Sonntag, 5. November 2017

Tagebuchbloggen November 2017

Es ist der 5. des Monats und Frau Brüllen möchte wieder wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Bei mir heute mit einem extrem ruhigen Sonntag. Aber ich soll mich ja auch schonen...

0:05 Ich nehme mein Eisen und putze schonmal meine Zähne. Dann schauen wir noch weiter den Underwoods zu.

0:45 Ich schlafe jetzt.

8:20 Der kleine Rabe wacht auf und fragt nach seinen Autos. Ich gebe ihm die 3, die wir im Bett liegen haben. Dann dreht er sich erstmal auf die Seite und legt meinen Arm um sich.

8:36 Der Rabe hat sich aufgesetzt und sagt unentwegt "Der Papa soll kommen. Der Papa soll kommen. Der Papa soll kommen."

Da das so nicht funktioniert, helfe ich ihm aus dem Schlafsack und vom Bett runter und öffne das Rollo und die Tür. Und schneller, als ich gucken kann, steht er plappernd und mit Autos in den Händen vor dem verschlafenen Haselchen.

Wir spielen und kuscheln noch ein bisschen. Der Rabe malt mir mit Wasserfarben aus einem Ü-Ei auf die Schlafanzugshose.

Dann machen wir uns alle fertig. So mit Gesicht waschen, eincremen, umziehen und so. Außerdem backen wir Brötchen auf und decken den Tisch.

9:57 Frühstück. Sonntag ist bei uns Brötchen-Tag. Der Rabe hat sich einen kleinen Eimer voller Autos mitgenommen, die fleißig bespielt und am Nutellaglas aufgetankt werden.

11:06 Tisch abräumen. Alle sind satt und zufrieden. Der Rabe geht spielen, während das Haselchen und ich den Tisch ab- und die Küche aufräumen.

Anschließend skyped das Haselchen mit seiner Mutter, der Rabe spielt und ich lege mich aufs Sofa, wo ich Twitter leer lese und ein paar Sachen auf dem Handy erledige.

Dabei rennt der kleine Rabe immer wieder bei mir vorbei und piekst mir einmal versehentlich ins Auge.

13:19 Wandtattoo, das ausdrücklich gewünschte pinke Sweatshirt für den Raben und Klebehaken fürs Bad sind bestellt. Ich übersetze dem Haselchen, wie die Brezeln aufgebacken werden sollen und gehe im Keller nach dem Rausfallschutz fürs Bett suchen und den Biomüll wegbringen. Dabei treffe ich den Nachbarn von gegenüber, der vor Kurzem Papa geworden ist. Ich versichere ihm, dass das mit dem Schlafen mit Sicherheit irgendwann besser wird.

Dann backen wir Brezeln auf, machen Weißwürste heiß und decken den Tisch. Zwischendrin plappert der kleine Rabe fröhlich "Wegdose, Wegdose" vor sich hin und ich finde ihn, wie er mit einem Duplo-Teil in einer Steckdose puhlt. Zum Glück ist da eine Kindersicherung drin. Aber ich erschrecke mich trotzdem, schimpfe sofort mit ihm und versuche dann, ihm (nochmal) ruhig zu erklären, warum er das nicht darf. Erst findet er, auf Krawall gebürstet wie er die Tage irgendwie ist, das total lustig. Bei dem Gedanken, was alles passieren könnte, breche ich dann jedoch in Tränen aus und der Rabe wird ganz traurig. Wir trösten uns gegenseitig und gehen zum Essen.

14:30 Essen. Weißwurst, Brezeln, süßer Senf, alkoholfreies Weizen und Rohkost mit Dip. Hmmmmmm... Dabei telefoniere ich mit meiner Mama.

15:30 Essen fertig. Wir räumen den Tisch ab. Dann kuscheln wir uns alle zusammen ins Bett. Ich lese dem Raben ein Buch vor, das Haselchen ein Kindergedicht.

16:10 Da zumindest wir Erwachsenen irgendwie müde sind, mache ich uns einen Kaffee, während die Jungs noch reimend und tobend im Bett bleiben.

Dann baut das Haselchen das Bettgitter an, während ich mit dem Raben spiele. Als er mir allerdings einen Plastikeimer ans Ohr haut, bin ich ziemlich sauer. Da er schimpfen nur mit Lachen und dem Werfen von Duplo in meine Richtung quittiert, erkläre ich ihm ganz ruhig, dass ich erst wieder mit ihm spielen will, wenn er lieb ist und mir nicht mehr wehtut. Irgendwie ist diese Phase anstrengend.

17:02 Das Bettgitter ist fertig angebaut, der kleine Rabe hat sich wieder eingekriegt und ich helfe ihm dabei, ein ganz bestimmtes Auto zu suchen. Das Haselchen geht in die Küche, um die Linsensuppe fertig zu machen.

17:08 Ich habe das Auto gefunden und der Rabe ist happy. Also lege ich mich erstmal wieder hin und suche noch mehr Kleinigkeiten im Internet. Zwischendrin male ich dem kleinen Raben kleine Autos auf Papier. Und einen Autotransporter dazu.

18:30 Der kleine Rabe beginnt mit dem Essen. Das Haselchen und ich sind noch satt. Daher genießt der Kleine unsere vollkommen ungeteilte Aufmerksamkeit, während er eine große Portion Linsensuppe futtert.

Danach spielt er ein paar Minuten und wir machen ihn gemeinsam langsam bettfertig.

20:00 Das Haselchen hat ihm gute Nacht gesagt und das Licht gelöscht. Jetzt besteht der kleine Rabe darauf, dass ich was auf dem Handy machen soll. Er fragt noch nach seinem kleinen ICE und dem Polizeiauto, die das Haselchen gleich bringt. Dann kuschelt er sich ganz nah an meine Schulter.

20:11 Rabe schläft.

20:20 Ich stehe auf und schleiche aus dem Schlafzimmer. Im Wohnzimmer essen das Haselchen und ich Linsensuppe und Rohkost sowie Pellkartoffeln mit Quark-Dip und schauen dabei zwei Folgen House of cards und eine Folge Southpark. Zwischdrin mache ich mir eine Gesichtsmaske.

23:14 Wir stehen auf, räumen alles in die Küche und putzen Zähne. Dabei wird der kleine Rabe wach und ich sage ihm durch das Babyphone, dass ich gleich komme. So ganz scheint er damit aber nicht zufrieden zu sein und wird immer unruhiger. Kaum bin ich jedoch bei ihm, entspannt er sich, plappert noch ein wenig und schläft dann wieder ein.

23:47 Ich lege das Handy zur Seite und schlafe.

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