Montag, 5. März 2018

Tagebuchbloggen März 2018

Es ist wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen will wieder wissen: Was machst du denn eigentlich den ganzen Tag?

03:irgendwas Stillen.

05:00 Stillen. Da der Morgenstern danach nicht richtig zur Ruhe kommt, lege ich ihn mir auf den Bauch und wir schlafen friedlich ein.

05:33 Ich bemerke, dass ich die Taschenlampe am Handy nicht ausgemacht habe. Aber ich komme nicht richtig dran und dann bin ich auch schon wieder eingeschlafen.

06:58 Ich nehme den Morgenstern zum Stillen wieder neben mich. Er grunzt danach weiter wie ein Mini-Zombie.

07:29 Gerade, als der Morgenstern ganz ruhig geworden ist, wacht der kleine Rabe auf. Ich schreibe dem Haselchen, der mit Kaffee für mich und Mentos für den Raben zu uns kommt.

08:00 Rabe und Haselchen stehen auf. Ich bleibe noch einen Moment im Bett sitzen.

08:17 Ich stehe auf. Ich mache erstmal den Morgenstern fertig. Ich habe bereits angefangen, ihm separate Schlafanzüge anzuziehen, statt seine Klamotten nur zu wechseln, wenn sie schmutzig geworden sind.

09:00 Frühstück. Dabei schaut der kleine Rabe Videos über Straßenbahn entgegen, weil er mir nicht glauben wollte, dass die immer auch Sand dabei haben.

Nach dem Essen bleibe ich noch eine ganze Weile sitzen. Der Morgenstern schläft gerade so schön auf meinem Schoß, ich habe eine zweite Tasse Kaffee und spiele auf dem Handy.

10:54 Ich bin ins Kinderzimmer gekommen. Dort muss ich Laster zusammenbauen und "auf de Schwäbche Eisebahne" singen.

Der Morgenstern stillt und schläft dann auf der Krabbeldecke ein.

Ich gehe ins Bad und mache mich fertig. Vorher muss ich aber noch den Raben als Maus schminken. Anschließend wickle ich den Morgenstern, während das Haselchen sich auf den Weg zum Einkaufen macht.

12:22 Malzbier und Abpumpen im Schneidersitz auf der Krabbeldecke. Der Morgenstern döst auf dem Bauch liegend vor mir.

13:00 Das Haselchen ist zurück und ich bin mit dem Pumpen fertig. Ich schreibe auf, was ich bis jetzt gemacht habe und nehme das gerade aufgewachte Baby auf den Schoß.

14:10 Dem Haselchen ist schwindelig. Während er die Füße hochlegt überzeuge ich den Raben, mit mir ins Esszimmer zu kommen und füttere ihn, während ich selbst esse und den Morgenstern auf meinem Schoß stille.

15:16 Wir sind fertig mit Essen und es wird aus Antriebslosigkeit ein Kaffebeschluss gefasst. Allerdings ziehe ich erstmal das Baby komplett um. Mal wieder. Das Haselchen bringt mir einen Kaffee an den Wickeltisch, den ich dann auch gleich trinke.

Nach dem Umziehen hat der Morgenstern erstmal Kohldampf und ich stille ihn. Dann muss der Rabe aufs Töpfchen. Währenddessen wickele ich mir den wachen und zufriedenen Morgenstern ins Tuch. Das Haselchen geht nochmal kurz zum Konsum, um eine Flasche Sekt für morgen zu kaufen.

16:16 Mit Baby im Tuch und Kind an der Hand trete ich vor die Haustür. Der Morgenstern ist noch immer wach, aber zufrieden. Nach den ersten Schritten schließt er langsam die Augen. Wir gehen zum Platz vor der Kirche. Heute sind dort jede Menge Kinder, die offenbar alle gerade von der Kita abgeholt wurden. Der Rabe will erst zu den Kindern, bleibt aber dann doch an einem Spielzeug hängen, das an einem der Kinderwagen baumelt. Er drückt immer wieder auf die Knöpfe, die nervige Geräusche erzeugen. Ich bin dezent überfordert damit, auf einmal mit so vielen Eltern kommunizieren zu müssen. Ich kann das nämlich wirklich absolut nicht. Ich kenne die sozialen Spielregeln für eine solche Situation nicht und möchte daher eigentlich am liebsten hinter den nächsten Busch hüpfen und so tun, als habe ich mit alledem nichts zu tun...

Irgendwann gehen nach und nach alle Kinder mit Eltern nach Hause. Wir gehen noch einmal um den Block.

17:00 Wir gehen nach Hause. Dort angekommen "beichtet" das Haselchen mir, dass das Abendessen nicht um 18:00 Uhr fertig sein wird. Ich hatte allerdings dem Raben sowieso Malzkaffee und Waffel versprochen. Die genießen wir dann zusammen.

Anschließend wickele ich den Morgenstern aus dem Tuch, stille ihn und pumpe auf der jeweils anderen Seite Milch ab.

Heute gibt es dabei eine Premiere: Zum ersten Mal lohnt es sich, für einen Tag gleich zwei Flaschen einzufrieren. Denn insgesamt sind es heute fast 300 ml.

18:55 Ich setze mich zum Abendessen, nachdem ich noch schnell den Morgenstern gewickelt habe.

20:00 Ich verliere ein bisschen den Verstand. Das Abendessen war ohnehin ganz schön anstrengend. Seit dem ich ihn aus dem Tragetuch geholt habe, hat der Morgenstern schlechte Laune und wechselt zwischen Meckern und Weinen. Der Rabe war total übermüdet und turnte wild auf der Bank herum. Nachdem der Tisch fast abgeräumt war, bot das Haselchen ihm ein letztes Stück Käse an. Er nahm es nicht, also aß das Haselchen es auf. Darauf hin begann der Rabe bitterlichst zu weinen. Ich sitze also zwischen zwei heulenden Kindern und einem Mann, der genervt darauf bestehen wollte, dass der Große nichts habe und grundlos heulen würde.

Ich finde dann aber doch des Rätsels Lösung: Der Rabe hatte noch ein Stück Fleisch im Mund gehabt, das er nicht kauen konnte. Damit im Mund hatte er natürlich den Käse nicht essen können. Er spuckt dann das Fleisch aus und lässt sich zum Glück mit einem neuen, großen Stück Käse beruhigen.

Meine Nerven sind jetzt auch erstmal durch und während das Haselchen aufräumt und den (inzwischen wieder top gelaunten) Raben bettfertig macht, sitze ich erstmal eine Weile ausgelaugt im Bad auf dem Fußboden und halte den Morgenstern auf dem Schoß.

21:05 Endlich rappele ich mich auf und putze Zähne. Das Haselchen bringt schonmal den Raben ins Bett. Ich wickele den Morgenstern, der dabei wieder wie gebannt auf seine Spieluhr starrt und mit ihr "plaudert". Der Rabe ist binnen Minuten eingeschlafen. Ich lege mich mit dem Morgenstern dazu und schreibe beim stillen den restlichen Tag auf.

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