Samstag, 4. August 2018

Tagebuchbloggen Juli 2018

Es ist der 5. des Monats und wie immer will Frau Brüllen wissen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Hier unsere Sommertag bei Oma und Opa Version:

5:51 Das Baby wird wach. Erst zaghaft, dann immer deutlicher, quatscht und knufft er vor sich hin. Ich bin noch ziemlich verschlafen und komme kaum zu mir. Also lasse ich mich erstmal im Dösen zwicken und treten.

7:00 Ich schaffe es endlich, mich aufzusetzen und werde zur Belohnung mit dem schönsten Lächeln der Welt angestrahlt.

Opa kommt ins Zimmer und himmelt das Baby an. Kaum ist er richtig da, ruft es aus dem Nebenzimmer: "Omaaaa, aufwachen!"

Ich wickle den Morgenstern, bitte den Rabe aufs Töpfchen und ziehe beide um. Dann stille ich den Kleinen nochmal
Ich hoffe, dass er einschlafen könnte. Aber Milch macht müde Morgensterne munter. Dann sucht die ganze Familie nach dem verlorenen Strohhalm aus der Trinkflasche des Raben. Opa findet ihn.

8:06 Ich trinke meinen ersten Kaffee und esse, hauptsächlich einhändig weil ständig irgendwie beschäftigt, ein Brötchen. Oma füttert derweil - ebenfalls dauernd dazwischen beschäftigt - den Rabe. Irgendwie schaffen wir es, alle parallel zu versorgen und uns selbst die Haare zu bürsten und zusammen zu binden und uns umzuziehen.

Das Haselchen möchte heute nicht mitkommen. Er hat sich gestern einen schlimmen Sonnenbrand geholt und auch, wenn die 4 Schichten Lotion zumindest soweit geholfen haben, dass ihm nicht mehr jede Bewegung weh tut, möchte er es nicht riskieren, sich wieder zu verbrennen. Kopf und Gesicht sind auch noch recht rot. Und bevor ich morgen einen fiebernden Mann im Zug dabei habe, bleibt er besser da.

Ich schnalle mir den Morgenstern in die Manduca, wo er binnen weniger Minuten eingeschlafen ist. Oma, Rabe und ich ziehen Schuhe an und gehen los.

9:10 Wir sind auf dem Weg ins Schwimmbad. Dort angekommen zieht sich Oma um und wir suchen uns ein schattiges Plätzchen auf der Wiese. Da der Morgenstern noch immer tief und fest schläft, bleibe ich erstmal einfach am Platz.

9:33 Oma und Rabe gehen gemeinsam Richtung Wasser. Ich bleibe am Platz und tippe in mein Handy, was bisher geschah.

10:13 Der Morgenstern wird unruhig und der Rabe kommt mit Oma zur Decke. Der Kleine wacht auf und der Große hat Hunger. Das Kiosk hat noch geschlossen. Also bitte ich das Haselchen, uns ein Käsebrot zu bringen. Rabe geht derweil mit Oma zum Spielplatz, während ich Morgenstern eincreme. Ganz aufgeregt kommt er zurück: das Kiosk öffnet doch gerade!

Wir "bestellen" das Brot ab und es gibt Pommes. Echte Freibad-Pommes!

Dann gehen wir alle zusammen ins Wasser. Morgenstern findet es erst ein wenig kühl. Aber schon bald hat er sich dran gewöhnt und planscht auf meinem Arm begeistert vor sich hin. Vor allem das Hüpfen im Wasser hat es ihm angetan.

Rabe will nochmal ins Baby-Planschbecken und geht mit Oma. Ich bleibe mit Morgenstern im Nichtschwimmerbecken.

Ich merke, dass er langsam etwas zu kühl wird und will mich eigentlich auf den Weg zu den anderen beiden machen. Da kommen die mir auch schon entgegen. Rabe bibbert. Es ist heute deutlich kühler, als gestern und es weht ein spürbare Wind.

Daher beschließen wir, zu gehen. Wir trocken uns ab, ziehen uns um und gehen los.

12:03 Wir sind auf dem Heimweg.

Zu Hause angekommen schläft Morgenstern tief und fest in der Manduca. Das Haselchen bringt den völlig fertigen Raben ins Bett.

Ich setzte mich zu Opa auf die Terrasse und wir beobachten eine wunderschöne Ringelnatter, die offenbar ebenfalls hier wohnt.

13:06 Mittagessen. Es gibt Reste vom Grillen gestern. Der Morgenstern ist inzwischen wach und liegt zufrieden neben mir auf einer Decke auf dem Boden.

14:35 Morgenstern geht eine Runde ins Planschbecken. Danach liegt er wieder auf der Decke im Schatten und ich versuche, ihn dort in den Schlaf zu stillen. Aber es ist alles viel zu aufregend und spannend.

15:23 Rabe ist wieder wach und bei uns. Das Haselchen gibt ihm etwas zu essen.

16:05 Ich bringe Morgenstern ins Bett und döse dabei selbst weg.

17:00 Ich stehe auf. Oma hat auf dem Sommerfest des nahe gelegenen Behindertenwohnheims Kuchen gekauft. Ich exe fast eine Tasse eisgekühlten Kaffee und mache mich mit großem Appetit über den Kuch her.

17:21 Der Morgenstern weint doch nochmal. Ich gehe ihn beruhigen und bleibe - wohl Dank des Kaffees - diesmal wach. Dann gehe ich wieder runter und esse weiter Kuchen. Der Rabe hat derweil entdeckt, dass der große Fernseher auch Youtube hat. Mein Bruder stellt ihm alles ein und schneidet dann eine Wassermelone auf. Die wir gemeinsam vertilgen.

18:17 Überlegungen zum Abendessen werden angestellt, aber jetzt erstmal verworfen.

Der Morgenstern wacht auf und ich bringe ihn runter. Dann gehe ich Haare waschen.

19:00 Ich bin frisch geduscht. Während der Rest der Familie zu Abend isst, füttere ich den Morgenstern. Anschließend muss das von oben bis unten mit Brei verschmierte Baby erst nochmal ins Planschbecken. Der Rabe isst und spielt derweil fröhlich weiter.

Dann machen wir die Kinder langsam fertig fürs Bett und packen alle unsere Sachen für die Abreise morgen früh.

21:21 Oma bringt Rabe ins Bett. Er schläft bei Oma und Opa. Der Morgenstern ist gerade bei mir wie ein süßer, kleiner Stein weggepennt.

Ich gehe runter und esse mit Opa nochmal was. Wir sitzen noch eine Weile zusammen und unterhalten uns, bevor auch ich ins Bett gehe.

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