Sonntag, 21. Januar 2018

Die verkannten Meilensteine

Jeder kennt so die großen Meilensteine in der Entwicklung eines Babys. Das erste Lächeln, Umdrehen, Sitzen, der erste Zahn, das erste Wort. Aber es gibt auch solche Meilensteine, über die kaum berichtet wird. Dabei sind viele davon nicht weniger bedeutend - und teilweise deutlich praktischer. Denn ein herum rollendes Baby ist eigentlich recht unpraktisch. Ein Kind hingegen, dass sich selbst die Nase putzen kann... Ein Traum! Daher hier mal ein kleiner Abriss über die verkannten Meilensteine:

Die erste Kackwurst

Irgendwann mit Einführung der Beikost ist es soweit. Und im Töpfchen oder in der Windel findet sich kein Stillstuhl mehr. Nein. Statt senfgelber Pampe liegt da plötzlich eine richtige, echte, braune Kackwurst!

Klingt erstmal eklig. Ist jetzt auch nichts, was man für die Nachwelt fotografieren oder filmen müsste. Aber immerhin reduziert es doch das Risiko, beim Wickeln mit vollem Karacho angeschissen zu werden, um ein vielfaches (Magen-Darm mal außen vor). Und auch die berüchtigte Kackexplosion, bei der es aus allen Enden aus der Windel gesuppt kommt, ist weniger wahrscheinlich, wenn in selbiger ein vergleichsweise stabiles Würstchen liegt.

Stinkefüße

Für mich war einer der ersten "Oh Goth, mein Baby wird groß!"-Momente der, als die kleinen Rabenfüße zum aller ersten Mal nach Käse gerochen haben.

Kotzen

Babys spucken komplett unkontrolliert in der Gegend herum. Das nervt. Sehr viel besser ist es schon, wenn das Kind einem zumindest klar und deutlich signalisieren kann, dass es jetzt gleich kotzen muss und dann bestenfalls auch noch die vorgehaltene Schüssel trifft. Die Königsdisziplin - und den Meilenstein, auf den ich mich wohl am meisten freue - ist es dann, wenn das Kind irgendwann von selbst zum Eimer greift oder gar zur Toilette rennt, sobald es sich die letzte Mahlzeit nochmal durch den Kopf gehen lassen muss.

Nase und Mund abwischen

Vor allem bei einem so pingeligen Kind wie dem kleinen Raben wird aus jeder Erkältung und jeder Mahlzeit ein endloser Marathon aus Nase oder Mund abwischen. Was für eine Erleichterung ist es da, wenn das Kind irgendwann nicht mehr nur jammernd das Gesicht hin hält, sondern selbst aktiv wird! Gut, wenn es mal wieder den Ärmel statt des Taschentuchs trifft ist das noch ausbaufähig. Aber lieber ziehe ich dem Kind dann halt was frisches an, als zum 300sten Mal die Triefnase abwischen zu müssen.

Kommentare:

  1. Du hast sooo recht!
    (Und ich hatte schon Pläne zu Mullwindelumschlägen für die Ärmel des Zwergs...)

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  2. Oh ja, da gebe ich dir Recht. Noch so ein verlängertes Meilenstein ist das Po selber abwischen. " Mama ich hab gekackert" und dann muss Mama den Po abwischen, die Klospülung können sie dann aber auch schon

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    1. Oh ja, darauf freue ich mich auch schon. Ich befürchte nur, dass der Rabe sich da noch ein wenig Zeit mit lassen wird, so wie ich ihn kenne... ;)

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