Sonntag, 13. August 2017

Schwangerschaftstagebuch - 19. Woche

18+2
 
Ich werde runder und runder und kratze mir dabei ständig den Bauch (der wieder juckt, dass ich aus der Haut fahren könnte). Das Haselchen hat seltsame Essgewohnheiten und ihm ist mal übel und er bekommt nix runter und mal futtert er sich einmal quer durch Kühl- und Vorratsschrank. Und der kleine Rabe wechselt ständig seine Laune und rennt lachend und vor Freude kreischend herum, nur um im nächsten Moment aus hilfloser Wut und Frustration heraus herzzerreißend zu heulen. Wir machen hier also Arbeitsteilung, was die Nebenwirkungen der Schwangerschaft betrifft. ;)
 
Allerdings pendle auch ich mit meinen Gefühlen hin und her. Einerseits freue ich mich riesig auf unser baby bat. Ich freue mich auf die Geburt und darauf, ein neugeborenes Baby im Arm zu haben. Ich freue mich auf die ganzen neuen Meilensteine und darauf, die Beziehung zwischen den beiden Geschwistern zu beobachten. Aber andererseits mache ich mir auch Sorgen. Mir graut es schon jetzt vor dem Schlafentzug. Darauf habe ich am aller wenigsten Lust. Denn mit dem kleinen Raben kann ich ja nicht mehr einfach tagsüber ständig mit dem Baby zusammen schlafen... Ich überlege, wie wir die Bedürfnisse aller Familienmitglieder unter einen Hut bekommen können. Ich mache mir Sorgen über die psychische und physische Belastung. Über die finanzielle Situation und meine Karriere. Und wie ich letztere weiter verfolgen kann, ohne auf zu viel Zeit mit meiner Familie zu verzichten. Ich weiß, dass wir das alles hinbekommen. Ich weiß, dass es gut wird. Aber ich weiß eben auch, dass es anstrengend wird. Ich habe nicht mehr diese Illusion wie vor dem ersten Kind, dass man das Baby dann einfach hinlegt und es schläft ja dann eh die meiste Zeit. Ich weiß, dass das alles nicht so easy peasy wird. Und trotzdem freue ich mich tierisch darauf. Ich glaube ja, dass es gut war, dass das baby bat so überraschend kam. Sonst hätte ich die Entscheidung wohl viel zu lange zerdacht...



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