Donnerstag, 16. August 2018

Noch ein Haifisch!

Und der Haifisch, der hat Zähne. Und die trägt er im Gesicht. Und Morgenstern der hat ein Zähnchen, doch das Zähnchen sieht man nur, wenn man genau hinschaut und er gerade ausnahmsweise ruhig hält. Man fühlt es aber ganz deutlich.

Unser Baby wird grooooß!

Montag, 13. August 2018

12 von 12 - August 2018

12 Bilder vom 12. des Monats  Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

An der Haltestelle 

Auf dem Weg zu einem sehr schönen Spielplatzdate

Auf dem Rückweg 

Der Rabe ist sauer auf mich, weil wir nicht bleiben konnten 

Auf dem Weg ins Büro singe ich ungeniert laut mit 

Hallo, Zutrittskarte

Kaffeepause 

Abendhimmel 

Morgen soll ich unbedingt den Bus mit ins Büro nehmen 

Ich füttere nochmal den Morgenstern 

Die Brüder spielen miteinander - Morgenstern jauchzt vor Freude und Rabe kreischt mit. Es ist sehr schön  aber auch sehr laut... 

Nachdem die Kinder etwa EWIG gebraucht haben, um einzuschlafen, pfeife ich mir in Rekordgeschwindigkeit noch eben kalte Pommes rein  bis ich Magenschmerzen bekomme 

Samstag, 4. August 2018

Tagebuchbloggen Juli 2018

Es ist der 5. des Monats und wie immer will Frau Brüllen wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Hier unsere Sommertag bei Oma und Opa Version:

5:51 Das Baby wird wach. Erst zaghaft, dann immer deutlicher, quatscht und knufft er vor sich hin. Ich bin noch ziemlich verschlafen und komme kaum zu mir. Also lasse ich mich erstmal im Dösen zwicken und treten.

7:00 Ich schaffe es endlich, mich aufzusetzen und werde zur Belohnung mit dem schönsten Lächeln der Welt angestrahlt.

Opa kommt ins Zimmer und himmelt das Baby an. Kaum ist er richtig da, ruft es aus dem Nebenzimmer: "Omaaaa, aufwachen!"

Ich wickle den Morgenstern, bitte den Rabe aufs Töpfchen und ziehe beide um. Dann stille ich den Kleinen nochmal
Ich hoffe, dass er einschlafen könnte. Aber Milch macht müde Morgensterne munter. Dann sucht die ganze Familie nach dem verlorenen Strohhalm aus der Trinkflasche des Raben. Opa findet ihn.

8:06 Ich trinke meinen ersten Kaffee und esse, hauptsächlich einhändig weil ständig irgendwie beschäftigt, ein Brötchen. Oma füttert derweil - ebenfalls dauernd dazwischen beschäftigt - den Rabe. Irgendwie schaffen wir es, alle parallel zu versorgen und uns selbst die Haare zu bürsten und zusammen zu binden und uns umzuziehen.

Das Haselchen möchte heute nicht mitkommen. Er hat sich gestern einen schlimmen Sonnenbrand geholt und auch, wenn die 4 Schichten Lotion zumindest soweit geholfen haben, dass ihm nicht mehr jede Bewegung weh tut, möchte er es nicht riskieren, sich wieder zu verbrennen. Kopf und Gesicht sind auch noch recht rot. Und bevor ich morgen einen fiebernden Mann im Zug dabei habe, bleibt er besser da.

Ich schnalle mir den Morgenstern in die Manduca, wo er binnen weniger Minuten eingeschlafen ist. Oma, Rabe und ich ziehen Schuhe an und gehen los.

9:10 Wir sind auf dem Weg ins Schwimmbad. Dort angekommen zieht sich Oma um und wir suchen uns ein schattiges Plätzchen auf der Wiese. Da der Morgenstern noch immer tief und fest schläft, bleibe ich erstmal einfach am Platz.

9:33 Oma und Rabe gehen gemeinsam Richtung Wasser. Ich bleibe am Platz und tippe in mein Handy, was bisher geschah.

10:13 Der Morgenstern wird unruhig und der Rabe kommt mit Oma zur Decke. Der Kleine wacht auf und der Große hat Hunger. Das Kiosk hat noch geschlossen. Also bitte ich das Haselchen, uns ein Käsebrot zu bringen. Rabe geht derweil mit Oma zum Spielplatz, während ich Morgenstern eincreme. Ganz aufgeregt kommt er zurück: das Kiosk öffnet doch gerade!

Wir "bestellen" das Brot ab und es gibt Pommes. Echte Freibad-Pommes!

Dann gehen wir alle zusammen ins Wasser. Morgenstern findet es erst ein wenig kühl. Aber schon bald hat er sich dran gewöhnt und planscht auf meinem Arm begeistert vor sich hin. Vor allem das Hüpfen im Wasser hat es ihm angetan.

Rabe will nochmal ins Baby-Planschbecken und geht mit Oma. Ich bleibe mit Morgenstern im Nichtschwimmerbecken.

Ich merke, dass er langsam etwas zu kühl wird und will mich eigentlich auf den Weg zu den anderen beiden machen. Da kommen die mir auch schon entgegen. Rabe bibbert. Es ist heute deutlich kühler, als gestern und es weht ein spürbare Wind.

Daher beschließen wir, zu gehen. Wir trocken uns ab, ziehen uns um und gehen los.

12:03 Wir sind auf dem Heimweg.

Zu Hause angekommen schläft Morgenstern tief und fest in der Manduca. Das Haselchen bringt den völlig fertigen Raben ins Bett.

Ich setzte mich zu Opa auf die Terrasse und wir beobachten eine wunderschöne Ringelnatter, die offenbar ebenfalls hier wohnt.

13:06 Mittagessen. Es gibt Reste vom Grillen gestern. Der Morgenstern ist inzwischen wach und liegt zufrieden neben mir auf einer Decke auf dem Boden.

14:35 Morgenstern geht eine Runde ins Planschbecken. Danach liegt er wieder auf der Decke im Schatten und ich versuche, ihn dort in den Schlaf zu stillen. Aber es ist alles viel zu aufregend und spannend.

15:23 Rabe ist wieder wach und bei uns. Das Haselchen gibt ihm etwas zu essen.

16:05 Ich bringe Morgenstern ins Bett und döse dabei selbst weg.

17:00 Ich stehe auf. Oma hat auf dem Sommerfest des nahe gelegenen Behindertenwohnheims Kuchen gekauft. Ich exe fast eine Tasse eisgekühlten Kaffee und mache mich mit großem Appetit über den Kuch her.

17:21 Der Morgenstern weint doch nochmal. Ich gehe ihn beruhigen und bleibe - wohl Dank des Kaffees - diesmal wach. Dann gehe ich wieder runter und esse weiter Kuchen. Der Rabe hat derweil entdeckt, dass der große Fernseher auch Youtube hat. Mein Bruder stellt ihm alles ein und schneidet dann eine Wassermelone auf. Die wir gemeinsam vertilgen.

18:17 Überlegungen zum Abendessen werden angestellt, aber jetzt erstmal verworfen.

Der Morgenstern wacht auf und ich bringe ihn runter. Dann gehe ich Haare waschen.

19:00 Ich bin frisch geduscht. Während der Rest der Familie zu Abend isst, füttere ich den Morgenstern. Anschließend muss das von oben bis unten mit Brei verschmierte Baby erst nochmal ins Planschbecken. Der Rabe isst und spielt derweil fröhlich weiter.

Dann machen wir die Kinder langsam fertig fürs Bett und packen alle unsere Sachen für die Abreise morgen früh.

21:21 Oma bringt Rabe ins Bett. Er schläft bei Oma und Opa. Der Morgenstern ist gerade bei mir wie ein süßer, kleiner Stein weggepennt.

Ich gehe runter und esse mit Opa nochmal was. Wir sitzen noch eine Weile zusammen und unterhalten uns, bevor auch ich ins Bett gehe.

Donnerstag, 12. Juli 2018

12 von 12 - Juli 2018

12 Bilder vom 12. des Monats. Das ist 12 von 12. Mehr davon gibt es auf dem Kännchen-Blog.

Rabe spielt mit Duplo

Morgenstern auch 

Nervennahrung für mich 

Rabe hat sich den kleinen Zeh angehauen und wir schauen, ob er noch dran ist 

Ich spiele mit dem Beauty-Filter am Handy und finde es sehr skurril, was dabei heraus kommt 

Wir gehen spazieren und der Rabe wackelt an diesem Baum 

Soldatiki schubsen 

Die Kirche ist offen und jemand spielt Orgel 

Ich bin im Büro 

Mein Schreibtisch mit Essen 

Ein Ampelfrauchen vorm Bahnhof lässt mich schnell heim zum weinenden Baby

Zähneputzen. Nach Mitternacht. Spätschicht sucks  

Dienstag, 10. Juli 2018

6 Monate Morgenstern

Mein zauberhaftes kleines Morgensternchen! Ein ganzes halbes Jahr bist du heute schon aus dem Bauch draußen. Und uns hätte wirklich kein größeres Glück passieren können, als dich zu bekommen. Dein fröhliches Wesen reißt uns einfach alle mit. Egal, ob du mich morgens um halb 6 fröhlich angluckst, deinen Papa erst mit handtellergroßen Augen beguckst, bevor du ihm ein strahlendes Lächeln schenkst oder dich abends vor dem Schlafen über jedes Wort deines Bruders kringelig lachst. Du bist einfach so positiv. Und so intensiv. Letzteres auch, wenn dir mal etwas nicht passt und du schier an der Welt verzweifeln oder dich über deren Ungerechtigkeit lautstark beschweren willst. Dann gibt es auch keine Besänftigung, bis du deinem Unmut nicht ausreichend lautstark Luft gemacht hast.

Mein kleiner Morgenstern! Du Sonnenscheinchen! Ein ganzes halbes Jahr bist du jetzt schon bei uns. Und so langsam, aber sicher wird aus dir ein richtig großes Baby. Du entwickelst dich in rasantem Tempo und die Zeit mit dir vergeht wie im Flug. Das ist auch kein Wunder – du bist noch immer ziemlich „pflegeleicht“ und so haben wir meistens eigentlich einfach sehr viel schöne Zeit zusammen. Und wenn man glücklich ist, dann vergeht die Zeit einfach viel schneller…

Abenteuer

Aktuell ist das größte Abenteuer wohl, dass ich wieder arbeiten gehe und du nun regelmäßig ein paar Stunden mit deinem Papa alleine bleibst. Bis jetzt habt ihr euch als Team noch nicht so optimal eingespielt. Du bist offenbar etwas willensstärker (um nicht zu sagen sturer) als dein Bruder damals – und hängst wohl noch etwas mehr an mir und dem Stillen. Denn die Flasche ist nicht wirklich dein Freund…

Essen

Neben dem stillen hast du inzwischen Brei fest in deinen Speiseplan aufgenommen. Wir haben es auch mit Fingerfood probiert, aber das sorgte bei dir für mehr Frustration, denn Essenslust. Du schienst dabei mehr Hunger zu haben, als du essen konzentriert und zielgerichtet in den Mund befördern konntest. Daher sind wir nun zum Brei übergegangen und du isst mittags 50-60 gr Gemüse (auch mit Nudeln oder Reis etc) und abends 50-100 gr Getreide-Milch-Brei mit Obst. Besonders gerne magst du Kürbis und Nudeln mit Tomate. Kartoffel hingegen isst du einfach überhaupt nicht. Dabei musst du würgen und wirst ganz frustriert. Beim Obst ist die Banane eindeutig dein Favorit. Wenn ich dir einen Muttermilch-Schmelzflocken-Banane-Brei mache, isst du auch mal mehr als 100 gr.

Fortbewegung

Du kannst dich zumindest theoretisch jetzt in beide Richtungen rollen. Hast du zumindest schon gemacht. Aber du tust es irgendwie nicht so gerne und nicht wirklich oft. Dafür drehst du dich immer wieder sehr geschickt im Kreis um die eigene Achse, sodass du wie ein kleines Uhrwerk in alle Richtungen greifen und treten kannst. Dabei schrubbelst du dich auch mal etwas unkoordiniert in verschiedene Richtungen.

Geschwisterplüschstatus

Du und dein Bruder, ihr seid ein Herz und eine Seele. Du bist völlig vernarrt in ihn und deine größte Freude ist es, mit ihm zu knuddeln. Regelmäßig musst du abends vorm Einschlafen nochmal lauthals lachen. Weil ich die Seite zum Stillen wechsle und du plötzlich entdeckst, dass der Rabe auch da ist. Dann versuchst du, ihn anzufassen und giggelst und quietschst über alles, was er sagt oder tut.

Gesundheit

Du bist auch weiterhin fit.

Maße

So langsam, aber unaufhaltsam, wächst du aus deinen Sachen in 68 raus. Dein Gewicht liegt irgendwo bei 7-7,5 kg.

Motorik

Du greifst ganz gezielt und zielsicher, kannst Spielzeug von einer in die andere Hand nehmen und bewusst loslassen. Du drehst und betrachtest immer wieder deine Hände und versuchst, Bewegungen, die wir machen, nachzuahmen.

Schlaf

Seit du abends Brei isst, schläfst du deutlich besser. Tagsüber bist du immer 2-3 Stunden wach und schläfst dann zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Nachts schläfst du manchmal auch schon bis zu 4 Stunden am Stück. Ins Bett gehst du abends zwischen 20:00 Uhr und 21:00 Uhr und wach bist du morgens meistens so um 6:00 Uhr. Zu meinem Leidwesen ;) bist du dann ausgeschlafen und fit und magst nicht mehr dösen.

Sozialverhalten

Du reagierst auf Ansprache  du interagierst mit uns - vor allem mit deinem geliebten Bruder - und sogar mit dem Kater. Du zeigst deutlich, was du magst und was nicht. 

Sprache

Du übst fleißig Silben wie Mamamama und babababa. An einem der ersten Tage  die ich wieder im Büro war, hast du klar und deutlich immer wieder "Mama mama" geweint und alles andere weggeschoben. Du hast also auch offensichtlich wirklich Mama gemeint... 

Zähne

Noch immer kein Durchbruch zu vermelden.




Mittwoch, 4. Juli 2018

Tagebuchbloggen Juli 2018

Am 5. des Monats will Frau Brüllen wie immer wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Bei mir sieht es diesen Monat fast so aus, als hätte ich mein Leben so richtig im Griff:

4:57 Ich bin kurz wach, lege den Morgenstern auf der anderen Seite an, schaue auf die Uhr, stelle fest, dass ich noch Zeit habe und schlafe wieder ein.

5:40 Mein Wecker klingelt. Die Kinder liegen kreuz und quer im Bett und sind unruhig. Ich bleibe kurz dabei, aber es wird auch nicht besser, als der Rabe dem Morgenstern seinen Fuß ins Gesicht schiebt... Ich lege den Rabe rüber, gebe ihm einen Schluck Wasser und versichere ihm, dass es wirklich noch Nacht ist. Er murmelt etwas und schläft ein.

5:57 Morgenstern hingegen ist jetzt hellwach, freut sich, mich zu sehen, und brabbelt vor sich hin. Also klemme ich mir Babymonitor und Handy unter sowie Baby auf den Arm und schleiche aus dem Schlafzimmer.

Im Wohnzimmer lege ich Morgenstern auf die Krabbeldecke und lasse die Kaffeemaschine laufen, während ich meine Morgengymnastik mit der 7 Minuten App mache.

6:13 Ich schnappe Morgenstern, lege ihn im Bad in die Kinderwagenwanne, schalte ihm die Spieluhr ein und hüpfen unter die Dusche. Bei Anziehen, Schminken und Co schaut er mir gebannt zu.

6:39 Ich bin fertig, lege Morgenstern wieder ins Wohnzimmer und hole mir ein Stück Schokokuchen und einen Käsetoast sowie meinen Kaffee. Ich bin müde genug, um mir in letzteren noch einen Löffel Intantkaffee zu werfen.

6:48 Frühstück. Auf dem Boden im Schneidersitz, um gleichzeitig das Baby stillen zu können. Das Haselchen kommt zu uns und übernimmt dann jetzt die Verantwortung für die Kinder. Ich bringe mein Geschirr weg und ziehe Schuhe an.

7:08 Vor der Tür.

7:26 Im Büro angekommen und ins System eingeloggt. Diese Woche darf ich aus dem Telefon bleiben. Alles noch ganz entspannt.

Ich arbeite also so vor mich hin, hole mir zwei Schokocappuccino, esse eine Nektarine und greife auch bei den Nudeln zum Pastatag nochmal zu. Essen gratis lass ich nicht verkommen!

11:32 Feierabend.

11:52 Ich höre aus dem offenen Fenster den Morgenstern weinen und sprinte fast die Treppe hoch. Flasche findet er doof und ist dabei sturer als sein Bruder, sodass er jetzt dringend Milch braucht.

Ich stille, spiele mit dem Raben eine Weile Duplo Eisenbahn, verräume die Windelwäsche und bestelle telefonisch Essen beim Asiaimbiss. Darauf hatte ich schon seit Tagen Appetit und jetzt sind mal keine Reste da. Das Haselchen geht derweil zum Aldi und räumt die Einkäufe weg.

13:50 Ich wickle Morgenstern. Das Haselchen geht das Essen abholen und ich versuche, das Baby von den Vorzügen eines Nickerchens zu überzeugen. Das findet zunächst, es sei jetzt unbedingt Zeit zum Zehenlutschen und Stimme testen, aber letztendlich habe ich dann doch die besseren Argumente.

14:23 Ich schleiche aus dem Schlafzimmer und gehe essen. Gemüse in Mango-Kokos-Sauce und gebratene Nudeln. Mjam!

14:54 Das Haselchen muss kräftig niesen - und der Morgenstern wacht auf. Ich versuche eine Weile, ihm zurück in den Schlaf zu helfen, muss mich aber bald geschlagen geben. Also stehen wir auf und gehen ins Kinderzimmer. Wir spielen ein wenig und machen uns dann langsam fertig, um das Haus zu verlassen.

16:03 Wir gehen los Richtung Kinderarzt.

16:32 Fast pünktlich melden wir den Raben zur U7a an. Während dieser begeistert im Wartezimmer spielt, fülle ich mit Morgenstern im Tuch die Fragebögen aus. Dann werden wir in den Vorbereitungsraum gerufen. Rabe erzählt fröhlich, puzzelt fleißig, möchte den Hörtest am liebsten selbst bedienen, schaut in alle Schränke, malt ein Bild und hat beim Sehtest einfach keine Lust mehr.

Morgenstern schläft derweil im Tuch ein.

Dann geht es zum Arzt. Rabe entdeckt sofort die Kiste mit den kleinen Spielsachen zum Mitnehmen und beginnt, zu kramen und zu kommentieren. Bei der Untersuchung ist alles gut. Nur hüpfen kann er nicht. Kann er nämlich entweder nicht oder will es nicht. Hat er noch nie gemacht.

Dann holen wir noch die HIB Impfung nach. Da wir das vorher nicht wussten, ist der Rabe davon etwas überrumpelt. Aber der Kinderarzt nimmt ihn ganz lieb in den Arm und hält seine Hand, während eine neue, junge Ärztin die Impfung durchführt. Nach kurzem Weinen und Beruhigen auf Papas Arm möchte Rabe dann aber doch jetzt bitte nach Hause. Er hat keine Lust mehr.

Während er sich mit dem Haselchen fertig macht, bespreche ich noch mit dem Arzt, dass der Impfpass nochmal kopiert wird. Es könnte sein, dass wir auch noch eine zweite Windpockenimpfung nachholen müssen. Aber dazu würde man mich nochmal anrufen. Außerdem sollen wir hüpfen üben. Wie das genau gehen soll, wenn das Kind das einfach konsequent verweigert, frage ich jetzt nicht nach. Mehr, als Ermutigen, kann ich ja nicht. Er wird es schon lernen. Und auch zum Augenarzt gedenke ich nicht zu gehen. Nicht bei einem Kind, dass sowohl nah als auch fern selbst die kleinsten Details erkennt, wenn er denn möchte.

18:06 Wir sind auf dem Heimweg und alle ziemlich fertig.

Zu Hause schmieren wir ein paar Brote und ich rühre dem Baby einen Muttermilch-Schmelzflocken-Brei an. Wir essen - zur Schonung von Nerven und Zeit - im Kinderzimmer. Beim Spielen isst es sich nämlich irgendwie besser.

Die drückende, schwüle Hitze entlädt sich endlich in ein wenig Regen. Platt sind wir trotzdem.

Wir machen die Kinder bettfertig und ich begleite beide in den Schlaf. Dann schleiche ich wieder aus dem Zimmer. Das Haselchen und ich reden noch ein wenig, bevor ich mich fertig mache und hundemüde ins Bett falle.

23:22 Ich schalte das Handy in Flightmode und bin binnen Minuten eingeschlafen.

Montag, 2. Juli 2018

3 Jahre kleiner Rabe

Mein kleiner Rabe! Mein herzallerliebster Schatz! Mein Engelchen!

Nun bist du also schon ganze 3 Jahre alt. Und du bist ein ganz normaler, gesunder 3Jähriger. Und ein Herz von einem Kind! Du bist inzwischen morgens nicht mehr immer so gut gelaunt, wie du es einst warst. Stattdessen grummelst du gerne mal, sobald du wach wirst. Aber ich könnte jeden Tag einfach platzen vor Freude darüber, dass du bist – und wie du bist.

Du hast ganz viele deiner Ängste inzwischen abgelegt. Du bist hier in Deutschland so richtig angekommen und freust dich unheimlich, auf dem Spielplatz mit anderen Kindern zu spielen. Wo du letztes Jahr noch ängstlich, die anderen „Babys“ weggeschickt hast, rennst du jetzt vollkommen ohne jede Sorge zu jedem hin. Du spielst mit anderen Kindern, „teilst“ mit Ihnen das Spielzeug und quatschst mit den dazugehörigen Erwachsenen, als hättest du nie etwas Anderes getan. Ängstlich bist du dennoch auch weiterhin, wenn es um körperliche Herausforderungen geht. Du traust dich erst seit Kurzem, Treppen zu steigen, du kletterst nicht und du traust dich nicht zu hüpfen. Rennen geht so langsam und zaghaft, wenn du zu Hause bist oder deine Barfußschuhe anhast. Aber das wird schon. Und als positiver Nebeneffekt hast du dich noch immer nie schlimmer als bis zu einem aufgeschürften Knie verletzt.

Auch warst du, bis auf eine Erkältung und mal Kotzeritis, im vergangenen Jahr nicht wirklich krank. Als deine letzten Backenzähne durchgebrochen sind hattest du Fieber und es ging dir so mies, dass wir dir am Ende nicht nur Gel, sondern ein Zäpfchen gegen die Schmerzen geben mussten, damit du schlafen konntest. Aber das war eine Nacht und danach wurde es besser.

Eine kleine „Baustelle“ haben wir noch beim Essen. Du bist etwas mäkeliger geworden und gehst eigentlich immer erstmal davon aus, dass dir das Essen nicht schmecken wird. Auch isst du noch immer nicht besonders gerne und gut selbst und möchtest lieber gefüttert werden. Aber wenn du gut isst, dann sind es entweder Süßigkeiten oder eine deiner Leibspeisen: Reis mit Sojasauce, Nudeln ohne alles, Pizza, Blutwurst, Käse oder Pommes. Wie so ein richtiges Kleinkind halt, ne? Und wenn dir was nicht schmeckt, dann kann man es dir mit Maggie, Ketchup oder Zu schmackhaft machen.

Was allerding immer geht, ist Süß. Seite Kurzem sogar Eis. Also vorher gefiel dir das auch schon ganz gut, aber nur in der geschmolzenen Variante, weil du es als zu kalt empfunden hast. Jetzt allerdings schleckst du mit Hingabe an den gefrorenen Bällchen. Am liebsten mit Schokogeschmack. Nur tropfen darf es auf keinen Fall. Denn du bist noch immer extrem reinlich und klebrige Finger stören dich sehr.

Du bist grundsätzlich ein unglaublich empathisches, liebes Kind. Wenn jemand weint, bist du sofort zum Trösten zur Stelle. Du hast schon wildfremde Kinder im Zoo umarmt, weil sie geweint haben. Einfach so. Als dein Geburtstagskuchen so aussah, als sei er mir ein wenig misslungen und ich deshalb weinte, hast du mich umarmt und getröstet. Wenn mama oder Papa die Wohnung verlassen, rufst du „Stop!“ und kommst so schnell du kannst gelaufen, um uns immer nochmal einen Abschiedskuss zu geben. Andererseits kannst du allerdings auch ganz anders sein. Zum Beispiel der Kater hat darunter schon öfter mal etwas leiden müssen. So hältst du ihn gerne mal am Schwanz fest und ignorierst seine verzweifelten Versuche, wegzulaufen.

Was du überhaupt nicht magst ist, wenn Mama und Papa miteinander diskutieren oder streiten. Dann verbietest du uns gerne mal mit „Sag nix!“ den Mund oder schreist ganz laut. Und oft wirkt das auch wirklich. Und wir sollten wirklich auf dich hören und nur noch lieb miteinander sein. Manchmal unterbindest du so auch eine normale Unterhaltung, die zwischen Küche und Bad oder so stattgefunden hat. Aber übel nehmen kann man dir das ja auf keinen Fall.

Du bist fast 98 cm groß und wiegst aktuell 15,5 kg. Oder, wie du gerne immer wieder nach einem Schritt auf die Waage feststellst: Du bist 10 Kilometer groß.

Du spielst inzwischen sehr ausgiebig und problemlos auch alleine. Am liebsten dabei mit allem, was Räder hat. Autos sind dein absoluter Favorit. Aber auch dein Duplo-Zug wird fleißig bespielt. Außerdem betüddelst du gerne auch mal deine Puppen, wenn dir gerade danach ist. Du kochst mit deinen neuen Spielsachen und als wir uns neulich einen Kindergarten angesehen haben, war neben der Autokiste die Spielküche DAS Ding für dich. Du möchtest halt gerne all das machen, das du dir bei uns erwachsenen so abschaust. Zu anderen Zeiten willst du selbst wie ein Baby betüddelt werden und spielst „klein sein“. Du buddelst auch gerne im Sand oder in Steinen und kannst mit einer erstaunlichen Ausdauer im oder am Wasser sitzen und Dinge hineinwerfen, raus holen, schütten und dabei vor dich hin quatschen.

Deinen kleinen Bruder liebst du abgöttisch. Du versuchst immer mal wieder, ihn alleine zu tragen. Aber so richtig klappt das noch nicht. Dafür knuddelst du ihn mit größter Wonne und sorgst dich unglaublich liebevoll um sein Wohlergehen. Nur deine Spielsachen verteidigst du so langsam aber sicher mit steigender Vehemenz vor ihm. Dir scheint es nicht ganz geheuer, dass er alles ansabbert und du möchtest nicht, dass er deine Sache aufisst.

Ich bin einfach so unendlich glücklich darüber, dass es dich gibt. Du bist das tollste Dreijährige Kind, das ich kenne. Ich bin unglaublich stolz auf dich. Du bist clever und hast ein so liebes Wesen, dass ich gar nicht anders könnte, als dich aus vollstem Herzen über alles zu lieben! Bleib auf deinem Weg und wachse, mein herzallerliebster kleiner Rabe. Ich hab dich ganz doll lieb!