit Erwachsenen ja auch nicht anders.* Aber so einen richtig klischeehaften Trotzanfall mit Schreien, Toben und auf den Supermarkt-Boden schmeißen hatten wir noch nie. Kann ich mir auch beim kleinen Raben echt nicht vorstellen.

Und so stecken wir jetzt eigentlich ja mitten in diesen "Terrible two". Und ich finde mein Kind keinen Meter anstrengend.

Ich würde ihn um nichts in der Welt jemals hergeben wollen und ich genieße jeden Tag, den wir zusammen verbringen. Klar, es gibt mal so Momente, in denen ich die Augen rolle und genervt bin. Aber das habe ich mit jedem anderen Menschen genauso. Für den bin ich dann vielleicht nicht verantwortlich und kann einfach so weggehen. Aber so richtig die feine Englische ist das ja dann auch nicht, ne? Also bei einem Chef, Kunden oder auch meinem Partner würde ich das jetzt nicht unbedingt machen. Und dem Kind kann ich dann auch einfach mal ein Video einschalten oder ihn in den Kinderwagen setzen und rumfahren, damit ich den Kopf frei bekomme.

Vielleicht kommt die richtig anstrengende Zeit ja noch. Spätestens die Pubertät ist ja für alle Anwesenden kein Zuckerschlecken mehr... Und vielleicht haben wir mit dem Charakter unseres kleinen Raben auch echt richtig Glück und beim baby bat wird das alles anders.

Ich weiß es nicht.

Aber ich habe beschlossen, nicht mehr darüber zu grübeln, wann es wohl so richtig anstrengend wird, sondern stattdessen zu genießen wie es ist. Ändern kann ich es ja so oder so nicht. ;)

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*Ihr könnt euch ja nicht vorstellen, wie oft man im Kundenservice ein trotziges "Das akzeptiere ich nicht!" / "Ich will aber!" zu hören bekommt, wenn man Kunden mit Grenzen des Möglichen konfrontiert. Also mit Dingen, die wirklich nicht von den involvierten Akteuren geändert werden können. Wie Gesetze, an die man sich halten muss. Flüge, die gestrichen wurden. Hotels, die von den Behörden geschlossen wurden oder wegen Wasserrohrbrüchen und dergleichen kurzfristig unbewohnbar sind. Naturkatastrophen oder Wetter. Und wie oft dieses "Das akzeptiere ich nicht!" / "Ich will aber!" dann noch wiederholt wird. Trotz ruhiger und sachlicher Erklärung von verschiedenen Personen...

Schwangerschaftstagebuch - 21. Woche

20+2
 
Diese Woche wird spannend: wir haben den großen Ultraschall und ich werde auf der Arbeit jetzt ganz offiziell Bescheid geben.
 
20+4
 
Heute war der große Organultraschall. Und es war toll! Leider konnten das Haselchen und der kleine Rabe nicht mit dabei sein. Der Termin war nämlich um 16:00 Uhr - und der Rabe schlief da noch tief und fest zu Hause. Die Ärztin schallte etwa eine halbe Stunde und erklärte mir ALLES. Jedes Organ und jeden Teil zum Beispiel des Herzens. Wir schauten dem baby bat von unten in die Nasenlöcher, auf die Ohren und in alle Organe und wichtigen Blutgefäße. Und alles ist genau da und tut genau das, was es auch soll. Außerdem schauten wir ihm auf den Penis. Ich habe sogar einen Ausdruck davon bekommen. Sozusagen das aller erste (und zumindest ungefragt hoffentlich auch letzte) dick pick unseres kleinen Sohnes. Aber zu der Geschlecht-Sache muss ich gleich nochmal separat schreiben...



Samstag, 26. August 2017

Tales from the womb

Manche Unterhaltungen mit einem Kleinkind sind es einfach wert, notiert zu werden:

- Was glaubst du, wie das wird, wenn das Baby auf die Welt kommt?

- Zu Hause.

- Wie meinst du das?

- Da vorne. *deutet auf den Babybauch* Mamas Bauch ist die Welt.

- Warst du auch mal in Mamas Bauch?

- Ja.

- Und wie war es da?

- Schön!

- War es da warm oder kalt?

- Warm.

- Hell oder dunkel?

- Dunkel.

- Laut oder leise?

- Laut.

- Was hast du denn da gehört?

- Die Mama.

- Und hast du auch Papas Stimme gehört?
- Ja.

- Klang die irgendwie anders oder ganz normal?

- Anders.

- Hattest du in Mamas Bauch auch manchmal Hunger?

- Ja.

- Und was hast du dann gemacht?

- Das weiß du nicht.

- Hast du denn da auch etwas geschmeckt?

- Ja. Ein Wasser. Das war gut.

- Und weißt du auch noch, wie du aus Mamas Bauch raus gekommen bist?

- Ja. Das hat ganz Aua gemacht.

- Und wie hast du dich dabei gefühlt? Hattest du Angst oder warst du glücklich?

- Glücklich.

- Obwohl es weh getan hat?

- Ja.

- Und wie war das dann, als du aus Mamas Bauch draußen warst?

- Kalt.

Schwangerschaftstagebuch - 20. Woche



Sonntag, 13. August 2017

Schwangerschaftstagebuch - 19. Woche

18+2
 
Ich werde runder und runder und kratze mir dabei ständig den Bauch (der wieder juckt, dass ich aus der Haut fahren könnte). Das Haselchen hat seltsame Essgewohnheiten und ihm ist mal übel und er bekommt nix runter und mal futtert er sich einmal quer durch Kühl- und Vorratsschrank. Und der kleine Rabe wechselt ständig seine Laune und rennt lachend und vor Freude kreischend herum, nur um im nächsten Moment aus hilfloser Wut und Frustration heraus herzzerreißend zu heulen. Wir machen hier also Arbeitsteilung, was die Nebenwirkungen der Schwangerschaft betrifft. ;)
 
Allerdings pendle auch ich mit meinen Gefühlen hin und her. Einerseits freue ich mich riesig auf unser baby bat. Ich freue mich auf die Geburt und darauf, ein neugeborenes Baby im Arm zu haben. Ich freue mich auf die ganzen neuen Meilensteine und darauf, die Beziehung zwischen den beiden Geschwistern zu beobachten. Aber andererseits mache ich mir auch Sorgen. Mir graut es schon jetzt vor dem Schlafentzug. Darauf habe ich am aller wenigsten Lust. Denn mit dem kleinen Raben kann ich ja nicht mehr einfach tagsüber ständig mit dem Baby zusammen schlafen... Ich überlege, wie wir die Bedürfnisse aller Familienmitglieder unter einen Hut bekommen können. Ich mache mir Sorgen über die psychische und physische Belastung. Über die finanzielle Situation und meine Karriere. Und wie ich letztere weiter verfolgen kann, ohne auf zu viel Zeit mit meiner Familie zu verzichten. Ich weiß, dass wir das alles hinbekommen. Ich weiß, dass es gut wird. Aber ich weiß eben auch, dass es anstrengend wird. Ich habe nicht mehr diese Illusion wie vor dem ersten Kind, dass man das Baby dann einfach hinlegt und es schläft ja dann eh die meiste Zeit. Ich weiß, dass das alles nicht so easy peasy wird. Und trotzdem freue ich mich tierisch darauf. Ich glaube ja, dass es gut war, dass das baby bat so überraschend kam. Sonst hätte ich die Entscheidung wohl viel zu lange zerdacht...



Samstag, 12. August 2017

12 von 12 August 2017

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Warten auf die Straßenbahn mit Aussicht aufs Finanzamt 

Müsli aus der Tasse (weil einfacher quer durchs Büro zu tragen) 

Mittagessen (die 2. Portion) 

Eventuell habe ich dann auch noch 2 Nougatcroissants gegessen... 

Der Himmel wird blau 

In Umstandshosen sieht man irgendwie immer komisch aus 

Zuerst hatte der Rabe Angst vor der Pfütze 

Dann ganz viel Spaß darin 

So viel, dass er erstmal baden musste, nachdem er unfreiwillig baden gegangen war. 

Wir holen aufgrund akuten Appetits auf solches Essen vom Asiaten um die Ecke 

Dann spielen wir noch ein bisschen draußen 

Und hängen die fertige Wäsche auf

Mittwoch, 9. August 2017

Schwangerschaftstagebuch - 18. Woche

17+5
 
Wir hatten einen tollen Tag mit Grillen und Spazieren und so und waren 4 Stunden am Stück draußen im Rosenthal. Insgesamt geht es mir super. Allerdings kündigen sich die ersten Wehwehchen schon langsam an. Ganz besonders klar ist es im Rücken. Der schmerzt schon hin und wieder ein wenig. Besonders, wenn ich den kleinen Raben mal wieder umher getragen oder hochgehoben habe. Es ist zwar auf jeden Fall noch zum aushalten, aber ich merke, dass das wohl bis Januar nicht wirklich besser werden wird...
 
Zugenommen habe ich bis jetzt praktisch nichts. Einerseits freut mich das im Sinne von "Woohoo, ich werde nicht fett!" - andererseits möchte ich nach der Geburt nicht unbedingt ins Untergewicht rutschen. Aber viel mehr, als gut, gesund und nach meinem Appetit zu essen, kann ich ja auch nicht machen...
 
Mein Bauch sieht inzwischen fast so aus, wie mit dem kleinen Raben damals in Thailand. Allerdings war ich da schon einen Monat weiter. Aber irgendwie kommt diese Schwangerschaft echt alles einen Monat früher.



Samstag, 5. August 2017

Tagebuchbloggen August 2017

Es ist der 5. des Monats, wie mir gegen Mittag plötzlich einfiel. Deshalb will Frau Brüllen mal wieder wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Heute bei mir mal ausnahmsweise ohne Arbeit:

 

00:27 Nach einem tollen Sommerfest des Büros liege ich im Bett und schlafe ein.

 

06:00 Ich wache kurz auf, schaue auf die Uhr, drehe mich um und schlafe weiter.

 

08:25 der Morgen beginnt mit einem gut gelaunten, wachen Kleinkind, das sich selbst aufsetzt und das dann ganz stolz verkündet. Wir kuscheln noch ein bisschen alle zusammen im Bett und dann geht es zu Töpfchen und frischen Klamotten.

 

09:30 Frühstück. Haferschleim für’s Kind und eigentlich Joghurt mit Honig für Mama. Letztendlich teilen wir uns dann doch beides miteinander und ich werde sogar auch mal gefüttert.

 

10:30 Der kleine Rabe spielt und das Haselchen und ich fangen mit dem hausputz an. Während der eine Staubwischt- und saugt, nehme ich mir erst die Wäsche und dann die Klos und Waschbecken vor.

 

12:02 Das Haselchen ist soweit durch mit seinem Part. Und durchgeschwitzt. Also geht er erstmal schnell unter H2O gestreift.

 

12:44 Ich habe auch die Dusche noch geputzt, während der Mann das Mittagsessen vorbereitet hat. Es gibt eine schnelle Nudelsuppe. Dann essen wir erstmal alle zusammen.

 

13:55 Der Rabe geht nochmal aufs Töpfchen und spielt ein bisschen, bevor wir es schaffen, ihn ins Schlafzimmer zu komplementieren.

 

14:35 Binnen Sekunden ist er an der Brust eingeschlafen. Laut seiner eigenen Aussage kommt da zwar keine Milch mehr raus, aber das hindert ja nicht daran, Mama weiter als zweibeinigen Nucki zu nutzen. Ich finde das aktuell nicht mehr sooooo angenehm, aber es funktioniert halt einfach gut.

 

15:11 Ich habe es ausnahmsweise mal geschafft, NICHT selbst mit einzuschlafen. Eine große Leistung für mich. Ganz leise schleiche ich aus dem Schlafzimmer und setze mich zum Haselchen ins Wohnzimmer, wo wir uns unterhalten und dabei den Kater streicheln.

 

15:58 Ein Blick auf das Babyphone und: WTF?! Wo ist das Kind hin?! Gedanklich schon einen Knall und ein Weinen vorweggreifend stürme ich ins Schlafzimmer – wo mich ein leicht verpennter Rabe auf dem Bett sitzend mit den Worten „Auf Mamas Arm!“ begrüßt.

 

16:30 Der kleine Rabe und ich essen den Rest des Haferschleimes vom Morgen gemeinsam auf dem Spielteppich sitzend. Danach backe ich einen schnellen Schokokuchen und schrotte dabei den Mixer (bzw. schrottet das Haselchen ihn, indem er versucht, darin Blockschokolade zu zerkleinern – was ich ja eigentlich von Anfang an von Hand machen wollte…). Dann will ich eigentlich mit dem kleinen Raben eine Runde spazieren gehen, aber es regnet gerade junge Hunde. Also spielen wir zusammen ein bisschen (aka machen wieder Chaos im vorher so schön aufgeräumten Kinderzimmer), während das Haselchen in der Küche rödelt.

 

18:50 Der Regen lässt nach. Auch, wenn es noch tropft, wollen wir jetzt gerne ein bisschen vor die Tür. Also packe ich den Raben in seinen chicen, knallgelben Regenponcho mit Öhrchen. Erst etwas vorsichtig, dann total begeistert tapsen wir also gemeinsam um den Block und lassen dabei keine kleine Pfütze aus. Nur die Großen heben wir uns für wann anders auf, wenn er auch Gummistiefel trägt. Außerdem sammeln wir ein paar Blätter. Mal wieder. Zur Abwechslung. Ist ja nicht so, dass wir schon etwa fünfhundermillionen überall gebunkert hätten…

 

19:55 Wir sind wieder zu Hause.

 

20:10 Abendessen. Es gibt Rippchen nach chinesischem Rezept, Reis und Gemüse.

 

21:20 Wir sind mit dem Essen fertig. Der Rabe denkt nicht einmal daran, sich langsam bettfertig machen zu lassen. Stattdessen rennt er lachend und aus voller Lunge kreischend im Flug umher, „stiebizt“ alles, was er gerade zu fassen bekommt, lässt sich dann jagen und hat viel Spaß dabei.

 

21:40 Unter vehementem Protest verfrachte ich das ausgedrehte Kind erstmal aufs Töpfchen. Er schaut noch ein bisschen „Smeshariki“ und geht dann ab in die Wanne. Das Haselchen wäscht ihn, putzt Zähne etc während ich mich selbst auch schon mal bettfertig mache. Dann gehen wir ins Bett.

 

23:12 Mit Erstaunen stelle ich fest: Das Kind schläft! Ich hatte ihm noch ein Schlaflied vorgesungen und er kugelte dann so ein wenig im Bett herum, während ich Twitter und Nachrichten auf dem Handy gelesen habe. Irgendwann war Ruhe und nun atmet er einfach tief und fest mit geschlossenen Augen und in die Luft gerecktem Po neben mir.

 

Da ich auch Morgen frei habe, schleiche ich nochmal aus dem Zimmer und schaue mir mit dem Haselchen zusammen noch für eine gute halbe Stunde lustige Bilder, Witze und Gifs auf seiner wall in vk an, bis auch ich selbst endgültig schlafen gehe.