Freitag, 5. Januar 2018

Tagebuchbloggen Januar 2018

Es ist der 5. des Monats und Frau Brüllen will wieder wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Meine Kurzfassung: Auf den Geburtsbeginn warten und dabei vom Mann die Wohnung auf Vordermann bringen lassen.

03:42 Ich wache auf. Die Nachbarn von oben streiten mal wieder lautstark (um diese Uhrzeit?!). Dann redet der Rabe im Schlaf. Außerdem habe ich ein menstruationsartiges Ziehen im Bauch und denke über das bevorstehende Leben mit zwei Kindern nach. Kurzum: Ich kann erstmal nicht mehr einschlafen und treibe mich ein wenig auf Twitter herum.

06:20 Ich habe das Handy weggelegt und schlafe wieder ein.

10:15 Der kleine Rabe wacht mit super Laune auf. Wir gehen zusammen ins Bad und ich mache eine Gesichtsmaske. Im Bauch zieht es noch immer. Ich merke, dass es nicht mehr ewig dauern wird, bis das baby bat sich auf den Weg machen wird. Aber aktuell fühle ich mich so fit und munter, wie schon lange nicht mehr.

11:15 Wir frühstücken, bzw spätstücken. Es gibt Toast.

Dann schmücken wir den Baum ab. Eigentlich ist es ja noch ein klitzekleines Bisschen zu früh. Aber ich will damit durch sein, wenn die Geburt losgeht. Und das Ding nadelt alles voll...

13:54 Nach dem Abschmücken lässt mich das Haselchen nichts mehr anfassen. Er bringt daher den großen Baum alleine zur Sammelstelle und macht hinterher alles sauber. Er beginnt mit dem Staubsaugen. Währenddessen spiele ich mit dem kleinen Raben und räume nebenbei meine Handtasche einmal komplett aus und auf. Zwischendurch werde ich von einzelnen, deutlich spürbaren Wehen unterbrochen.

14:39 Das Haselchen hat keinen Hunger. Ich schmiere dem Raben und mir ein paar Brote und wir essen, bis er sagt, dass es ihm nicht gut geht. Dann kuscheln wir noch ein wenig.

16:04 Da es ihm nach eigener Aussage noch immer nicht besser geht, lege ich mich mit dem Raben hin und erzähle ihm ein Märchen. Er wünscht sich das von der Katzen-Prinzessin und dem Frosch.

16:24 Der Rabe will jetzt wieder spielen. Ich übergebe ans Haselchen und lege mich selbst nochmal zu einem Nickerchen hin.

17:00 Mein Wecker klingelt. Ich bin kurz zuvor von selbst wach geworden.

17:20 Ich räume mit dem Raben sein Zimmer auf, damit das Haselchen hier saugen kann. Dann spiele ich ein wenig auf dem Handy und mit dem Raben.

18:00 Aufgrund von akutem Heißhunger wird ein Asia-Bistro-Beschluss gefasst. Da es dem Haselchen nicht gut geht und ich unbedingt raus will, gehe ich los und fahre mit der Straßenbahn ins Zentrum zu dem besseren Asia-Laden.

18:34 Ich habe bestellt und warte. Dabei habe ich leichte Wehen und denke darüber nach, wie das alles hier schon Vorbereitungen auf die Geburt sind.

18:50 Ich eskaliere noch ganz kurz im Backwerk (oder wie sonst soll man es nennen, wenn man den täglichen Kalorienbedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen für sich alleine zum Nachtisch in süßen Teilchen kauft?) und nehme dann die nächste Bahn nach Hause.

Zu Hause angekommen sitzen Mann und Kind kuschelnd auf dem Bett und haben beide Bauchschmerzen. Das Haselchen muss sich übergeben. Dann legt er sich mit dem Raben zusammen hin, während ich alleine zu Abend esse.

Der Rabe geht nochmal aufs Töpfchen und bekommt Videos.

20:48 Ich möchte den Raben ins Bett bringen. Stattdessen hat der jetzt doch Hunger. Also geht es im Schlafanzug nochmal ins Esszimmer. Er isst einige Happen Brot und klaut von meiner Quarktasche.

21:12 Ich traue meinen Ohren kaum, aber der Rabe sagt von sich aus, dass er jetzt gerne ins Bett gehen möchte.

21:30 Der Rabe schläft ein. Ich bleibe noch ein wenig bei ihm liegen, bewundere ihn in seiner unschuldigen Schönheit und lese im liegen ein bisschen auf dem Handy.

22:03 Ich stehe auf, gehe aus dem Schlafzimmer und schaue nach dem Haselchen. Dem geht es richtig mies. Er liegt im Bett, hat kalte Hände und wird jetzt bald schlafen.

Ich esse noch das übrig gebliebene Brot des Raben auf und trinke ein Malzbier. Dann mache ich mich soweit bettfertig.

Anschließend koche ich meinen Sud für ein Heublumendampfbad.

22:43 Ich sitze im warmen Dampf und spiele auf dem Handy.

23:20 Jetzt ist aber wirklich Schluss. Ich räume noch das letzte Chaos, das ich in der Küche hinterlassen habe, auf. Dann putze ich Zähne und gehe ins Bett.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.